Sep 012017
 

 

Wie die letzten Jahre auch war ich mal wieder beim World Bodypainting Festival in Kärnten, welches aber dieses Jahr in der Landeshauptstadt Klagenfurt und nicht wie die vergangenen Jahre in Pörtschach stattfand. Anders als die vergangenen Jahre war ich dort als Künstler mit meinem eigenen Lightpainting-Zelt angemeldet und hatte selbstverständlich auch eine ganz andere Woche als die letzten Male.

Weil nicht so viel Nachfrage nach reiner Fotografie bestand konnte ich zwar meinen Workshop Lichtkunstfotografie im Vorprogramm nicht durchführen, aber im Nachhinein war dies sogar gut so schlimm, da ich auf diese Weise mal in Ruhe selber an 2 Workshops als Teilnehmer mitmachen konnte und das erste Mal den Zombie Walk am Dienstagabend miterlebt habe. Das hat mir persönlich natürlich auch viel mehr gebracht, weil ich auf diese Weise das Festival auch aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen habe. Außerdem habe ich ja auch wieder gemeinsam mit meinem spanischen Freund und Kollegen Erasmos Daaz den Workshop Bodylightpainting gegeben, wo wir dieses Jahr sehr viele Teilnehmer hatten, aber dadurch leider die Fotografie etwas in den Hintergrund rückte. Trotz Allem sind dabei einige schöne Bildergebnisse entstanden.

Durch die beiden nicht optimal angebotenen und umgesetzten Workshops muss ich auf jeden Fall für das nächste Jahr einiges in der Planung umstellen und habe aber auch aus den Erfahrungen und einigen Rückmeldungen schon viele Anmerkungen was ich bzw. Erasmo und ich gemeinsam anders machen sollten, woraus eigentlich zwei ganz neue Konzepte entstehen müssten und mir auch klar ist vorher schon einmal alleine oder gemeinsam einen Workshop im Bodylightpainting anbieten zu müssen, um die Reaktionen darauf beurteilen zu können.

Das Highlight, wo sich Erasmo mir und meinem Lichtzelt anschloss und den Teil der Bemalung koordinierte, war nun der Installation-Award, den wir am Freitag des Festivals vorbereiten und alle möglichen Probleme beseitigen mussten, damit bis zur eigentlichen Jurierung am Samstagabend Alles so weit fertig war. Dazu wurden mit verschiedensten Helfern im Laufe des Samstag 4 von mir gesuchte Modelle bemalt, mit denen wir zur Jurierung dann 3 ganz tolle Lichtperformances ablieferten, was uns den zweiten Platz im Wettbewerb einbrachte und allen gemeinsam viel Spaß gebracht hat.

Ich wollte natürlich nicht nur für den Wettbewerb den Aufwand getrieben haben so viel Equipment und meinen Pavillon aus Hamburg nach Klagenfurt zu bringen und dort zu installieren, daher hatte ich im Vorfeld auch noch mit anderen Künstlern und/oder ihren Modellen ausgemacht, daß sie an dem Zelt vorbei kommen, um Lichtkunst-Bilder mit ganz tollen Bodypaintings zu machen. Leider zog sich Erasmo hier stark zurück und ließ mich in vielen Fällen alleine, aber trotzdem konnte ich alle meine Pläne bestens umsetzen. Aus dem Grunde muss ich mir natürlich auch überlegen, ob ich den Aufwand nächstes Jahr wieder treiben möchte und wie ich ihn dann vielleicht besser und ggf. auch publikumswirksamer organisieren kann, da es durch den Transport der Ausrüstung eigentlich nicht ausbleibt den Weg nach Kärnten mit dem Auto zurück zu legen.

Anders als die letzten Jahre habe ich es leider nicht geschafft in den Fotografenbereich zu kommen um gezielt tolle Bodypaintings abzulichten, da mir dafür einfach die Zeit gefehlt hat und daher habe ich auch von den Bühnenshows nicht so viel mitbekommen geschweige denn fotografiert. Leider haben dadurch auch alle anderen Dinge etwas daran glauben müssen, die ich eigentlich während des Festivals vor hatte, trotz Allem waren es tolle, wenn auch recht anstrengende Tage und es sind einige tolle Bilder entstanden. Einige dieser Bilder der ganz unterschiedlichen Ereignisse und Aktivitäten möchte ich im Folgenden zeigen.