Dez 312013
 
SONY DSC

Ich bin durch eine Frage bei „http://www.gutefrage.net“ auf das Thema Feuerwerksfotografie aufmerksam gemacht worden, was ja vielleicht gerade um den Jahreswechsel herum eine häufig gefragte Sache sein dürfte. Daher möchte ich hier ein paar Tipps geben, wie ich selber an das Thema gehe. Die folgende Beschreibung ist aber eher eine recht sachliche Erklärung. Um das Thema herum lassen sich auch viele schöne und kreative Effekte durch Bewegungen erzielen.

Hier eine kurze Beschreibung:

Ich persönlich arbeite überwiegend mit Langzeitbelichtung (bulb-Modus,  im Programm M), um das Rauschen zu minimieren mit dem niedrigsten möglich ISO-Wert (vorsicht interpolierte geringe ISO-Zahlen, wie häufig ISO 50 sind auch nicht gut, da hierdurch auch Rauschen erzeugt werden kann), Blenden zwischen 6,3 und 13, je nach Helligkeit der Feuerwerkskörper.

Das a und o ist natürlich ein Stativ, weil man die Kamera nicht sekundenlang still halten kann und am besten ein Fernauslöser um weitere Schwingungen zu vermeiden und im Bulb-Modus nicht den Auslöser gedrückt halten zu müssen. Falls man keinen Fernauslöser hat, mit dem man gut den Bulb-Modus verwenden kann, dann nimmt man die längste mögliche Belichtungszeit und probiert es mit Abdecken (siehe unten). Dabei ist allerdings immer etwas Glück gefragt, da 30 Sekunden in der Regel relativ kurz sind und so ggf. manche Bilder gar keine Feuerwerkskörper enthalten und andere zu viele.

Fokussieren muss man manuell. Man sucht sich entweder einen beleuchteten Punkt in der Gegend aus oder stellt die Hyporfokaldistanz für die Kamera-Objektiv-Kombination ein, was zu bevorzugen ist (hierfür gibt es viele Rechner im Web und als App für Smartphones).

Falls man mit kurzen Belichtungszeiten arbeiten möchte, wo man mit hohen ISO-Werten das Feuerwerk einfriert ist ein Stativ zwar auch gut, aber nicht unbedingt notwendig! Aus meiner Sicht sind aber die Effekte schöner, wenn man die Feuerwerkskörper zwischen 1 und 6 Sekunden belichtet. Wie lange man wirklich belichtet kommt dann darauf an wie lange die Spuren sein sollen.

Während nichts passiert kann man ggf. auch den Hintergrund ablichten oder auch die Kamera (beispielsweise mit einer Hand oder besser einem Stück schwarzem Karton) einfach abdecken, bis wieder etwas passiert. Dann öffnet man die Abdeckung, wenn interessante Feuerwerkskörper zu sehen sind und schließt sie danach wieder oder beendet die Aufnahme.

Wenn man Wunderkerzen ablichten möchte, dann bietet es sich an Formen in die Luft zu malen, dafür ist auch eine Langzeitbelichtung notwendig. Das Malen ist mit Wunderkerzen im Vergleich zu Lampen relativ einfach, allerdings gehört auch etwas Übung dazu wirklich erkennbare Figuren (Herze, Sterne, Tiere,…..) hinzubekommen.

Zu diesen und anderen Themen werde ich im kommenden Jahr auch Workshops anbieten. Ich freue mich dazu immer über Anfragen über mein Kontaktformular, dann informiere ich über kommende Workshops und weitere Aktionen.

 

 

 

Dez 262013
 
Peru-24

Den Sommer 2013 kam ich nicht zu so vielen Aktivitäten wie ich mir vorgestellt hatte und wie mir lieb gewesen wäre. Ein Grund dafür ist, dass ich wieder einmal fast einen Monat in Peru verbracht habe, wo ich immer elegant den Klimmzug schaffen muss Zeit für die Familie dort zu haben, persönliche Kontakte zu pflegen und mich auch auf Reisen zu erholen, wo ich dann auch mehr vom Land kennenlernen und natürlich Fotografieren möchte. Die Zeit danach war so mit Terminen und Verpflichtungen vollgepackt, dass ich erst jetzt Ende des Jahres die Ruhe finde die Bilder etwas mehr zu sichten und meine Bildserie über das Land zu komplettieren.

So lange die Zeit im Sommer auch gewirkt haben mag, so kurz war sie dann mal wieder und leider gerade auch noch während der schönsten Wochen des dieses Jahr doch so kurzen deutschen Sommers. Zumindest konnte ich wieder auch einige Reisepläne umsetzen, die mich schon lange interessieren und teilweise nur im dortigen Winter also während unseres Sommers gut realisieren lassen.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ging es nach Cusco, was als Ausgangspunkt für das heilige Tal der Inca und Macchu Picchu seinen Namen hat, auch wenn man in Cusco selber einiges unternehmen kann. Für mich war es das vierte Mal, dass ich in dieser außergewöhnlichen Stadt in gut 3000m Höhe in den Anden war. Diesmal waren meine Pläne die (relativ unbekannten) Ruinen von Choquequirao zu besuchen, die mindestens so groß sein sollen wie die als Weltkulturerbe bekannten Ruinen Macchu Picchu, aber längst nicht so überlaufen sind, da man dort nur in einem mehrtägigen Fuß-Marsch hingelangt und nicht unerhebliche Höhen zu überwinden hat. Ich hoffe die Pläne der peruanischen Regierung werden nicht umgesetzt dort ab 2014 eine Seilbahn hinzubauen (siehe http://diariocorreo.pe/ultimas/noticias/6193436/teleferico-a-choquequirao-sera-construido-en), womit man ein 1500m tiefes Tal überqueren könnte und somit die Ruinen auch ohne mindestens 2 Tagesmärsche erreichbar wären. Wenn das wirklich wahr würde, dann hätte ich sicher die letzte schöne Chance genutzt die Ruinen ohne einen Ansturm von Touristen wie bei Macchu Picchu zu besuchen.

Weil es mir so geraten wurde, plante ich die Tour in 5 Tagen zu machen, jeweils 2 Marschtage und einen Tag bei den Ruinen plante ich es auch so und suchte mir einen Veranstalter, der mir das so zu meinem Wunschtermin anbieten konnte. Weil mein vorgesehener Reisepartner aber kurz vorher krank wurde schloß ich mich für’s Erste einer kleinen Gruppe an, die es in nur 4 Tagen machen sollte, um nicht ganz alleine unterwegs zu sein.

Da ich im Sommer durch sportliche Aktivitäten bedingt aber körperlich recht fit war und nach kurzer Gewöhnung an die Höhe auch damit gut zurecht kam, war ich bereits am 2. Tag morgens am Lager, was nur noch 1,5 Stunden von den Ruinen entfernt gelegen ist. Nach kurzem Ausruhen konnten wir dann nachmittags die Ruinen besuchen und ausgiebig kennen lernen, was schon mehr als bei einer normalen 4-Tages-Tour war. Da ich aber auch die Morgenstimmung dort miterleben wollte, stand ich am nächsten Morgen früh auf um schon kurz nach Sonnenaufgang wieder bei den Ruinen zu sein. Dieser Besuch den ich letztendlich alleine machte hat sich aber auch richtig gelohnt und ich war mittags wieder am Lager zurück, was aber auch auf einen noch schnelleren Marsch zurück zu führen war.

Der Rest der Gruppe war schon am späten Morgen aufgebrochen um sich auf den relativ anstrengenden Rückweg zu machen und nicht die pralle Sonne abzubekommen, die trotz dortigem Winter gewaltig stark war (ich nutze nie Lichtschutzfaktor 35, dort war es aber nötig). Ich hatte halt mit dem Nachteil zu leben nach dem erträglichen, aber steilen Abstieg den schlimmen Aufstieg in der prallen Sonne zu machen, aber letztendlich holte ich gemeinsam mit meinem privaten Führer Luis bis zur Dämmerung den Rest der Gruppe wieder ein. Für ihn war es anscheinend noch mehr als für mich selber eine gewaltige Schinderei. Der letzte Tag war dann wieder richtig entspannt und zog sich nur, da auf dem Rückweg mit dem Bus eine Hauptverbindung voll gesperrt war und wir immer wieder warten mussten.

Den kommenden Tag verbrachte ich ruhig in Cusco und besuchte dort die Ruinen von Sacsayhuaman, die ich bisher (nicht wirklich gerechtfertigt) ignoriert und als nicht wirklich sehenswürdig abgetan hatte. Dort sah ich mich auch für den Abend schon um, da ich da eine Sondergenehmigung zum Fotografieren bei Nacht, einschließlich Lichtmalerei, hatte und schon einmal sehen wollte was man machen könnte.  Der Abendbesuch lohnte sich dann richtig, weil ich einfach Eindrücke bekam, wozu man normalerweise nicht in der Lage ist.

Den nächsten Tag besuchte ich dann noch einige mir noch nicht bekannte und selten besuchte antike Stätten verschiedenster Epochen im Heiligen Tal der Inka, was letztendlich eine Rekompensation für den 5. Tag der Tour nach Choquequirao war.

Nach einem kurzen Stop in Lima fuhr ich am nächsten Abend mit dem Luxusbus nach Chiclayo weiter, wo ich am nächsten Morgen ankam und dann den Tag nutzen konnte das Tal der Pyramiden von Tucume zu besichtigen, was allerdings im Vergleich zu vielen anderen antiken Stätten Perus sehr ernüchternd war. Den nächsten Tag stand ich recht früh auf, um direkt früh auf den Markt zu gehen, der als einer der ursprünglichsten des Landes gilt und alleine schon den Stopp in Chiclayo wert war. Zusätzlich zum normalen Markttreiben, was fotografisch schon seinen Reiz hat, ist besonders der Schamanen-Markt einen Besuch Wert, wo man Schlangenköpfe besondere Heilkräuter und Ähnliches findet.

Am gleichen Tag mittags machte ich mich dann zu den Stränden im Norden des Landes auf, wo ich abends ankam. Den Abstecher machte ich besonders, da dort in den Monaten Juli-September Buckelwale zu sehen sein sollen, die dort zur Geburt und Aufzucht der Jungen hinkommen, bevor sie dann wieder in kältere Gewässer schwimmen, sobald die jungen kräftig genug sind.

Ein paar mal hatte man dort schon vom Strand aus die Chance eine Mutter mit ihrem Jungen „spielen“ zu sehen, daher unternahm ich noch eine Walsafari mit Biologen, die das von Mancora aus anbieten. Leider gab es genau an dem Tag einen Wetterumschwung und so sahen wir 3 Stunden lang so gut wie gar nichts, bis wir ganz am Ende noch einmal kurz Glück hatten einen Wal zu sehen, auch wenn er gewaltig weit entfernt war.

Aus dem Grunde buchten wir gleich noch eine Tour 2 Tage später, wo wir dann einen ganz tollen Tag erwischten und schon in der ersten Stunde einige Wale und relativ nah beobachten konnten. Dazu sahen wir dann noch Delfine, Seelöwen und Meeresschildkröten also das vollständige Programm, was man dort beobachten kann. Trotzdem war ich ein kleines bisschen enttäuscht, da wir keinen Wal beobachten konnten, der sprang, was ich in weiter Entfernung ein paar Tage vorher vom Strand aus gesehen hatte.

Nach ein paar Tagen Erholung an den wunderbar langen und fast menschenleeren Stränden flogen wir nach Lima zurück, wo wir noch eine Tanzshow besuchten, bevor es für mich nach ein paar Besuchen bei Freunden und Verwandten auch wieder nach Deutschland zurück ging.

Insgesamt gibt es inzwischen nicht mehr viele Flecken in dem Land, die ich gar nicht kenne und die letzten möchte ich, wenn möglich, auch noch irgendwann kennenlernen, um auch gezielt wirkliche Fototouren in dieses tolle Land anbieten zu können.

Hier nun noch einige Impressionen dieser tollen, aber auch schon wieder viel zu lange her liegenden Reise im Juli/August 2013.

 

 

 

 

Dez 222013
 
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ich habe schon mehrfach gesehen, dass Olympus zum Verkaufsstart von neuen Kameras eine Serie von Fotoworkshops zum Testen der neuen Kameramodelle anbietet, die bundesweit von verschiedenen Workshopanbietern durchgeführt werden und als Kreativworkshops bezeichnet werden. Diese Workshops gehen ein paar Stunden und zeichnen sich durch einen sehr interessanten Preis aus, der sich für Abonnenten des Olympus-Newsletter nochmals halbiert.

Nach der Vorstellung der Olympus OM-D E-M1 wollte ich diese Kamera unbedingt testen, da sie wie mein zweites Kamera-System eine MfT-Kamera ist. In letzter Zeit habe ich auch mit der G-Serie von Panasonic gearbeitet, was ich für spezielle Situationen wegen der Kompaktheit und des geringen Gewichts meinen bewährten Sony-Alpha-Kameras gegenüber bevorzuge und wo ich die GX5 immer als eine sehr kompakte Kamera dabei habe, die ich bei einem Fotowettbewerb gewonnen habe und selbst bei Inlineskating-Veranstaltungen in der Gürteltasche Platz findet.

Als ich mir nun das bundesweite Programm von Olympus ansah fiel mir sofort ein Workshop ins Auge, der von der Frank Fischer Fotoschule in Hannover angeboten wurde und der das Thema Tanzfotografie hatte. Da die OM-D E-M1 auch einen sogenannten Live-Bulb-Modus besitzt und mein Interesse ja verstärkt in Richtung Langzeitbelichtungen geht, hatte ich den Eindruck, dass das das richtige Angebot für mich sein könnte und meldete mich dafür an einem Samstag Vormittag an.

Es war für mich, abgesehen von den Angeboten von JanLeonardo, die etwas Anderes sind, seit langem das erste Mal, dass ich selber wieder Workshopteilnehmer und nicht Dozent war und ich war auch gespannt darauf. Letztendlich war es aber auch kein Workshop im klassischen Sinne. Am Anfang stellte Frank Fischer die OM-D mit ein paar durch Olympus gestellten Folien mit ihren Möglichkeiten vor und danach gab es eher ein Modelsharing zum Thema Tanz im Studio als einen Workshop, wo Frank natürlich jedem, der Fragen hatte tatkräftig bei Seite stand, ich selber aber auch Tipps gab.

Der Workshop wurde in einem Studio in der Nähe der Hannover Messe durchgeführt wo 2 unterschiedliche Sets zur Verfügung standen. Ein klassisches Set mit einem schwarzen Papier-Hintergrund und ein zusätzliches mit grau meliertem Stoff-Hintergrund auf  einem Hintergrundständer, wie er auch  für den mobilen Einsatz verwendet werden kann. Der Hintergrund machte sich beim Fotografieren mit offener Blende richtig gut, weiter geschlossene Blenden sollte man aber vermeiden, um keine Falten des Stoffs auf den Bildergebnissen zu sehen.

Zum Shooting waren 2 attraktive Schwestern als Models vor Ort, die beide sowohl immer wieder als Model arbeiten als auch seit Ihrer frühen Jugend tanzen und dort auf verschiedene Stilrichtungen spezialisiert waren. Janine hatte es mehr mit klassischen Tänze und dort auch recht erfolgreich ist, Claudia mit modernen Rhythmen, wie beispielsweise auch Jazz oder Salsa. Beide standen bei jedem Set eine Hälfte des Shootings zur Verfügung, wobei Claudia auch Sprünge auf einem Trampolin machte, während bei Janine eher die Ausstrahlung und die Kleidung das Besondere waren.

Leider verletzte sich Claudia ganz am Ende des Workshops auf dem Stoffhintergrund, wo sie wegen der unebenen Fläche bei tanzenden Bewegungen falsch hintrat und sich ganz unglücklich das Knie verdrehte. Ich hoffe die Verletzung wirkte schlimmer als sie letztendlich war, da Claudia sich sicherheitshalber von einem Krankenwagen abholen lassen musste, um das Knie durchchecken zu lassen, da ein teilnehmender Arzt auch nichts wirklich erkennen konnte. Davor sind aber von beiden Models einige wirklich schöne Bilder entstanden.

Im Großen und Ganzen hat sich der Weg gelohnt. Das Handling der OM-D hat Spaß gemacht und die Kamera eröffnet einige Möglichkeiten, die man aber leider wegen der Bedingungen nicht wirklich ausprobieren konnte, so wie beispielsweise wegen der zu kurzen notwendigen Belichtungszeiten, der Live-Bulb.

Der Live-Bulb scheint aber eine interessante Sache zu sein, wo man zum Fotografieren im Bulb-Modus ein Zeitintervall einstellen kann und, wonach man auf dem Display das bisherige Ergebnis betrachten kann. Meine Frage, die für mich als Nachtfotografen interessant wäre, wie es mit der Bildqualität bei wirklichen Langzeitbelichtungen aussieht, konnte ich leider nicht beantworten. Diese Antwort wäre ein entscheidendes Merkmal, ob es sich lohnt einmal die Panasonic G6 durch eine Olympus OM-D zu ersetzen, da das Manko der G6 das Farbrauschen bei Langzeitbelichtungen ist.

Als Resümee des Tests würde ich sagen, dass die OM-D eine wirklich interessante Kamera mit vielen Möglichkeiten ist, allerdings zweifle ich stark, ob sich für meine Belange der Preis wirklich lohnt. Ich selber würde eher zu einer Sony A7 tendieren, die in der gleichen Preiskategorie liegt, aber einen Vollformatsensor anstatt nur eines MfT-Sensors mit einem Crop-Faktor von 2 besitzt. Nun gut ich sehe einige Vorteile der OM-D, was die Bildstabilisierung und das Handling angeht, diese wirken sich aber auf meine Belange nicht so aus. Daher ist wohl die Sony A7 die Konsequenz bei einer Neuanschaffung, da sie die einzige ist, die für die Nachtfotografie meiner A580 das Wasser reichen kann, sie von der Qualität her übertrifft, einen erschwinglichen Preis besitzt und keinen totalen Systemwechsel bedeutet. Von Größe, Gewicht und Stil gleichen sich die Kameras der beiden Hersteller aber gewaltig und sind halt „mächtige“ Systemkameras ohne Spiegel mit Vor- und Nachteilen.

Die Sony A7 ist die kleinere der beiden neuen Sony-Brüder, die nach Leica die ersten spiegellosen Kameras mit Vollformatsensor sind. Der größere Bruder, die A7R zeichnet sich durch einen fehlenden Tiefpassfilter und einen ganz neuen 36MPix-Sensor im Vergleich zum alt bewährten 24MPix-Sensor der A7 aus. Der fehlende Tiefpassfilter der A7R führt sicher zu einem stärkeren Moire-Effekt, außerdem ist sie was den Autofokus und die Serienbildgeschwindigkeit angeht der A7 wohl unterlegen und preislich nicht ganz so interessant, auch wenn sie immer noch ein ganzes Stück unter einer A99 liegt.

Bei der A7R muss sicher noch ein viel größeres Augenmerk als bei der A7 auf die verwendeten Optiken gelegt werden und das Adaptieren von Altoptiken könnte schwieriger sein, was an den beiden Kameras eigentlich durch das Auflagemaß des Sony E-Bayonetts das Interessante ist. Dazu gibt es einen tollen AF-Adapter, mit dem sich alle Objektive des A-Bayonetts verwenden lassen und teilweise von der Fokussierung her besser und zuverlässiger funktionieren als am Sony/Minolta A-System, zumal man auch ein gutes Fokuspeaking für manuelle Fokussierung hat. Das Alles zusammen hat mich schon auf dem Oktoberfest bei Calumet so begeistert, wo ich die Sony A7 das erste Mal in der Hand hatte.

Meine Zukunft für die Nachtfotografie wird daher sicher eine A7 mit qualitativ hochwertigen und manuell einstellbaren Objektiven sein, trotzdem werde ich für „normale“  Personenaufnahmen nach wie vor bei meiner A850 bleiben, wo man einfach “mehr in der Hand hat“, woran man sich in den Jahren gewöhnt hat und was teilweise auch von potentiellen Kunden erwartet wird.

 

Dez 162013
 
jows-14

Nachdem bei meinem ersten Besuch auf dem Weihnachtsmarkt die berühmte Tanne auf der Alster noch nicht aufgebaut war, wartete ich ab bis dies der Fall war und es einen vom Wetter her einigermaßen schönen Tag gab.

Den hatte es dann auch kurz bevor das Sturmtief „Xaver“ Norddeutschland überquerte und sogar dafür sorgte, dass Dom und Weihnachtsmärkte einen Tag geschlossen bleiben mussten. Ich machte mich also auf einen Spaziergang vom Gänsemarkt über den Jungfernstieg, den Rathausmarkt, der Fleetinsel und wieder zurück zum Gänsemarkt.

Hierbei bleib ich einige Zeit während der Dämmerung und bis zur Dunkelheit auf einer Alsterterrasse, wo ich aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Objektiven die Alster festhielt. Als kurz neben mir Möven mit Brotresten gefüttert wurden nutzte ich auch diese Gelegenheit zu „Langzeitbelichtung“, wo die Bewegung der Möven zu sehen ist, ebenso wie die auffliegenden Möven in meine Alsterbilder einzubeziehen. Außerdem machte ich auf dem Weihnachtsmarkt noch einige abstrakte Bilder.

Unabhängig von Weihnachtsmärkten wollte ich an der Fleetinsel schon längst einmal eine Nachtaufnahme eines Kanals machen, die ich auch durch einen minimalen Zoomeffekt interessanter machen konnte.

Als letzten Punkt auf dem Rückweg machte ich mich mit Fisheye noch zum Emporio Hamburg auf, welches mir schon immer morgens bei Sonnenaufgang wie ein prinzipiell tolles Motiv auffällt, wo ich mich aber auf dem Weg ins Büro noch nie aufraffen konnte auch wirklich einmal mit Kamera durchzulaufen.

 

 

 

Dez 122013
 
jows-01

Schon lange wollte ich mich mal wieder mit Nachtportraits beschäftigen, wofür dich die Speicherstadt und der Hamburger Hafen, wegen der verschiedenartigen Lichter wunderbar eignen.

Als ich mit meiner Frau Ivette Palacios einen Besuch der Elbphilharmonie beendet hatte, ein wunderbarer Abend war und ich auch zumindest meine Panasonic G6 und einen Systemblitz mit dabei hatte, wollte ich die Chance nutzen das einmal wieder auszuprobieren. Für die Improvisation sind dabei auch einige wirklich gelungene Aufnahmen entstanden.

Da ich „blut geleckt“ hatte wollte ich gleich in der Woche danach noch eine TfP-Shooting an der Elbe anschließen, wo ich eigentlich auch dachte noch Lichteffekte, wie Feuer oder Tischfeuerwerk einzubeziehen. Dafür konnte ich auch Nicole Klein gewinnen, die besondere Bilder haben wollte und von der Idee angetan war.

Leider  unterschätzte Nicole die Jahreszeit und besonders einen Ort an der Elbe gewaltig, hatte keine Outfits dabei, die es erträglich gemacht hätten und hatte wohl auch noch ganz andere Vorstellungen, die sich bei diesen Witterungsverhältnissen nicht umsetzen ließen, zumindest nicht wenn man solche Shootings nicht gewöhnt ist.

Somit war das Shooting dann eine sehr schwere Sache. Ich hatte eigentlich viel bessere und umfangreichere Ausrüstung als mit meiner Frau dabei um wirklich ordentliche Bilder machen zu können. Das half mir aber gar nichts, da es Nicole so kalt war, dass ich bezüglich der Einstellungen stark unter Zeitdruck stand.

Wir hatten somit immer nur mal kurze Zeiträume um Bilder zu machen, bevor sie sich wieder etwas aufwärmen musste, leider half auch das nichts, da man auf den Bildern die Kälte förmlich erkennen konnte. Dadurch bedingt konnte ich leider auch meine Vorstellungen mit weiteren Lichteffekten nicht umsetzen. Was sehr ärgerlich, aber auch eine gewisse Erfahrung war. Ein Shooting der Art würde ich noch einmal gerne wiederholen, aber das dann nur mit einem Model, was kälteerprobt ist, für die Kälte passende Outfits dabei hat oder zu einer anderen Jahreszeit.