Feb 262014
 
Februar2014-16

Die letzten Tage waren richtig strahlend und die Temperaturen waren auch schon frühlingshaft, so hat man schon den Eindruck, daß wirklich die ersten Frühjahrsboten zu sehen sind, was auch schon im Radio freudig verkündigt wurde. Das wunderschöne vergangene Wochenende wollte ich natürlich auch nutzen etwas raus zu kommen und eine Kamera durfte natürlich auch nicht fehlen, selbst wenn ich nicht extra zum Fotografieren unterwegs war und dem entsprechend auch nicht die nötige Ruhe hatte vielleicht noch ein paar Langzeitbelichtungen zu machen.

Nach der ganzen relativ grauen Winterzeit hatte man dann auch ein paar schöne Tage wieder voll und ganz nötig und war froh mal wieder die Sonne sehen zu können, selbst wenn es dieses Jahr gar keinen Winter gab, der seinem Namen recht geworden wäre. Zumindest hatten wir ja im Norden wenigstens ja einige kalte Tage, was beispielsweise im Rhein-Main-Gebiet gar nicht der Fall war.

Einen ähnlichen Eindruck hatte man von der Natur, wo alles nur darauf wartet endlich sprießen zu können. So waren teilweise schon Felder richtig schön grün, was letztes Jahr erst im April der Fall war. Man konnte die ersten Baumknospen sehen, die schon kurz vorm Platzen waren, einige Frühlingsblumen steckten schon die ersten Köpfe heraus und selbst den Vögeln merkte man die „gute Laune“ an.

Im Folgenden möchte ich unten ein paar meiner ersten Frühjahrseindrücke zeigen, die ich in Schleswig-Holstein in Ostseenähe erhaschen konnte. Besonders hat mich der schöne Himmel mit den noch kahlen Bäumen beeindruckt, was sich hoffentlich doch noch ein paar Tage so halten wird, da ich diese Chance gerne noch etwas nutzen würde um solche Bäume für Lichtmalereien zu verwenden. Besonders toll wäre dann noch eine immer wieder unterbrochene Wolkendecke, die schöne Strukturen erzeugen kann.

 

 

 

Feb 182014
 
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Auch wenn der Winter bisher nicht viel Winterliches von sich gegeben hat, so gab es doch zumindest in Norddeutschland einige gewaltig kalte Tage, wo Seen und Flüsse fast vollständig zugefroren sind, leider aber halt nur fast. Der Zeitraum bis es wieder warm wurde war leider zu kurz, selbst wenn es immer noch Eisschollen auf manchem Gewässer gibt, auch wenn die kalten Tage schon wieder einige Wochen her sind.
Fotografisch war es aus dem Grunde auch nicht ganz leicht diesen Winter entsprechende Eindrücke auf Fotos zu bannen, trotz allem habe ich es einmal bei fürchterlicher Kälte einen Abend eines ganz akzeptablen Tages an die Elbbrücken geschafft und einen wunderbaren Sonntag an der Elbe für einen Spaziergang genutzt, wo natürlich auch die Kamera nicht fehlen durfte, selbst wenn es nur die Panasonic G6 war, die einfach gut mitzunehmen ist und eine gute Bildqualität liefert, wenn man nicht zu lange belichten möchte. Da ich an einem strahlenden Tag unterwegs war kam ich natürlich auch nicht in diese Verlegenheit, trotz Einsatz eines Graufilters.
Außerdem war ich einen der ersten kalten Tage, an dem es leider sehr grau und trist war, beim Studio wo ich dann trotzdem noch die Chance nutzte einen kleinen Spaziergang am Einfelder See zu machen und es nicht lassen konnte einige kontrastreiche schwarz-weiß-Bilder zu machen.
Insgesamt sind dabei natürlich nicht große Mengen an tollen Bildern entstanden, aber trotzdem einige ganz passable Ergebnisse, die ich endlich auch zusammengefasst hier präsentieren kann, nachdem mich mein Provider ein paar Wochen im Stich gelassen hatte und ich daher nicht in der Lage war neue Artikel mit Bildern zu schreiben.

 

 

 

Feb 162014
 
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Bei der Nachtfotografie sollte man zwischen interior oder exterior unterscheiden. Bei Indoor-Fotos kann man immer Techniken des Lightpaintings verwenden und arbeitet daher immer im BULB-Modus, da man selber steuern kann welche Lichtmenge auf den Sensor fällt . Bei Outdoor-Aufnahmen lässt sich das so nicht generell sagen. Wenn man Outdoor auch absolute Dunkelheit vorfindet, dann ändert dies nichts zur Aufnahme Indoor, dies ist aber normalerweise nicht der Fall, da es meistens irgend eine Art von Umgebungslicht gibt oder man hat sogar Lichtquellen im Bild.

Wenn genug Lichtquellen oder Umgebungslicht im Bild vorhanden ist muss die Belichtungszeit sehr genau gewählt werden. Dies kann passieren indem man sich durch Testaufnahmen mit hohen ISO-Werten und geöffneten Blenden herantestet oder indem man direkt bildbestimmende Bereiche, die der Belichtungsmesser noch erfassen kann, ausmisst. Dazu kommt, daß man noch Umgebungsfaktoren wie Mond, Sterne oder auch Wolken beachten muss.

Wenn der Mond besonders als Vollmond bei klarem Himmel im Spiel ist, dann lassen sich Aufnahmen erzeugen, die fast Tageslichtcharakter haben, die man aber durch abgelichtete Sterne im Bild als Nachtaufnahmen identifizieren kann. Wenn der Mond ein Element des Bildes ist, dann muss man darauf achten, daß er sich sehr schnell bewegt und sehr leicht aus Spur zu erkennen ist und daher verschwimmt. Um dies zu umgehen muss man mit Belichtungszeiten von 1/200 Sekunde oder kürzer arbeiten. Mit kurzen Belichtungszeiten und sehr geschlossener Blende lässt sich der Mond auch schön als „Stern“ in einem Bild darstellen.

Bei Aufnahmen, wo auch Sterne abgebildet werden sollen, muss man sich vor der Aufnahme im Klaren sein wie man die Sterne im Bild haben möchte, ob man wirklich Sternspuren erkenne möchte oder die Sterne, wie sie auch das Auge wahrnimmt als Punkte. Wenn Sterne als Punkte aufgenommen werden sollen, dann darf die Maximale Belichtung entsprechend der Brennweite nicht überschritten werden. Diese lässt sich aus der Formel 500/Brennweite (mm für Kleinbild) bestimmen. Ein Richtwert hierfür wären ca. 25 Sekunden, was aber halt sehr Objektivabhängig ist.

Bei richtigen Sternspuren müssen Belichtungen von bis zu Stunden vorgenommen werden, welche sich am besten aus viel kürzer belichteten Einzelbildern (30 Sekunden bis wenige Minuten) später in der Nachbearbeitung zusammensetzen lassen.

Wenn der Himmel bewölkt ist muss man sich ähnliche Gedanken wie bei den Sternspuren machen. Hier gibt es die beiden Effekte, als erstes scharf gezeichnete Wolken und als zweites sehr verwischte Wolken, was häufig einen sehr schönen Effekt ergibt. Für scharf gezeichnete Wolken muss man mit recht kurzen Belichtungszeiten arbeiten, die allerdings auch nicht generell festgelegt werden können, sondern vom Wind und der Windrichtung abhängig sind. Hier hilft häufig nur ausprobieren bis man den Effekt erzeugt hat, den man sich vorstellt.

Wenn man bei Outdooraufnahmen Elemente des Lightpaintings einbeziehen möchte, dann lässt sich das durch gezieltes  Anleuchten von Bildteilen oder Malen von Objekten in das Bild erreichen.  Beim gezielten Anleuchten spricht man von indirektem Ligthpainting und beim Malen ins Bild von direktem Lightpainting, da im ersten Fall in das Bild hineingeleuchtet wird, aber die Lichtquelle selber normalerweise auf dem Bild nicht zu sehen ist. Beim Malen ins Bild spricht man von direktem Lightpainting, da die Lichtquelle und deren Bewegungen selber der Bildinhalt sind.