Jan 182015
 
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Schon einige Zeit habe ich die Lightpaintings von Erasmo Daaz verfolgt, da sie für mich ganz besondere Effekte darstellten und wirklich interessant wirkten. Als ich nun sah, dass Erasmo beim Bodyart Weekend in der „Kasa de Maquillaje“ Madrid im Januar beteiligt war, worauf ich von Chukos lpwa (Sergey Churkin), einem der Gründer der Light Painting World Alliance hingewiesen wurde, wollte ich es irgendwie ermöglichen etwas mehr über die Lightpaintings von Erasmo zu erfahren.

Im Vorfeld kontaktierte ich ihn, da mir das Wochenende direkt Anfang des Jahres nicht wirklich entgegen kam, aber nach einigem Austausch war ich sicher, dass ich hin musste, da es wohl eine einmalige Gelegenheit war und so meldete ich mich vorsorgehalber schon einmal an und suchte mir danach Flug und Hotel. Letztendlich klappte dann auch alles und ich schaffte es sogar bei der Eröffnungsveranstaltung am Freitag dabei sein zu können. Der Abend lohnte sich dann auch nicht unbedingt wegen seinem Programm, aber weil ich einige „alte Bekannte“ wie Ivan Barco von „Herramientas Lightpainting“ oder Ivan Lucio von „Riders of Light“ dort wieder traf und mich mit ihnen zumindest kurz während der Eröffungsveranstaltung am Freitag  unterhalten konnte.

An den beiden folgenden Tagen nahm ich dann mal wieder selber an einem Workshop teil, den Erasmo gab. Sein Vorgehen war ähnlich wie mein eigenes in meinen Workshops, dass er zu Anfang erst einmal über seine Technik des Lightpaintings erzählte und entsprechende Bilder zeigte und wir danach in die Praxis mussten, wo es dann anders als erwartet überwiegend um Bodypainting ging, aber natürlich mit dem Hintergrund das ganze dann in besonderem Licht zu fotografieren.

Leider kam der Teil der Fotografie dabei etwas kurz, aber trotzdem gab es zumindest die Möglichkeit einige Bilder zu machen, wo ich einige unten dann auch zeigen möchte. Am ersten Tag waren die Bedingungen auch alles Andere als optimal, da das Fotostudio durch einen anderen Workshop belegt war. Aus dem Grunde musste wir in den Flur der Kasa de Maquillaje ausweichen, was natürlich alles Andere als optimal war, da es dort viel „Publikumverkehr“ gab, kein ordentlicher Hintergrund vorhanden war, immer wieder Türen von beleuchteten Räumen geöffnet wurden und auch schon so mehr Licht vorhanden war als man gebrachen konnte. Am zweiten Tag sah das ganze dann schon viel Besser aus, da es ein Halbzelt im Studio gab, wo man fotografieren konnte. Ganz dunkel war es allerdings auch dort nicht, was die Einstellungen vereinfachte, aber das Fotografieren doch nicht ganz einfach gestaltete, weshalb auch manches Bild zu hell wurde ohne etwas dagegen tun zu können.

Meine Idee war halt wirklich Lightpaintings daraus zu machen, also mit Langzeitbelichtungen zu arbeiten, weshalb einige wirklich interessante Bilder dabei entstanden sind, selbst wenn andere Fotografen manches fotografisch perfektere Bild machen konnten, da man halt mit Einstellungen nicht wahllos und von einer Sekunde der anderen hin- und herschwenken kann.  Dies war aber ja auch vorne herein nicht mein Anliegen. Wer Interesse an dieser Art der Fotografie hat kann dieses Jahr bei der Langen Nacht der Fotoworkshops in Hamburg und Köln u.U. Gelegenheit dazu bekommen.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass die Methode von Erasmo, der sich die Tage beim Fotografieren eher heraushielt und mich auch alle andere Fotografen koordinieren ließ, interessant ist, aber nicht ganz meiner Vorstellung entspricht, da er Montagen aus Vordergrund und Hintergrund macht, wo mir eigentlich daran gelegen ist das Alles in einer Aufnahme direkt bei der Belichtung zu kombinieren. Trotzdem könnte ich mir vorstellen auch diese Methode mal auszuprobieren und vielleicht mit Kameradrehungen zu verbinden. Egal wie, war der Aufenthalt ein voller Erfolg und hat mir einige Anregungen gegeben, die ich sicher auch in anderen eigenen Workshops umsetzen werde und die vielleicht auch die Basis für Shootings sein könnten. Daher möchte ich mich auch noch einmal vielmals bei Erasmos für seine Geduld bedanken.

 

 

 

Jan 172015
 
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Schon die letzten Jahre hat mich als Nachtfotografen das Amsterdam Light Festival interessiert, aber ich habe es bisher nie geschafft es mir einmal anzusehen. Für das Fest zur Jahreswende 2014/2015 hatte ich dann mal wieder Pläne und suchte mir eigentlich das Wochenende vor Weihnachten aus, wo es sich aber je näher das Wochenende kam, abzeichnete, dass sich die Fahrt wetterbedingt nicht lohnen würde, deshalb schrieb ich die Pläne eigentlich schon ab.

Als ich wegen Familienbesuchen zu Weihnachten schon einiges weiter im Süden war, hatte ich dann die Idee Amsterdam auf der Rückfahrt einzubinden, was letztendlich dann vom Weg oder in dem Fall Umweg viel besser war als extra dorthin zu fahren. Um nur einen Eindruck davon zu bekommen plante ich einfach nur eine Nacht in Amsterdam ein. Im Nachhinein war es so auch genau richtig, da das Festival nicht so spektakulär war, wie erwartet, selbst wenn ich mich noch einen weiteren Abend mit den Lichtinstallationen hätte beschäftigen können, da sie leider teilweise relativ frühzeitig wieder ausgeschaltet wurden.

Laut Programm gab es 2 unterschiedliche lohnenswerte Touren im Zentrum von Amsterdam, einmal die Water Colors, was Lichtinstallationen waren, die am Rande von Grachten zu sehen waren und sich am besten mit einer Schifffahrt betrachten ließen. Die Tour begann mit einsetzender Dunkelheit, wobei man allerdings relativ lange Wartezeiten in der Kälte einplanen musste.

Die Schiffstour brachte natürlich den unschönen Nebeneffekt mit sich, dass es relativ schwierig war dort technisch perfekte Bilder zu machen. So nutzte ich die Chance und verwendete während der Tour überwiegend mein Lensbaby Composer, teilweise mit Bokehformern, teilweise auch mit den Einsatzlinsen Sweet 35 und Edge 80, wodurch sich recht schöne Lichteffekte einfangen ließen.

Anschließend begab ich mich auf die zweite Tour, einen Fußweg, Illuminade genannt, um die Oper herum mit einigen interessanten Lichtinstallationen. Leider beging ich den Fehler bestimmte Dinge erst sehen zu wollen um später Bilder zu machen. Dies sollte sich rächen, da viele Installationen schon wieder frühzeitig ausgeschaltet wurden, sodaß ich nicht mehr zum Fotografieren kam. Daher habe ich mich dann zu Fuß doch eher den normalen Lichtern, also der Beleuchtung von Gebäuden und Brücken gewidmet und auch ein paar Kameradrehungen ausprobiert.

Auch wenn ich vom Prinzip her etwas enttäuscht war, hat sich der Weg nach Amsterdam doch gelohnt und es sind einige wirklich interessante Bilder entstanden, die ich im Folgenden gerne zeigen möchte.

 

 

 

Jan 162015
 
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Im letzten Jahr war das Wetter im Norden Deutschlands sehr seltsam und nicht wie man es normalerweise zur entsprechenden Jahreszeit erwarten würde. Das macht einem häufig die Planung von Fotoausflügen und besonders Workshops nicht ganz einfach und setzt sich anscheinend identisch im Winter weiter fort, so dass es bisher ein paar ganz wenige etwas kalte Tage, aber keinesfalls wirklichen Winter gab. Den letzten Nachtfotografieworkshop musste ich auch wieder bei Schneeregen beginnen, der wenigstens im Laufe der Zeit aufhörte und nicht so schlimm war, da wir uns zur einführenden Theorie am Eingang zu den Deichtorhallen unterstellen konnten, wo es sogar Heizpilze gab.

Die einzigen klimatischen Höhenflüge waren ergiebige Regenfälle von Mitte Dezember bis Mitte Januar, die mich auch immer morgens in der Dunkelheit auf dem Weg zum Büro auf’s Neue beeindrucken, da sie so interessante Lichtreflexe ergeben. Dabei blieb es aber auch meistens, aber zumindest einmal konnte ich mich auf dem Weg nach Hamburg aufraffen schöne Lichtreflexe in abstrakten Bildern und mit Bewegung festzuhalten, wo ich ein paar hier ausgewählt habe.

Wenigstens zwischen den Jahren, wo ich zum Familienbesuch am Taunus war gab es ein paar richtig tolle Wintertage, die aber auch dort nur ein relativ kurzer Zauber waren. Trotzdem habe ich zwei davon besonders genießen können. Am ersten der beiden Tage schneite es den Tag lang ausgiebig und man hatte am Ende sicherlich 20cm Neuschnee auf dem Auto, diesen Tag nutzte ich für richtige Winterspaziergänge, einmal tagsüber und einmal nachts, wobei ein paar interessante Bilder entstanden sind.

Der folgende Tag war dann das krasse Gegenteil, er war schön kalt, aber richtig klar und so hatte man eine ganz tolle Winterlandschaft. Diesen Tag nutzte ich um endlich mal auf den Kellerskopf zu kommen, wo es einen wunderbaren Ausblick über das Rhein-Main-Gebiet, aber ebenso in den Taunus gibt. Gerade mit Schnee und blauem Himmel war dies einzigartig, wenn auch durch starken Wind bedingt nicht wirklich angenehm dort zu sein.

Den Abend nutzte ich dann noch eine schöne Stelle am Taunusrand mit Blick auf Frankfurt mit seiner Skyline, wo ich schon lange einmal Kameradrehungen ausprobieren wollte. Selbst wenn es gewaltig frisch war und man stark durchgefroren wieder zurück kam, sind dabei einige sehr interessante Gebilde entstanden, die ich im Folgenden zusätzlich zu den anderen schon beschriebenen Bildern auch zeigen möchte.

 

 

 

 

Jan 122015
 
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Auch wenn ich durch das Halten von Workshops in den letzten Wochen nicht wirklich viel kam dazu selber zu fotografieren, was ich gerne gemacht hätte, war ich auch ein paar mal auf Veranstaltungen und sonst nachts unterwegs, wo ich einige neue Ideen bekommen habe und manche Dinge ausprobieren konnte.

Ende August war die Fotofuture, was vom Prinzip her eine tolle Veranstaltung war, aber wo es leider etwas an der Umsetzung gehapert hat, was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass das Konzept ein Versuch war. Hier habe ich wieder einige schöne Inspirationen von JanLeonardo und auch seinem Assistenten Werner bekommen. Leider war der Rest der Veranstaltung etwas enttäuschend, aber zumindest hatte ich auch noch die Freiräume mich noch einmal weiter in bisher nicht gesehenen Gebäuden der Beelitz Heilstätten umzusehen und meinen Vortrag zum Thema LostPlaces (siehe auch ) etwas mit Bildmaterial zu erweitern, den ich beim Fotostammtisch Hamburg im September gehalten habe.

Im September war dann die 550-Jahrfeier in Ellerbek, die ich ja als Anlass nahm um mal wieder Feuerwerksbilder zu machen, wo einige dieser Bilder und noch viel mehr zu sehen sind zu denen ich animiert wurde und worüber ich ja schon berichtet hatte.

Abgesehen von diesen fest geplanten Highlights kam ich aber auch ein paar mal dazu ein paar Dinge mit Elementen von Lichtmalerei und LAPP auszutesten, selbst wenn mir mehr lieber gewesen wäre, dies passiert aber hoffentlich in den nächsten Monaten verstärkt. Man hatte zwar ganz gute Randbedingungen, da es relativ lange warm war, trotzdem kommen ja noch sehr viele wirklich lange Nächste, die sich entsprechend angezogen gut auskosten lassen.

 

 

 

Jan 032015
 
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Seit Jahren hatte ich es auch vor mir als überwiegend Sony-Fotograf einmal das Alpha-Festival in Berlin anzusehen, was jährlich am 1. Wochenende im Oktober stattfindet. Da ich noch gesehen hatte, dass im Oktober 2014 gleichzeitig Berlin leuchtet stattfand wollte ich das als Anlass nehmen es mir einmal anzusehen um mich dort ggf. in einem der kommenden Jahre auch als Dozent anzubieten.

Als Teilnehmer war ich letztendlich vom Programm des Alpha-Festivals nicht so begeistert, selbst wenn die Ankündigungen recht interessant geklungen haben. Trotzdem war es eine gute Erfahrung, wo es auch die Möglichkeit verschiedener Kamera- und Objektivtests gab, was ich nachts ausnutzte.

Unter der Veranstaltung Berlin leuchtet hätte ich mir auch etwas mehr erhofft, aber das war sicher eher ein subjektiver Eindruck, da ich das Festival of Lights schon ein paar Mal erlebt habe und dies halt der jährliche Höhepunkt der Beleuchtung in Berlin ist, wo ich im Nachhinein sogar sagen muß, daß dagegen selbst das Amsterdam Lightfestival verblasst (Bilder dazu folgen noch!).

Außerdem war ich in diesem Rahmen auch auf der Suche nach eigenen Themen, die sich in Berlin umsetzen lassen könnten. Der Hintergrund war, dass ich mit dem Gedanken spiele bei diesem Festival selber mal als Dozent tätig zu werden oder auch die Tatsache, dass es voraussichtlich auch eine lange Nacht der Fotoworkshops in Berlin geben wird, wo ich dann auch wieder gerne als Dozent dabei wäre.

In diesem Zusammenhang habe ich mir auch das Thema Street-Art genauer angesehen, wo ich einige schöne Kunstwerke gefunden habe. Leider habe ich es wieder nicht geschafft mal den Tipps meines Freundes Mario Rubio nachzugehen, der die Rosenheimer Straße empfohlen hat und selber gerne wüsste wie es dort heute aussieht, da er auch Bilder von dort in seinem Buch veröffentlicht hat. Zu einem späteren Zeitpunkt ich dann noch von einer Bekannten aus dem Saarland den Tipp bekommen, dass auch die Gegend um den Alexanderplatz (beispielsweise Dircksenstraße/Rochstraße und Umgebung) bezüglich Street-Art sehr lohnenswert ist, da dort sogar Touren angeboten werden, daher war das wohl bezüglich dieses Themas nicht der letzte Aufenthalt in Berlin.

Auch die Themen Architektur und Street-Fotografie bieten sich gerade in einer teilweise so modern umgebauten Stadt wie Berlin an. Dies habe ich dann auch am Rande einmal genutzt um mich dafür umzusehen und schon eigene Ideen bezüglich geeigneten Locations zu bekommen.

Einige der dabei entstandenen Bilder möchte ich im Folgenden noch zeigen.

 

 

 

Jan 032015
 
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Auch wenn es schon etwas Zeit her ist, möchte ich noch ein paar Bilder zeigen, wodurch ich durch meinen Fotostammtischtermin im September 2014  angeregt wurde. Dabei kam auch das Thema Street-Art auf, was auch einige rechtliche Fallstricke mit sich bringen kann, aber nicht zwingend machen muss.

Außerdem kam man auch auf Bauwerke, die genau genommen schon nicht mehr als Lost-Places zu bezeichnen sind, da sie als Bauwerke mit historischem Stellenwert schon Denkmäler und keine Lost-Places im wörtlichen Sinne mehr sind. Hierbei wurde besonders über Belchite, wo ich im Sommer in Spanien war, aber auch beispielsweise über das Olympische Dorf von 1936, was sich etwas außerhalb von Berlin befindet, gesprochen.

Diese Diskussionen habe ich in den folgenden Wochen wieder aufgegriffen und mal eine Fototour durch’s Schanzenviertel in Hamburg organisiert, die leider nicht so erfolgreich verlaufen ist, da ich dabei erst einmal sehen wollte was es gibt und wo man etwas machen kann. Dazu kam dann noch ein sehr unsicheres Wetter, wo es nach relativ kurzer Zeit einen fürchterlichen Regenguss gab, durch den bedingt sich dann die Gruppe auflöste, was mich allerdings persönlich nicht weiter störte, da ich meine Pläne alleine beendete und auch ein paar Graffitis mir im Dunkeln vornahm und mich mal wieder mit Taschenlampe daran versuchte.

Außerdem hat mich der Gedanke an das olympische Dorf nicht mehr in Ruhe gelassen und als ich so oder so nach Berlin musste nutzte ich die Chance das Dorf zu besuchen. Dort kaufte ich mir dann auch eine vollständige Fotolizenz, da ich den Hintergedanken hatte, dass dies auch mal eine kostenpflichtige Fototour werden könnte, die ich organisieren könnte.