Mrz 272015
 
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Am Freitag den 20. März 2015 gab es über Europa das Naturphänomen einer Sonnenfinsternis zu beobachten. In Deutschland gab es zwar nur eine partielle Finsternis, aber zumindest im Norden Europas, besonders zwischen Grönland und den Färöer Inseln, hätte man das Schauspiel einer vollständigen Sonnenfinsternis miterleben können. Im Norden Deutschlands hatte man daher die vollständigste Abdeckung der Sonne.

Die nächste Chance hierzulande etwas Ähnliches zu sehen wird man am 12.08.2026 haben und die nächste wirklich vollständige Sonnenfinsternis lässt noch gewaltig auf sich warten, nämlich bis zum 02.09.2081.

Dieses Ereignis wollte ich zumindest auch fotografisch einfangen und bastelte mir daher schon ein paar Tage vorher für einige Objektive aus Filterfolie Sonnenfilter, die ich durch Zufall wegen einer Idee für einen Lightpainting-Pinsel zu Hause hatte. Wie sich herausstellte war dies auch Glück, da es teilweise schwierig war eine solche Folie oder entsprechende Brillen zu bekommen.

Natürlich wollte ich auch schon einmal vorher ausprobieren wie sich die Sonne wirklich damit fotografieren lässt. Aus dem Grunde suchte  ich ein paar Tage vorher bei schönem Wetter abends den Stadtpark auf, wo man zu der Zeit gut auf die Sonne sehen kann und probierte aus wie ich am besten die Kamera einzustellen hätte. Dabei stellte ich fest, daß zu einer bestimmten Uhrzeit genau die startenden Flugzeuge des Hamburger Flughafens durch die Sonne fliegen. Leider sah ich dies erst relativ spät und als ich gerade mit relativ langer Belichtungszeit testete, daher war dann auf dem entsprechenden Bild nichts weiter als eine Linie durch die Sonne zu erkennen. Später kommende Flugzeuge flogen dann leider schon über die Sonne hinweg. Auf jeden Fall ist dies eine Situation, die ich gezielt noch einmal aufsuchen möchte.

Auch wenn der Wetterbericht für den eigentlichen Tag der Sonnenfinsternis nichts Gutes verhieß war ich nach dem Aufstehen bester Dinge, da es einen blauen Himmel ohne Wolken gab. Leider bewahrheitete sich dann doch der Wetterbericht, da um ca. 9:00 Uhr – ganz pünktlich vor der Sonnenfinsternis – eine dicke Hochnebelschich auf Hamburg zukam und sich auch nicht mehr besserte. Dies hatte zur Folge, daß man von der Sonne gar nichts mehr sehen konnte, was mich sehr ärgerte. Da ich aber nicht kapitulieren wollte setzte ich mich ins Auto um Richtung Niedersachsen zu fahren. Kurz vor dem Elbtunnel schaute dann mal kurz die Sonne aus der nebelschicht heraus und man konnte schon erkennen, daß sie minimal verdeckt war. Leider kamen aber sofort wieder Wolken nach und endlich in den Harburger Bergen erkannteich, daß es heller wurde und suchte mir ein freies Feld in der Nähe der Autobahn.

Dort baute ich dann die Kamera auf und verwendete nach meinen Erfahrungen der Vortage auf meiner Sony A7 ein 800mm Spiegeltele mit 2-fach Konverter um die Sonne ziemlich Bildfüllend abzulichten. das Problem daran war dann natürlich bei einer solchen Brennweite überhaupt die Sonne auf dem Bild zu finden. Hier behalt ich mir indem ich erst einmal mein Kit-Objektiv mit Telebrennweite verwendete, die Sonne mittig plazierte und dann das Objektiv wechselte, während ich zwischen Sonne und Kamera stand, um den Sensor nicht zu schädigen. Ganz einfach war es trotz Allem nicht die Sonne zu finden, da sich die Sonne für ein 1600mm Tele ziemlich schnell bewegt, aber mit etwas Herumprobieren ging es (sogar wiederholt – nach dem Wechseln eines Akkus).

So konnte ich dann endlich ein paar Bilder machen, leider erwischte ich so natürlich auch nicht mehr alle Stadien der Sonnenfinsternis. Dazu kam dann, daß die Wolken natürlich weiter zogen, weshalb dann nach kurzer Zeit auch dort die Sonne wieder in den Wolken verschwand. Man konnte dies auch wunderbar verfolgen, da plötzlich mit Sonnenfilter keine Bilder mehr möglich waren, worauf nur irgend etwas zu erkennen war. Zumindest konnte ich im letzten Moment bevor die Sonne ganz weg war (ohne Sonnenfilter) noch einmal auslösen. Das wollte ich natürlich so nicht auf mir sitzen lassen und stieg wieder ins Auto und fuhr bis nach maschen weiter, wo es wieder wunderbar klar war. Dort konnte ich wieder einige Auslösungen hinbekommen und machte auch 2 Bildserien während derer die Sonne sich einmal vollständig durch den Bildausschnitt bewegte. Als dann wieder die Wolken nachkamen packte ich wieder Alles ein und fuhr nach Hause.

Auch wenn ich keine vollständige Sonnenfinsternis beobachten oder fotografieren konnte, so erfuhr ich danach, daß ich noch einigermaßen Glück hatte, da ich von befreundeten Fotografen aus Frankreich oder Spanien rein schwarze Sonnenfinsternisbild zu sehen bekam. Ein paar Bilder zeige ich nun im Folgenden und hoffe, daß sich das nächste mal sehr viel mehr beobachten lässt und ich auch die Chance dazu haben werde.

 

 

 

Mrz 252015
 
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Ich besuchte Ende November des letzten Jahres mal wieder (zumindest einen Tag) die Jahresversammlung der deutschen Fotografischen Akademie, die mir wie das Jahr zuvor auch sehr gut gefiel und wieder einige Anregungen gab, was man noch ausprobieren könnte. Dabei ist mir der Vortrag von Andrej Glusgold besonders in Erinnerung geblieben, der dabei auch seine Serie „Black Forest“ zeigte.

In der oben genannten Serie zeigt Andrej Glusgold schwarz-weiße Bilder von Bäumen, die er tagsüber fotografiert hat aber wie in der Nacht wirken. Genau das wollte ich ausprobieren und nutzte dabei besonders die kahlen Bäume des Winters, da diese einfach noch besonderer wirken und durch das Fehlen der Blätter noch bessere Kontraste entstehen, dier dafür notwendig sind. Ich probierte dabei sowohl krative Belichtungen wie unter der Verwendung eines Lensbaby als auch Bilder, die man als korrekte Fotos bezeichnen könnte.

Auch wenn mir die Bilder in den letzten Monaten in Vergessenheit geraten sind, so möchte ich doch noch ein paar  Ergebnisse dieser Serie im Folgenden zeigen. Sicher werde ich aber in dieser Richtung noch weiter arbeiten, wenn es sich wieder anbietet und bestimmt noch das Eine oder Andere interessante Bild der Art machen.

 

 

 

 

Mrz 252015
 
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Vor einiger Zeit bin ich über die Webseite des belgischen Fotografen François van Bastelaer gestolpert, der sich auf Wasserspiegelungen spezialisiert hat und die Bildergebnisse teilweise umdreht, was ihnen einen ganz besonderen Eindruck verleiht. Dies habe ich dann in den ersten Wochen des Jahres auch immer wieder ausprobiert, wenn ich mal mit der Kamera unterwegs war, wobei ich gemerkt habe, daß sich mit Spiegelungen wirklich schöne Dinge machen und tolle Effekte erreichen lassen.

Nach der Vorstellung verschiedener kreativer Fotografietechniken mit einfachen Mitteln durch Frank Müller beim letzten Fotostammtisch musste ich feststellen, daß sich hier unsere Interesse auch etwas decken. Daher werde ich Frank auch bei dem Plan einer Fototour durch die Speicherstadt mit dem Ziel Spiegelungen bei der Umsetzung etwas unterstützen, da nach dem Stammtisch der Anklang sehr hoch war und sich sehr schnell sehr viele angesprochen fühlten und das ausprobieren wollen.

Im folgenden zeige ich ein paar Bildergebnisse, die natürlich nur beispielhaft sein können, da das Thema so vielseitig ist.

 

 

 

Mrz 162015
 
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Nachdem ich es in den letzten Wochen nicht geschafft habe nur irgend etwas zu schreiben, weil ich viele Workshops gegeben habe, die überwiegend ganz neu waren und auch entsprechende Vorbereitungen notwendig waren, schaffe ich es endlich am Tag, wo die große Entscheidung über die Olympiabewerbung 2024 fallen soll, Bilder von zwei Veranstaltungen für diesen Zwecke zu zeigen. Die Veranstaltungen wurden als Auftakt in Hamburg organisiert um die Entscheidung bezüglich der Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen Spiele 2024 etwas zu pushen.

Am 4. Januar gab es im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntags eine Veranstaltung unter dem Namen „Feuer und Flamme“, wo es einen Lichterlauf, ein buntes Bühnenprogramm am Jungfernstieg und als krönenden Abschluss ein Feuerwerk über der Binnenalster gab. Da Alles auf die Olympiabewerbung ausgerichtet war, gab es auch eine Beleuchtung aus den Farben der Olympiabewerbung rund um die Binnenalster, dazu waren die Alsterdampfer auch in den beiden Farben der Olympiabewerbung auf der Binnenalster unterwegs.

Am 20. Februar gab es um die Binnenalster herum die Veranstaltung „Fackeln für Olympia“, wo die Zustimmung der Bevölkerung für Olympische Spiele 2024 unter Beweis gestellt werden sollte, was auch eindrucksvoll gelang, da sogar ein Guiness-Rekord aufgestellt wurde, für die Anzahl der um die Alster herum angezündeten fackeln. An diesem Tag merkte man mit wieviel Eifer die Hamburger dabei waren, da es zu diesem Rekord kam, obwohl es einen nicht vor die Türe zog, weil einfach nur das typische Hamburger Schietwetter war. Die Kulisse war einfach eindrucksvoll, da man rund um die Binnenalster herum ein Feuerband erkennen konnte, was auf Bilder wie eine durchgehende Linie aussah.