Mai 112016
 
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nachdem der World Pinhole Day 2015 schon völlig ins Wasser gefallen war, machte ich in diesem jahr einen erneuten Anlauf etwas zu organisieren, womit ich auch früher als letztes Jahr anfing und wofür ich auch meinen Fotostammtisch so wie verschiedene Gruppen nutzte, um Interesse für dieses  Thema zu wecken, was mir auch einigermaßen gelungen ist.

Leider machte mir das Wetter wieder einen Strich durch die Rechnung und es war genau der Tag Ende April, wo es nochmals schneite. Trotzdem machten sich 8 hart gesottene auf mit mir in der Hafencity in Hamburg ein Paar Lochplatten-Aufnahmen zu machen. Wir trafen uns während es noch schneite, und fingen an den Magellan-Terrassen an in Richtung Elbphilharmonie zu laufen und setzten dann unseren Rückweg an der Elbe entlang fort, um einige Stunden später wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Im Laufe der Tour wurde das Wetter immer schöner und es gab am Ende auch noch schöne Lichtreflexe durch die Sonne, die dann heraus kam. Am Ende benötigten wir dann noch etwas zum Aufwärmen, wo wir dann auf 3 Leute reduziert waren.

Egal wie die Verhältnisse waren hat der Nachmittag Spaß gemacht und ich werde nächstes Jahr wieder probieren etwas Ähnliches zu organisieren. Anbei möchte ich noch ein paar Bilder zeigen, die an dem Tag entstanden sind, auch wenn ich selber nicht so viel zum Fotografieren kam.

 

 

 

 

Feb 092016
 

Der Markt für Digitalkameras bietet ein reichhaltiges Angebot, das sich aus verschiedensten Kameratypen zusammensetzt. Ob Freizeit-Kompaktkamera, Outdoor-Modell oder professionelle Spiegelreflex, für jede Anwendung gibt es die passende Digitalkamera.

 

Nutzungszweck als Grundlage für die Kaufentscheidung

Wer sich eine Digitalkamera zulegen möchte, sollte im Vorfeld überlegen, für welche Zwecke das Gerät nach der Anschaffung überwiegend genutzt werden soll. Diese Überlegung hilft dabei, die Auswahl der Angebote effektiv einzugrenzen, da je nach Anwendungszweck unterschiedliche Anforderungen an die Technik der Kamera gestellt werden. Wer diese beispielsweise eher im Hobbybereich oder für Schnappschüsse im Urlaub benutzen will, ist mit einer weitestgehend automatisierten Kompaktkamera wohl besser beraten als mit einer aufwändigen Spiegelreflexkamera, bei dem viele Einstellungen manuell vorgenommen werden müssen. Mittlerweile können es sogar einige Smartphone-Kameras mit manchem Kompaktkamera-Modell aufnehmen. Anders sieht es hingegen aus, wenn das Gerät für hochauflösende Landschaftsaufnahmen oder Produktbilder genutzt werden soll. Hier geraten Standard-Kompaktkameras schnell an ihre Grenzen, da die kompakte Bauweise der Erstellung professioneller Aufnahmen meistens im Weg steht. Im kostenlosen E-Book von www.digitalkameratrends.com finden Sie eine ausführliche Kaufberatung für Digitalkameras.

 

Funktionsumfang nach Bedarf auswählen

Einige der Digi-Cams auf dem Markt sind wahre Multifunktionstalente und verfügen mit Features wie WLAN-Empfänger, Videofunktion oder integrierter Bildbearbeitung eine große Bandbreite an Nutzungsmöglichkeiten. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass die Vielzahl an Funktion innerhalb eines Gerätes häufig zu Lasten der Einzelkomponenten geht. Wer also zum Beispiel ausschließlich fotografieren möchte, sollte besser auf nicht benötigte Funktionen einer Kamera verzichten und ein Modell kaufen, das im Bereich der Fotoaufnahmen eine bestmögliche Qualität bietet. Gleiches gilt auch für die Beschaffenheit des Gehäuses. So muss eine Kamera, die ausschließlich im Trockenen genutzt wird, nicht unbedingt wasserdicht sein.

 

 

 

Aug 202015
 
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Überall wurden die Perseiden 2015 als besonders lohnenswert angegeben, um Sternschnuppen zu beobachten und zu fotografieren, da es dieses Jahr beste Fotovoraussetzungen geben sollte. Das Phänomen basiert auf dem Meteorstrom der Perseiden, wonach es benannt ist. Es ist auf abgelöste Stückchen des Kometen „109P/Swift-Tuttle“ während der Tage zurück zu führen, wo die Erde die Flugbahn des Kometen kreuzt.

Wegen der vielen Artikel zu dem Thema wollte ich mich dem auch annehmen und sah auch im Wetterbericht, daß genau die Hauptnacht (12.-13. Ausgust 2015) recht schön werden sollte. Den ganzen Tag wollte man nicht so recht daran glauben, da es in Hamburg eine ganz hartnäckige Wolkenschicht gab, die auch immer Wieder Regen im Gepäck hatte.

Am 12. August war auch noch die Bladenight in Kiel, wo ich mal wieder als ordner mitmachen wollte, wie so häufig schon. Diese Chance wollte ich dann auch nutzen um die darauffolgenden ersten Stunden der Nacht am Strand zu nutzen. Schon tagsüber suchte ich mir ein paar Stellen nördlich von Kiel, wo ich es mir vorstellen konnte. Allerdings sah Alles in der Dunkelheit ganz anders aus und es gab auch negug Andere, die sich das Himmelsschauspiel nicht entgehen lassen wollten, weshalb es letztendlich schwierig war einen Flecken zu finden, wo man fotografieren konnte und nicht andere Leute auf’s Bild bekam. Nach einiegem Suchen fand ich aber trotzdem einen entsprechenden Flecken, wo es auch nicht zu viel Licht am Horizont gab.

Hier verbrachte ich einige Stunden und konnte während der Zeit auch einige beeindruckende Sternschnuppen beobachten, allerdings waren sie hierzulande nicht in der Masse zu sehen wie angeküngt war. Zusätzlich waren sie auch nicht zuverlässig in nordöstlicher Richtung zu sehen, wo ich sie eigentlich erwartet hätte. Aus dem Grunde war es auch nicht ganz einfach Sternschnuppen zu fotografieren.

Trotzdem konnte ich einige schöne Nachtaufnahmen machen und habe dabei sogar einige Sternschnuppen erwischt. Trotzdem möchte ich es wiederholen und das vielleicht schon bei den Geminiden im Dezember, wenn dann auch das Wetter wieder mitmacht. Die Bedingungen während der Geminiden sollen sogar noch besser sein sein als während der Perseiden.

Ein paar der entstandenen Bilder möchte ich im Folgenden zeigen.

 

 

 

Aug 022015
 
Photocall Lightpainting World Bodypainitng Festival 2015

Im Rahmen des Bodylightpaintings, was Erasmo und ich zusammen als Workshop auf dem World Bodypainting Festival in Pörtschach gegeben haben (siehe auch http://blog.jows-fotografie.de/bodylightpainting-workshop-auf-dem-wbf2015), entstand auch die Idee sich auf dem Fest mit dem Thema Lightpainting an sich zu beteiligen.

Hier kam uns die Methode eines Photocalls, wie wir es schon mehrfach gesehen haben und wie es besonders in Spanien verbreitet ist, als besonders passend vor. Um nicht direkt ins kalte Wasser springen zu müssen, nahmen wir an einem der Hauptabende des Festivals in Kauf diesen nicht miterleben zu können und einen Test zu machen wie wir in dieser Form zusammen arbeiten können.

Es war recht schwierig auf dem Festivalgelände eine geeignete Lokation zu finden, da es überall sehr helle Lichtquellen gab, die natürllich bei diesen Plänen störend wirkten. Letztendlich fanden wir doch einen Platz, wo wir allerdings einige male auch die Aufnahme abbrechen und neu beginnen mussten, da immer mal ein Auto vorbeikam, welches mit den Scheinwerfern natürlich genau in die Kamera leuchtete.

Auch wenn der Abend so ganz anders verlief als die „normalen“ Festabende hatten wir viel Spaß dabei und den Eindruck, daß der Test mehr als erfolgreich war, da wir Leute mit dem Thema Lightpainting konfrontierten, die sich aus den reinen Worten keinen Reim machen konnten und von den Ergebnissen umso begeisterter waren.

Wir hoffen in diesem Rahmen auch den Einen oder Anderen interessiert gemacht zu haben und das ganze Vorhaben bei nächster Gelegenheit in ganz anderem Umfang durchführen zu können. Einen kleinen Eindruck davon möchte ich noch mit den Bildern im Folgenden geben.

 

 

Die Fotos sind entstanden unter der Mithilfe von:

Erasmo Daaz, Ivette Palacios, Daniela Casuneanu, Lara Lee, Chan Hee Park, Kai Yiu, Hayane Jang, Mike J. Shane, Wolfgang Reicherter, ….

Ich möchte allen danken, die trotz des parallelen Festivals so schön geduldig waren und  Model standen oder mich bei der Umsetzung der Fotos unterstützten, die alleine so nicht möglich gewesen wären.

 

Apr 092015
 
Jessica-Dittmer

Am 26. April 2015 findet der „Fifteenth Worldwide Pinhole Photography Day“ statt. In diesem Rahmen möchte ich auch anregen die Lochkamera-Fotografie einmal auszuprobieren und biete deshalb eine kleine Fototour  an, um dies gemeinsam auszuprobieren.

Voraussetzung ist natürlich eine Lochkamera oder eine Digitalkamera, die als Lochkamera verwendet werden kann und das ist eigentlich jede Digitalkamera (siehe unten). Man muss sie sich nur mit einem kleinen Trick entsprechend herrichten. Es gibt natürlich auch schon fertige Lochblenden für Spiegelreflex oder Systemkameras, wie beispielsweise ein Pinhole-Einsatz für das Lensbaby oder das Subjektiv oder bei Enjoyyorcamera die Lochblende Rising Pinhole, was fertig umgebaute Objektivdeckel für die gebräuchlichsten Bayonett-Anschlüsse und mit Blenden zwischen 91 und 223 je nach Anschluss sind. Außerdem gibt es von Loreo „lens in a cap“, wobei ein Aufsatz mit kleiner Linse und Blende 64 geliefert wird, was aber halt keine 100%ige Lochkamera ist, da das Prinzip der Lochkamera eigentlich ist linsenlos zu fotografieren. Sicher gibt es auf dem Markt auch noch einige weitere Produkte, worüber ich aber nichts sagen kann.

Lochkameras (siehe auch bei Wikipedia) waren ganz einfache Kameras, wo nur durch ein Loch in einem lichtdichten Hohlkörper eine spiegelverdrehte Abbildung einer Szene abgelichtet werden konnte. Dies lässt sich heute auf eine der beschriebenen Arten auch mit Digitalkameras erreichen. Das Merkmal der Lochkamerafotografie ist, daß man mit einem möglichst kleinen Loch arbeitet, welches im Normalfall viel kleiner als die kleinste Blendenöffnung einer Kamera ist. Lochblenden-Fotos zeichnen sich durch eine leichte Unschärfe im gesamten Bild aus, die Schärfentiefe dagegen ist nahezu unendlich. Durch die Größe des Lochs lässt sich der Grad der Bildschärfe steuern. Je kleiner das Loch ist, desto höher wird die Bildschärfe, was beim Basteln von Pinhole-Objektiven oder Pinhole-Vorsätzen zu beachten ist.

Dadurch bedingt, daß man durch eine sehr kleine Blende fotografiert, braucht man relativ lange Belichtungszeiten, was ggf. die Einschränkung ist, wenn man mit Kompakt- oder Bridgekameras fotografieren möchte. Dadurch werden Bewegungen im Bild, wie bei Langzeitbelichtungen üblich unscharf dargestellt. Dazu ist man im Normalfall gezwungen wegen der recht langen Belichtungszeit ein Stativ zu verwenden. Wenn man aus der Hand fotografieren möchte bleibt einem nichts Anderes übrig als  extrem hohe ISO-Werte zu verwenden, was durch das dadurch bedingte starke Rauschen ggf. sogar den Charakter der Pinhole-Fotografie verstärkt. Im Normalfall lässt sich noch die Belichtungsautomatik der Kamera verwenden, trotzdem ist es sinnvoll auf den voll manuellen Modus umzustellen, wenn die Kamera es erlaubt, um gezielt die Bildwirkkung zu bestimmen und nicht dauern messen zu müssen und Fehlmessungen in Kauf nehmen zu müssen, die bei Lochblenden relativ häufig auftreten.

Beim Fotografieren mit einem Pinhole-Objektiv- oder Vorsatz wird man sehr schnell sehen, ob es bei der verwendeten Kamera Sensordreck gibt, der entfernt werden muss, da er sehr viel besser als bei der Verwendung der kleinsten Blende eines „normalen“ Objektivs abgebildet wird. Bei Spiegelreflex- oder Systemkameras bietet sich daher eine Sensorreinigung vor der Verwendung an, wenn man nicht in der Nachbearbeitung mühsam jede Verunreinigung entfernen möchte.

Es gibt verschiedene Varianten eine Digitalkamera in eine Lochkamera zu verwandeln, wobei Spiegelreflex- oder Systemkameras am Besten dafür verwendet werden können, da das eigentliche Prinzip einer Lochkamera ist ohne Linse zu fotografieren, was sich bei Bridge- oder Kompaktkameras ja nicht einfach umsetzen lässt.

Für Wechselobjektivkameras kann ein Kameradeckel verwendet werden, der eigentlich dazu dient den Sensor zu schützen solange kein Objektiv montiert ist. Wenn man in den Kameradeckel mittig ein Loch bohrt lässt er sich direkt als „Pinhole-Objektiv“ verwenden. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, daß das Loch so klein wie möglich ist, da das Bild mit größerem Loch immer mehr verschwimmt. Ein Trick ist hier ein ggf. größeres Loch zu Bohren und dieses mit Klebeband oder Folie abzudecken, worein man mit einer feinen Nadel ein kleineres Loch sticht. Auf diese Weise lässt sich sogar ein Lochsieb herstellen, indem man mehrere Löcher sticht. Bei der Herstellung muss unbedingt darauf geachtet werden, daß vor der Verwendung die bearbeitete Objektivkappe gereinigt wird und nicht noch Bohrstaub besitzt, der dann auf den Sensor fällt. Außerdem ist es sinnvoll die Kappe nicht auf der Kamera aufgesetzt zu bearbeiten, da man sonst ggf. sogar den Sensor beschädigen kann.

Eine andere Möglichkeit, die mit Wechselobjektivkameras so wie Kameras mit festen Objektiven verwendet werden kann, lässt sich mit Hilfe eines kleines Kastens oder Objektivaufsatzes basteln. Hier entspricht man halt nicht dem Prinzip der linsenlosen Fotografie, wenn man ein an die Kamera angesetztes Objektiv darun verwendet. In diesem Fall geht man folgendermaßen vor: Entweder man Bastelt sich einen Pappvorsatz vor dem Objektiv oder man verwendet dazu eine Konservendose oder einen Joghurtbecher. In den am Objektiv angebrachten Vorsatz wird dann mittig ein feines Loch gestochen. Diese Methode ist nur eingeschränkt nutzbar, da es etwas auf die Brennweite des verwendeten Objektivs ankommt, wenn die Lochblende auf ein Objektiv aufgesetzt wird. Bei zu geringen Brennweiten wird man hier nämlich noch den kreisförmigen Bildausschnitt bekommen. Zusätzlich ist eine 100%-ig Abschirmung gegen Seitenlicht nicht so einfach.

So leicht kann eine Pinhole-Kamera gebastelt werden und so kann fast jeder am Lochkameratag teilnehmen. Ich hoffe daher auf viele Teilnehmer bei meiner Fototour in Hamburg  und interessante Versuche in der Pinhole-Fotografie.

Außer ein paar Bildern von Umbauten möchte ich hier auch noch gleich ein paar kleine Beispiele aus meinen  Versuchen der letzten Tage zeigen.

Mein Vorsatz für den 26. April eine eigene Veranstaltung zur Lochkamerafotografie ist leider vollkommen ins Wasser gefallen, da mir im Laufe des Wochenendes bis zum Startzeitpunkt alle Teilnehmer abgesagt haben, was wohl dem sehr ungemütlichen Wetter geschuldet war. Leider war daher eine Absage das beste, weil halt auch sehr wenig Licht gewesen wäre, was die Lochkamerafotografie auch noch erschwert hätte. In den letzten Wochen vorher bin ich allerdings auch noch auf 2 recht interessante Artikel dazu gestoßen, die ich hier noch anführen möchte:

1. Fotomagazin

2. Prophoto

 

 

 

Jan 172015
 
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Schon die letzten Jahre hat mich als Nachtfotografen das Amsterdam Light Festival interessiert, aber ich habe es bisher nie geschafft es mir einmal anzusehen. Für das Fest zur Jahreswende 2014/2015 hatte ich dann mal wieder Pläne und suchte mir eigentlich das Wochenende vor Weihnachten aus, wo es sich aber je näher das Wochenende kam, abzeichnete, dass sich die Fahrt wetterbedingt nicht lohnen würde, deshalb schrieb ich die Pläne eigentlich schon ab.

Als ich wegen Familienbesuchen zu Weihnachten schon einiges weiter im Süden war, hatte ich dann die Idee Amsterdam auf der Rückfahrt einzubinden, was letztendlich dann vom Weg oder in dem Fall Umweg viel besser war als extra dorthin zu fahren. Um nur einen Eindruck davon zu bekommen plante ich einfach nur eine Nacht in Amsterdam ein. Im Nachhinein war es so auch genau richtig, da das Festival nicht so spektakulär war, wie erwartet, selbst wenn ich mich noch einen weiteren Abend mit den Lichtinstallationen hätte beschäftigen können, da sie leider teilweise relativ frühzeitig wieder ausgeschaltet wurden.

Laut Programm gab es 2 unterschiedliche lohnenswerte Touren im Zentrum von Amsterdam, einmal die Water Colors, was Lichtinstallationen waren, die am Rande von Grachten zu sehen waren und sich am besten mit einer Schifffahrt betrachten ließen. Die Tour begann mit einsetzender Dunkelheit, wobei man allerdings relativ lange Wartezeiten in der Kälte einplanen musste.

Die Schiffstour brachte natürlich den unschönen Nebeneffekt mit sich, dass es relativ schwierig war dort technisch perfekte Bilder zu machen. So nutzte ich die Chance und verwendete während der Tour überwiegend mein Lensbaby Composer, teilweise mit Bokehformern, teilweise auch mit den Einsatzlinsen Sweet 35 und Edge 80, wodurch sich recht schöne Lichteffekte einfangen ließen.

Anschließend begab ich mich auf die zweite Tour, einen Fußweg, Illuminade genannt, um die Oper herum mit einigen interessanten Lichtinstallationen. Leider beging ich den Fehler bestimmte Dinge erst sehen zu wollen um später Bilder zu machen. Dies sollte sich rächen, da viele Installationen schon wieder frühzeitig ausgeschaltet wurden, sodaß ich nicht mehr zum Fotografieren kam. Daher habe ich mich dann zu Fuß doch eher den normalen Lichtern, also der Beleuchtung von Gebäuden und Brücken gewidmet und auch ein paar Kameradrehungen ausprobiert.

Auch wenn ich vom Prinzip her etwas enttäuscht war, hat sich der Weg nach Amsterdam doch gelohnt und es sind einige wirklich interessante Bilder entstanden, die ich im Folgenden gerne zeigen möchte.

 

 

 

Sep 252014
 
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Lost-Place-Fotografie bringt immer einen besonderen Nervenkitzel und interessante Motive mit sich, dazu lassen sich gerade Spiele mit Licht und Schatten, so wie HDR-Aufnahmen oder vielleicht noch schöner, aber arbeitsintensiver Aufnahmen auf die ein Exposure-Blending angewendet wird, gut zum effektvollen Ablichten nutzen, da man meistens schöne Kontraste zwischen sehr hellen und sehr dunklen Stellen vorfindet. Im Normalfall handelt es sich um verlassenen Gebäude, wo Tageslicht hinein fällt, wo aber ansonsten für eigene Beleuchtung gesorgt werden muss, wodurch sehr starke Kontrastunterschiede existieren. Gerade Graffitis, die sich in vielen Lost-Places finden verleihen hier automatisch erstellten und sehr extremen HDR-Aufnahmen durch ihren Glanz und die grellen Farben etwas ganz Besonderes.

Außerdem lassen sich natürlich Lost-Places auch sehr gut für andere Genres der Fotografie nutzen, wo die Peoplefotografie im allgemeinen genannt werden muss, da Lost-Places hierfür immer eine sehr schöne Kulisse bieten, was ich auch schon einige male genutzt habe. Zusätzlich bieten sich Lost-Places natürlich förmlich für Lichtmalereien an, was auch der Bereich ist über den ich überhaupt in den Kontakt mit Lost-Places kam. In den letzten Wochen und Monaten habe ich allerdings verschiedene Lost-Places tagsüber und „alleine“ besucht, weshalb ich mich vermehrt mit den dabei gegebenen Möglichkeiten beschäftigt habe. Hintergrund war auch der Plan eines Vortrages über dieses Thema beim Fotostammtisch Hamburg, den ich Anfang September organisiert habe.

Beim Besuch von Lost Places sollte man einige grundlegende Dinge beachten, wo ich aber zugeben muss, dass ich mich auch selber schon darüber hinweg gesetzt habe. Trotzdem würde ich zum Besuch solcher Orte folgende Ratschläge geben:

  1. Eine nicht zu schwere Kamera-Ausrüstung, die auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Ergebnisse liefert ist zu empfehlen. Wegen des fehlendem Lichts und den besseren Möglichkeiten für HDR-Aufnahmen ist auch ein Stativ sinnvoll, was aber am besten stabil und nicht zu schwer sein sollte, da man es ja mit sich herumtragen und ggf. auch klettern muss.
  2. Zusätzlich zur Kameraausrüstung braucht man geeignete Lichtquellen. Ich persönlich bevorzuge eine Kombination aus Lampen (Stirnlampe, Taschenlampen), die sich zur „Bemalung“ dunkler Ecken aber auch dem Einfachen Ausleuchten um Gefahren vorzubeugen verwenden lassen, und dazu auch einen Systemblitz mit dem man manche Möglichkeiten hat, die Taschenlampen in dieser Form nicht bieten.
  3. Man sollte bei der Kleidung darauf achten, dass man so gut wie möglich geschützt ist, da man auch einmal durch zugewuchterte Bereiche und auf sehr unebenen Untergrund laufen muss, was auf jeden Fall feste Schuhe unumgänglich macht. Dazu verwende ich Kleidung die vor so manchem Kratzer schützt und aus ähnlichen Gründen auch eine entsprechende Kopfbedeckung.
  4. Da in Lost-Places immer verschiedene Gefahren lauern, die man ggf. auch nicht absehen kann, ist es vorteilhaft solche Orte nicht alleine, sondern mindestens zu zweit oder besser zu dritt aufzusuchen, damit man sich nach einem Unfall auch aufteilen kann, einer beim Verunglückten bleibt und einer Hilfe holen kann.
  5. Zusätzlich zu den Sicherheitsvorkehrungen sollte man sehen, ob man sich auf Privatgrundstücken oder frei zugänglichen Bereichen befindet. Bei Privatgrundstücken ist auf die rechtliche Situation zu achten, da man im Prinzip Hausfriedensbruch begeht. Aus dem Grunde ist es immer am besten sich im Vorfeld zu informieren und für entsprechende Genehmigungen zu sorgen, die auch immer wieder vergeben werden. Allerdings besteht auch die Gefahr einer Ablehung, was sicher keine gute Voraussetzung ist, wenn man solche Orte dann doch besucht und dabei kontrolliert wird. Eine andere Variante sind spezielle Touren, die beispielsweise für Lost-Places in der Umgebung von Berlin durch Go2Know (http://www.go2know.de) angeboten werden. Hier kann man sich auf den entsprechenden Geländen frei bewegen und der Veranstalter sorgt dafür, dass Genehmigungen zum Betreten und vor Allem auch zum Veröffentlichen der Bilder vorhanden und entsprechende Gebäude zugänglich sind. Dies ist besonders im Fall der Beelitz Heilstätten wichtig, da dort sehr stark kontrolliert wird und es für einen als Privatperson fast unmöglich ist an eine Genehmigung zu kommen.

Selbst wenn es in Norddeutschland nicht so einfach ist entsprechende Orte ausfindig zu machen, so habe ich in letzter Zeit ich einige LostPlaces besucht. Manchmal bin ich in der Beziehung auf die Bewohner von Nachbarländern neidisch, wo nicht jedes leerstehende Gebäude direkt abgerissen oder vehement bewacht wird.

Im Juni/Juli diesen Jahres, als ich in Spanien unterwegs war bin ich an so einer Zahl von Lost-Places vorbei gekommen, wie man sie sich hier nur wünschen würde, allerdings habe ich nur wenige Versuche gemacht den Orten einen Besuch abzustatten, da es einfach nicht ins Programm gepasst hat. Einzig und allein einen umfangreichen Besuch konnte ich der bekannten Ruinenstadt Belchite abstatten, die im Bürgerkrieg durch Franco zerstört und ein paar Meter entfernt wieder aufgebaut wurde, wo aber der zerstörte Teil als beeindruckendes Geschichtsdenkmal bewahrt wurde.

Ein paar Impressionen aus verschiedenen Lost-Places möchte ich hier zeigen, kann aber nichts dazu sagen, wie sie noch besuchbar oder ggf. sogar schon anders genutzt sind. Beispielsweise werden die Gebäude in Beelitz der Reihe nach einzeln verkauft und es ist abzusehen, dass bis Ende des Jahres dort gar keine Möglichkeiten mehr bestehen. Aber gerade das macht die Lost-Place-Fotografie interessant, da sich die Gebäude in einem sehr raschen Wechsel der Möglichkeiten befinden.

 

Jul 232014
 
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In der Galerie KIT (im Oberhafen-Quartier in Hamburg) wird in den nächsten Wochen eine Ausstellung verschiedener Künstler aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Skulptur und Installation stattfinden, wo es hintereinander 3 unterschiedliche Austellungsgruppen mit jeweils eigenen Vernissagen geben wird, was sehr interessant klingt.

Besonders freut mich dabei, dass in der zweiten Gruppe (ab 30. Juli)  Hannelore Schneidereit Fotos ausstellt, die auf der Festung Grauerort bei Stade und überwiegend in einem meiner Lightpainting-Workshops im Frühjahr 2014 entstanden sind. Ich hatte zwar einige Klimmzüge anzustellen, aber die Vernissage am 30. Juli um 19:00 Uhr möchte ich mir nicht entgehen lassen.  Außerdem erhoffe ich mir natürlich von den anderen Ausstellern vielleicht Inspirationen für zukünftige Projekte mitzunehmen und bin gespannt wie diese Bilder als große Abzüge wirken.

Die Bilder hat Hannelore bereits auf Ihrer Homepage zusammengestellt. Im Folgenden finden sich noch die Einladungs- und Präsentationsflyer für die Ausstellung. Hannelore freut sich über jeden Besucher. Ich selber fände es toll, wenn sich auch der Eine oder Andere durch die Bilder zu dieser interessanten Facette der Fotografie animieren ließ, die einen wegen der Vielzahl an Möglichkeiten nicht mehr so schnell los lässt, was „normale“ Fotografie in der Form nicht bietet. Die nächste Möglichkeit mit mir in diese Art der Fotografie zu schnuppern bietet sich bei der langen Nacht der Fotoworkshops am 30. August in Hamburg. Ansonsten werde ich sicher auch in der dunklen Jahreszeit wieder den einen oder anderen Workshop anbieten.

Jun 062014
 

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Diesen Sommer sind die Spanier in Beziehung auf Nachtfotografie und Lichtmalerei wieder ganz besonders aktiv. Am 28. Juni gibt es den 3. Nachtfotografenkongress in Madrid, siehe auch http://blog.jows-fotografie.de/nachtfotografiekongress2014madrid  und eine Woche später beginnen im Norden des Landes 2 interessante Veranstaltungen, die sich ganz dem Lightpainting widmen, während diese Art der Fotografie dieses Jahr in Madrid nur etwas wie ein „Schattendasein“ führt.

Vom 4.-6. Juli 2014 wird in Oviedo der 1. internationale Lightpainting Kongress organisiert. Dort wird es ein recht umfangreiches Vortragsprogramm und zusätzlich alle möglichen Workshops um das Thema Lightpainting herum geben. Leider ist die Organisation etwas kurzfristig, daher ist eine Anmeldung voraussichtlich erst ab 17. Juni möglich und es ist noch nicht sicher, ob die eigene Webpräsenz nur in Spanisch oder doch auch noch in Englisch verfügbar sein wird. Bei Fragen zu dieser Veranstaltung kann ich aber unter Umständen auch weiterhelfen, da ich schon lange mit den Veranstaltern in persönlichem Kontakt bin und daher auch schon länger bezüglich dieses interessanten Events „vorgewarnt“ bin. Am Kongress werden auch internationale Light-Art-Künstler wie der „Vater“ der Light Art Performance Photography (LAPP) JanLeonardo Wöllert aus Bremen anwesend sein. Weitere Informationen, sowie das Programm und bald die Anmeldung findet man unter: http://congresolightartoviedo.com/

Parallel zum Kongress beginnt auch die 3. Lightpainting Weltausstellung der Light Painting World Alliance (LPWA). Diese ist wie der Name schon sagt eine Fotoausstellung mit dem Fokus auf’s Lightpainting. Um daran teilzunehmen muss man bis 17. Juni 3 Links zu den besten eigenen Arbeiten an die LPWA senden. Weitere Details dazu gibt es unter: http://www.lpwalliance.com/event/53

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Nov 232013
 
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Durch das Interesse an Nachtfotografie gehört die „Langzeitbelichtung“ für mich auch zu den interessanten Techniken, die auch am Tage nichts wirklich Anderes sind, aber Bewegungen einfach dynamischer erscheinen lassen anstatt sie „einfach nur“ einzufrieren. Die Bezeichnung Langzeitbelichtung ist dabei aber relativ, da sich solche Fotos mit Belichtungszeiten von normalerweise ¼  bis 1/60 Sekunde häufig aus der Hand machen lassen und teilweise ein Stativ sogar hinderlich ist. Zur Aufnahme bietet sich in diesem Fall entweder die die manuelle Einstellung oder die Blendenautomatik an, wo eine Belichtungszeit vorgewählt wird und die entsprechende Blende von der Kamera bestimmt wird. Wenn keine entsprechend langen Belichtungszeiten erreicht werden können, dann kann man auch einen ND-Filter (Graufilter) zu Hilfe nehmen, mit dem (wenn er eine gute Qualität besitzt) nur die Belichtungszeit verlängert wird.

Die Belichtungszeit von Bewegungsbildern muss an Hand der Geschwindigkeit gewählt werden. Als Faustformel zur Ermittlung der Belichtungszeit um eine Bewegungsunschärfe zu erreichen gilt: Belichtungszeit = Kehrwert der Geschwindigkeit. Wenn man also ein Objekt aufnehmen möchte, was sich mit einer Geschwindigkeit von 50km/h bewegt sollte man maximal mit einer Belichtungszeit von 1/50 arbeiten. Bei sehr schnellen Bewegungen können daher auch bei Belichtungszeiten von 1/500 schon für Bewegungsunschärfe ausreichen.

Außerdem hat auch die Bewegungsrichtung eine Auswirkung auf die Belichtungszeit für Bewegungsbilder. Die Belichtungszeit nach der obigen Faustformel gilt allgemein für horizontale Bewegungen, bei diagonalen Bewegungen ist sie ungefähr doppelt so lange und bei vertikalen Bewegungen nochmals doppelt so lange wie bei Diagonalen.

Bei Bewegungsbildern mit Unschärfe denke ich im Normalfall besonders an Mitzieher,  einfach verwischte Bilder oder Bilder mit Zoom-Effekt, die ich im Folgenden etwas beschreiben möchte:

Mitzieher:  Mitzieher zeichnen sich dadurch aus, dass das sich bewegende Objekt scharf dargestellt wird und der Hintergrund unscharf. Sie entstehen durch Folgen einer Bewegung mit der Kamera, wobei es sehr stark von der Art und Geschwindigkeit der Bewegung abhängt. Häufig sind sehr viele Bilder notwendig, um ein richtig tolles zu machen, wo alles passt, daher bieten sich ggf. auch Bildserien während einer Bewegung an. Optimale Mitzieher entstehen bei horizontalen Bewegungen im Bild, bei diagonalen oder vertikalen Bewegungen ist ein Mitziehen nicht möglich. Ich persönlich bevorzuge Belichtungszeiten, die etwas länger sind als die an Hand der obigen Formel ermittelten, da sich dann Mitzieher sehr schön darstellen lassen. Zur Ausführung von Mitziehern ist es hilfreich fest stehen zu bleiben und die Nachführbewegung lediglich aus den Armen oder ggf. der Hüfte durchzuführen, da in diesem Fall die Bewegungen auch runder und flüssiger wirken. Kameras wie die G-Serie von Panasonic, die einen Stabilisator besitzen, der je nach Einstellung nur in eine Bewegungsrichtung arbeitet sind hier klar im Vorteil.

Verwischte Bilder: Das andere Extrem zu Mitziehern sind verwischte Bilder, d.h. Bilder, wo normalerweise der Hintergrund scharf ist und die Bewegung verwischt. Diese Art von Bildern ist am besten von einem Stativ aus umzusetzen. Als Alternative lässt sich auch ein Blitz zum Einfrieren von Bewegungen einsetzen, wo ggf. das gesamt Bild unscharf ist und nur der Zustand zum Blitzzeitpunkt „eingefroren“ wird.

Zoom-Effekt: Beim Zoom-Effekt nutzt man, wie der Name schon sagt, die Funktionalität eines Zoom-Objektives um dynamische Bewegungen zu erzeugen. Er dient allerdings auch nicht nur dafür, sondern kann auch sehr schön bei statischen Motiven eingesetzt werden. Das Wichtige beim Zoom-Effekt ist, dass sich das Hauptmotiv in der Bildmitte befindet und bei Bewegungsbilder sich am besten auf einen zu bewegt, da so die Möglichkeit besteht, dass es auch scharf dargestellt wird, während die Umgebung „förmlich explodiert“. Hier macht es auch einen Unterschied, ob man einzoomt (Beginn mit kleinster Brennweite) oder auszoomt (Beginn mit größter Brennweite). Beim Zoomen wird während der Belichtung langsam und gleichmäßig der Kamerazoom verändert. Dies ist allerdings nur bei Objektiven mit manuellem Zoom möglich, beispielsweise bei Bridgekameras oder auch bei elektrisch gesteuerten Objektiven kann kein Zoom-Effekt erreicht werden, da der Zoomfaktor nicht während der Belichtung verändert werden kann. Es ist Geschmacksache, ob man mit kleinerer oder größerer Brennweite startet. Ich persönlich bevorzuge das Einzoomen, also zu Beginn die kürzere Brennweite. Hierbei sind auch häufig viele Bilder notwendig um ein gutes Bild zu bekommen. Daher benutze ich hier häufig auch die Serienbildfunktion und zoome immer ein, bzw. aus solange ich den Auslöser gedrückt halte. Durch solche Serien ist die Wahrscheinlichkeit sehr gut, dass ein gutes Bild entsteht.