Nov 092016
 
splash-49

Nachdem ich im Januar angeregt durch die Foto AGs im Kunsthaus Schenefeld, die ich inzwischen leite, mir einen neuen VHS-Kurs in Neumünster zum Thema Watersplash vornahm, war es am letzten Wochenende endlich so weit, daß ich den Kurs gegeben habe. Der Kurs war schon kurz nach der Veröffentlichung direkt ausgebucht, weshalb die Teilnehmer mit entsprechendem Enthusiasmus an die Sache gingen. Von den dabei entstandenen Bildergebnissen bin ich wirklich auch begeistert.

Im Vorfeld musste ich natürlich noch alle möglichen weiteren Optionen ausdenken, da ich davon ausging keinen ganzen Tag damit füllen zu können nur Dinge in ein Aquarium zu werfen und entsprechend spritzen zu lassen. Daher habe ich in den letzten Wochen immer wieder mit anderen ähnlichen Dingen und Farben experimentiert und dabei auch mal wieder meinen UV-Blitz für spezielle Neonfarben eingesetzt. Dabei ließ ich ein Weinglas pritzen, einen Luftballon platzen, Tropfen (Wasser und Sahne) auf ein Brett bzw. in ein Aquarium fallen und probierte einiges mit sinkenden und sich mischenden Farben.

Im Folgenden möchte ich einige Bilder zeigen, die bei meinen Tests entstanden sind, um den Teilnehmern entsprechendes zeigen und Anleitungen geben zu können. Das Thema interessiert mich nach wie vor und ich möchte weiter probieren um bei der Wiederholung, die am letzten Februarwochenende 2017 geplant ist, vielleicht auch andere Dinge zu zeigen.

 

 

 

 

Okt 122016
 
janus-6

Durch meinen Fotostammtisch im September 2016, wo ich mir das Thema Bodypainting Fotografie ausgesucht habe war ich endlich gezwungen Bilder des Jahres zu diesem Thema aufzuarbeiten, trotzdem hat dieser Artikel noch etwas auf sich warten lassen müssen, da so viele andere Events dazwischen waren, die ich ja auch teilweise hier angekündigt habe.

Außer meinen Festivalbesuchen im Laufe des Sommers hatte ich nämlich auch einige Bodypainting-Shootings, die ich überwiegend in meinem Studio in der Dehnhaide in Hamburg durchführen konnte, welches ich mir seit Anfang des Jahres mit Bernd Willeke teile, mit dem ich auch schon gemeinsame Workshops angeboten habe.

Durch mein Interesse in der letzten Zeit habe ich auch Kontakte zu ein paar Bodypainter(-innen) in Hamburg mit denen ich gemeinsam ein paar Projekte umsetzen konnte und wo ich einmal bei einem schon vorher geplanten Projekt auch dazukommen und Fotos machen konnte. Leider hatte ich immer das Problem, daß zum Fotografieren recht wenig Zeit übrig war, da weder Model noch Bodypainter(in) die Zeit richtig einschätzen konnten, die die Fotografie benötigt.

Als Highlight habe ich nach meinem Besuch beim Europäischen Bodypainting Festival in Lisse auch einmal selber gemalt, wenn auch nur ziemlich „simpel“. Dies hatte dann aber den Vorteil, dass ich mir die Zeit selber einteilen konnte und so viel mehr Zeit für die Fotografie und meine Ideen zur Verfügung hatte, selbst wenn immer die Zeit zu schnell vergeht. Anschließend daran konnte ich auch noch ein metallic Bodypainting organisieren, wo wir genügend Zeit zum Fotografieren hatten, da es entsprechend geplant war.

Ansonsten warte ich darauf, dass einmal mein Freund Erasmo Daaz hier ist, der der viel bessere Painter ist, um gemeinsam mit ihm etwas wie in Pörtschach anbieten zu können.

Im Folgenden möchte ich einige Bilder dieser Shootings zeigen und mich gleichzeitig bei allen beteiligten wie Wing Sum Diana Chen, Larissa Ratzmann, Ines Wiese, Maria Duarte, Janus Brodersen, Nataly Schwenk, Marvin Neumann, Janina Schön und allen anderen nicht direkt genannten bedanken.

 

 

 

 

Sep 142016
 
SONY DSC

Am 1. Oktober findet im Stadtzentrum Schenefeld eine Benefiz-Veranstaltung unter dem im Titel genannten Motto statt. Hierbei wollen Frauen der Initiative  „Soroptimist International“ auf sich aufmerksam machen und in diesem Zusammenhang auch Geld für einen guten Zweck sammeln.

In diesem Zusammenhang sollen in einer Ausstellung Gemälde und Fotografien von einzelnen Mitgliedern ausgestellt werden und ggf. verkauft werden. Zusätzlich habe ich mich bereit erklärt ein Lightpainting-Zelt zu installieren, wo ich normale oder Lightpainting-Portraits machen kann.

Der gesamte an dem Tag erzielte Erlös geht an das das Familienzentrum Dolli-Einstein-Haus in Pinneberg. Durch die gesammelten Spenden sollen hier Sprachkurse für Flüchtlingsfrauen mit Kindern und Babies finanziert werden.

Über diesen Link  ist auch die Veranstaltungseinladung als PDF zu finden.

 

 

Mrz 202016
 
chile-17

Wie ich ja schon im letzten Beitrag erzählt habe, war ich eine Woche mit relativ viel Zeit im Norden Chiles unterwegs. Außer den Nachtbildern, die in Iquique und Arica entstanden sind, habe ich auch eine wunderbare Tour durch die chilenischen Anden gemacht, wo ich mehrfach nicht weit von der bolivianischen Grenze entfernt war.

Bei dieser Tour war ich vielfach in ganz einsamen und beeindruckenden Landschaften mit viel fast unberührter Natur. Auch vom Klima hatte ich richtig Glück, was in der Jahreszeit nicht ganz selbstverständlich ist, da manchmal Straßen wegen Sturzbächen nicht befahrbar sind. Ich hatte nur eine Situation, wonach ich mir vorstellen kann wie es passieren kann, da ich an einem Rinnsal vorbei kam, welches ein paar Minuten vorher noch nicht existiert hatte und welches während ich es passierte von der Wassermenge stieg und stieg und sicher ein paar Minuten später nicht mehr zu passieren war. Den Grund erkannt ich dann auch: nämlich ein Gewitter, was am Berg hinter mir hing.  Aus was ich befürchtet hatte trat nicht ein, ich konnte nämlich nicht einmal negative Auswirkungen des Phänomens „El Nino“ feststellen.

So gab es immer wieder sehr beeindruckende Stimmungen und Wolkenzüge, die mir aber leider häufig viel zu langsam waren, sodaß man sie gut in Bildern hätte festhalten können. Trotzdem hatte ich in dieser  Zeit auch immer mal wieder die Muße mich Langzeitbelichtungen zu widmen, zumal ich hierfür einige Dinge ausprobieren wollte, da ich im Frühsommer 2016 dazu auch Workshops geben werde. Leider hatte ich aber wenig Glück was die Nachtfotografie anging, wovon ich mir eigentlich gerade in der Gegend viel erhofft hatte, aber leider zog es meistens abends zu, sodaß man keine Chance hatte den tollen Sternenhimmel zu sehen, Trotzdem hatte ich einmal das Glück, selbst wenn ich an diesem Abend so kurzfristig keinen schönen Ort mehr ausmachen konnte um entsprechende Bilder zu machen  und einfach einen Parkplatz an der Hauptverbindungsstraße nutzen musste.

Im Folgenden möchte ich nun einige schöne Abendstimmungen, genauso wie ein paar wenige Nachtbilder als Beispiel für den faszinierenden Sternenhimmel, aber auch ein Lightpainting an einem normalen Abend zeigen. Natürlich dürfen auch die Langzeitbelichtungen am Tage nicht fehlen, die ich überwiegend an Felsstränden machte, auch wenn es im Norden Chiles ganz beeindruckende und ewig lange Sandstrände gibt.

 

 

 

 

Dez 112015
 
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Lange habe ich die Sichtung und Bearbeitung meiner Bilder des Herbstes 2015 vor mir hergeschoben, da ich mich um vieles Anderes, wie beispielsweise Bilder von Shootings und Vorbereitung eigener Workshops kümmern musste, aber noch pünktlich vor Beginn des eigentlichen Winters habe ich auch alle Herbstbilder fertig und möchte auch einige davon zeigen.

Ein paar Ausnahmen habe ich ja  schon in meinem Bericht über Altoptiken gezeigt, die ich wegen meines Vortrages beim Fotostammtisch in Hamburg schneller fertig bekommen musste. Die Bilder sind von Anfang Oktober bis Mitte November bei verschiedenen Gelegenheiten teilweise in Brandenburg, im Harz, in der Lüneburger Heide aber auch in der näheren Umgebung von Hamburg entstanden.

Der Herbst ist in meinen Augen fotografisch immer eine tolle Jahreszeit, wenn dazu das Wetter passt und man schöne Tage hat, dazu kommen noch Gewohnheiten in der Natur wie die Vogelzüge (besonders Kraniche und Gänse, aber auch Stare), die immer sehr beeindruckend sind und die ich diesmal am Günzer See und am Linumer Bruch beobachten konnte. Dazu war, wie sich an den Bildern unschwer erkennen lässt, der Herbst im Jahr 2015 selbst in Norddeutschland recht schön und farbenprächtig und man fühlte sich fast wie in einen richtigen „Indian Summer“ versetzt.

Eine Auswahl aus den vielen wunderbaren Bildergebnissen und  ganz unterschiedlicher Fotografietechniken und Kamera-Objektivkombinationen möchte ich im Folgenden noch zeigen.

 

 

Okt 082015
 
_2060503

Beim Hamburger Fotostammtisch im Oktober 2015 habe ich die Verwendung von Altoptiken und Tricklinsen auf modernen Spiegelreflex- und Systemkameras vorgestellt und einige Tipps und Anregungen zur Verwendung, sowie Hinweise gegeben worauf man achten sollte.

Bei der Verwendung von Altoptiken ist zu beachten, daß sowohl die Blende als auch der Fokus manuell am Objektiv eingestellt werden müssen. Das bedeutet für die Belichtungssteuerung, daß man die Zeitautomatik oder den voll manuellen Modus verwenden muss. Ich persönlich bevorzuge zur Verwendung von Altoptiken Spiegellose Kameras (Sony E-Mount und MfT), da man hier bessere Kontrollmöglichkeiten hat um den Fokus festzulegen (Fokuslupe, Kantenanhebung) als mit herkömmlichen Spiegelreflexkameras.

Auch wenn ich über Nachfotografie und Lichtmalerei zu Altoptiken gekommen bin, verwende ich diese inzwischen überwiegen für etwas spezielle Bilder, wo ich keinen größeren Wert auf exakte Schärfe lege, sondern eher den Stil dieser Optiken mit dem etwas eigenen Bokeh bevorzuge, was sich besonders bei Naturbildern – gerade im Herbst wenn sich die Blätter färben – und bei Personenaufnahmen mit entsprechendem Hintergrund anbietet.

Für den Vortrag habe ich einige Beispielbilder für verschiedene Objektive zusammen gestellt. Diese möchte ich im Folgenden auch nochmals zeigen.

Helios 44:

 

Jupiter 9 +12:

 

Pentacon 100+135:

 

Pentax 50+100+300:

 

Zeiss Tessar 50:

 

Meyer-Görlitz Trioplan 100:

 

Objektive mit gedrehter Frontlinse (Helios 44 + Varexon 35):

 

Lochblende:

 

Lensbaby:

 

Subjektiv:

 

 

 

Aug 022015
 
Photocall Lightpainting World Bodypainitng Festival 2015

Im Rahmen des Bodylightpaintings, was Erasmo und ich zusammen als Workshop auf dem World Bodypainting Festival in Pörtschach gegeben haben (siehe auch http://blog.jows-fotografie.de/bodylightpainting-workshop-auf-dem-wbf2015), entstand auch die Idee sich auf dem Fest mit dem Thema Lightpainting an sich zu beteiligen.

Hier kam uns die Methode eines Photocalls, wie wir es schon mehrfach gesehen haben und wie es besonders in Spanien verbreitet ist, als besonders passend vor. Um nicht direkt ins kalte Wasser springen zu müssen, nahmen wir an einem der Hauptabende des Festivals in Kauf diesen nicht miterleben zu können und einen Test zu machen wie wir in dieser Form zusammen arbeiten können.

Es war recht schwierig auf dem Festivalgelände eine geeignete Lokation zu finden, da es überall sehr helle Lichtquellen gab, die natürllich bei diesen Plänen störend wirkten. Letztendlich fanden wir doch einen Platz, wo wir allerdings einige male auch die Aufnahme abbrechen und neu beginnen mussten, da immer mal ein Auto vorbeikam, welches mit den Scheinwerfern natürlich genau in die Kamera leuchtete.

Auch wenn der Abend so ganz anders verlief als die „normalen“ Festabende hatten wir viel Spaß dabei und den Eindruck, daß der Test mehr als erfolgreich war, da wir Leute mit dem Thema Lightpainting konfrontierten, die sich aus den reinen Worten keinen Reim machen konnten und von den Ergebnissen umso begeisterter waren.

Wir hoffen in diesem Rahmen auch den Einen oder Anderen interessiert gemacht zu haben und das ganze Vorhaben bei nächster Gelegenheit in ganz anderem Umfang durchführen zu können. Einen kleinen Eindruck davon möchte ich noch mit den Bildern im Folgenden geben.

 

 

Die Fotos sind entstanden unter der Mithilfe von:

Erasmo Daaz, Ivette Palacios, Daniela Casuneanu, Lara Lee, Chan Hee Park, Kai Yiu, Hayane Jang, Mike J. Shane, Wolfgang Reicherter, ….

Ich möchte allen danken, die trotz des parallelen Festivals so schön geduldig waren und  Model standen oder mich bei der Umsetzung der Fotos unterstützten, die alleine so nicht möglich gewesen wären.

 

Jun 162015
 
jows35

Da ich Pläne habe Fotoworkshops auf den Nordfriesischen Halligen ind Inseln anzubieten, die für solche Aktivitäten durch die gute Erreichbarkeit und ihre Größe, sowie der Vielfalt prädestiniert sind, wollte ich endlich einmal ein paar Tage nutzen und mir einen umfassenderen Eindruck machen als ich bisher hatte. Aus diesem Grunde blieb ich ein paar Nächte auf dem Nordfriesichen Festland und besuchte als Tagesausflüge einzelne Inseln um einen besseren Eindruck zu bekommen.

Diese Inseln bieten gerade für meine Spezialisierungen Nachtfotografie, Naturfotografie und kreative Fotografie unendliche Möglichkeiten und gerade das macht sie für mich sehr spannend und genau das habe ich auch bei meinen Aufenthalten dort probiert zu verbinden. Am Begeisterststen war ich im Endeffekt von der Hallig Langeness, wo man alles wunderbar und auf sehr kleinem Raum verbinden kann und trotzdem ein ganzes Wochenende gut zu verbringen ist.

Wie sich die ganze Sache als echtes Programm umsetzen lässt muss ich mir zwar noch durch den Kopf gehen lassen, aber ich bin fest entschlossen die sich dort ergebenden Möglichkeiten nutzen zu wollen.

Da ich während der Tage auch ein Pinhole und einige Altoptiken dabei hatte, darunter ein Jupiter 9 und ein Trioplan für Exacta, welche durch die Bokehs bestechen oder ein Helios 44 mit gedrehter Frontlinse nutzte ich diese natürlich auch immer wieder.

Natürlich möchte ich auch ein paar bei den Kurzbesuchen entstandene Bilder nicht vorenthalten, die  sowohl mit kreative Fotografietechniken als auch Multishot-Techniken, aber natürlich auch „ganz normale“ Aufnahmen enthalten.

 

 

 

Apr 092015
 
Jessica-Dittmer

Am 26. April 2015 findet der „Fifteenth Worldwide Pinhole Photography Day“ statt. In diesem Rahmen möchte ich auch anregen die Lochkamera-Fotografie einmal auszuprobieren und biete deshalb eine kleine Fototour  an, um dies gemeinsam auszuprobieren.

Voraussetzung ist natürlich eine Lochkamera oder eine Digitalkamera, die als Lochkamera verwendet werden kann und das ist eigentlich jede Digitalkamera (siehe unten). Man muss sie sich nur mit einem kleinen Trick entsprechend herrichten. Es gibt natürlich auch schon fertige Lochblenden für Spiegelreflex oder Systemkameras, wie beispielsweise ein Pinhole-Einsatz für das Lensbaby oder das Subjektiv oder bei Enjoyyorcamera die Lochblende Rising Pinhole, was fertig umgebaute Objektivdeckel für die gebräuchlichsten Bayonett-Anschlüsse und mit Blenden zwischen 91 und 223 je nach Anschluss sind. Außerdem gibt es von Loreo „lens in a cap“, wobei ein Aufsatz mit kleiner Linse und Blende 64 geliefert wird, was aber halt keine 100%ige Lochkamera ist, da das Prinzip der Lochkamera eigentlich ist linsenlos zu fotografieren. Sicher gibt es auf dem Markt auch noch einige weitere Produkte, worüber ich aber nichts sagen kann.

Lochkameras (siehe auch bei Wikipedia) waren ganz einfache Kameras, wo nur durch ein Loch in einem lichtdichten Hohlkörper eine spiegelverdrehte Abbildung einer Szene abgelichtet werden konnte. Dies lässt sich heute auf eine der beschriebenen Arten auch mit Digitalkameras erreichen. Das Merkmal der Lochkamerafotografie ist, daß man mit einem möglichst kleinen Loch arbeitet, welches im Normalfall viel kleiner als die kleinste Blendenöffnung einer Kamera ist. Lochblenden-Fotos zeichnen sich durch eine leichte Unschärfe im gesamten Bild aus, die Schärfentiefe dagegen ist nahezu unendlich. Durch die Größe des Lochs lässt sich der Grad der Bildschärfe steuern. Je kleiner das Loch ist, desto höher wird die Bildschärfe, was beim Basteln von Pinhole-Objektiven oder Pinhole-Vorsätzen zu beachten ist.

Dadurch bedingt, daß man durch eine sehr kleine Blende fotografiert, braucht man relativ lange Belichtungszeiten, was ggf. die Einschränkung ist, wenn man mit Kompakt- oder Bridgekameras fotografieren möchte. Dadurch werden Bewegungen im Bild, wie bei Langzeitbelichtungen üblich unscharf dargestellt. Dazu ist man im Normalfall gezwungen wegen der recht langen Belichtungszeit ein Stativ zu verwenden. Wenn man aus der Hand fotografieren möchte bleibt einem nichts Anderes übrig als  extrem hohe ISO-Werte zu verwenden, was durch das dadurch bedingte starke Rauschen ggf. sogar den Charakter der Pinhole-Fotografie verstärkt. Im Normalfall lässt sich noch die Belichtungsautomatik der Kamera verwenden, trotzdem ist es sinnvoll auf den voll manuellen Modus umzustellen, wenn die Kamera es erlaubt, um gezielt die Bildwirkkung zu bestimmen und nicht dauern messen zu müssen und Fehlmessungen in Kauf nehmen zu müssen, die bei Lochblenden relativ häufig auftreten.

Beim Fotografieren mit einem Pinhole-Objektiv- oder Vorsatz wird man sehr schnell sehen, ob es bei der verwendeten Kamera Sensordreck gibt, der entfernt werden muss, da er sehr viel besser als bei der Verwendung der kleinsten Blende eines „normalen“ Objektivs abgebildet wird. Bei Spiegelreflex- oder Systemkameras bietet sich daher eine Sensorreinigung vor der Verwendung an, wenn man nicht in der Nachbearbeitung mühsam jede Verunreinigung entfernen möchte.

Es gibt verschiedene Varianten eine Digitalkamera in eine Lochkamera zu verwandeln, wobei Spiegelreflex- oder Systemkameras am Besten dafür verwendet werden können, da das eigentliche Prinzip einer Lochkamera ist ohne Linse zu fotografieren, was sich bei Bridge- oder Kompaktkameras ja nicht einfach umsetzen lässt.

Für Wechselobjektivkameras kann ein Kameradeckel verwendet werden, der eigentlich dazu dient den Sensor zu schützen solange kein Objektiv montiert ist. Wenn man in den Kameradeckel mittig ein Loch bohrt lässt er sich direkt als „Pinhole-Objektiv“ verwenden. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, daß das Loch so klein wie möglich ist, da das Bild mit größerem Loch immer mehr verschwimmt. Ein Trick ist hier ein ggf. größeres Loch zu Bohren und dieses mit Klebeband oder Folie abzudecken, worein man mit einer feinen Nadel ein kleineres Loch sticht. Auf diese Weise lässt sich sogar ein Lochsieb herstellen, indem man mehrere Löcher sticht. Bei der Herstellung muss unbedingt darauf geachtet werden, daß vor der Verwendung die bearbeitete Objektivkappe gereinigt wird und nicht noch Bohrstaub besitzt, der dann auf den Sensor fällt. Außerdem ist es sinnvoll die Kappe nicht auf der Kamera aufgesetzt zu bearbeiten, da man sonst ggf. sogar den Sensor beschädigen kann.

Eine andere Möglichkeit, die mit Wechselobjektivkameras so wie Kameras mit festen Objektiven verwendet werden kann, lässt sich mit Hilfe eines kleines Kastens oder Objektivaufsatzes basteln. Hier entspricht man halt nicht dem Prinzip der linsenlosen Fotografie, wenn man ein an die Kamera angesetztes Objektiv darun verwendet. In diesem Fall geht man folgendermaßen vor: Entweder man Bastelt sich einen Pappvorsatz vor dem Objektiv oder man verwendet dazu eine Konservendose oder einen Joghurtbecher. In den am Objektiv angebrachten Vorsatz wird dann mittig ein feines Loch gestochen. Diese Methode ist nur eingeschränkt nutzbar, da es etwas auf die Brennweite des verwendeten Objektivs ankommt, wenn die Lochblende auf ein Objektiv aufgesetzt wird. Bei zu geringen Brennweiten wird man hier nämlich noch den kreisförmigen Bildausschnitt bekommen. Zusätzlich ist eine 100%-ig Abschirmung gegen Seitenlicht nicht so einfach.

So leicht kann eine Pinhole-Kamera gebastelt werden und so kann fast jeder am Lochkameratag teilnehmen. Ich hoffe daher auf viele Teilnehmer bei meiner Fototour in Hamburg  und interessante Versuche in der Pinhole-Fotografie.

Außer ein paar Bildern von Umbauten möchte ich hier auch noch gleich ein paar kleine Beispiele aus meinen  Versuchen der letzten Tage zeigen.

Mein Vorsatz für den 26. April eine eigene Veranstaltung zur Lochkamerafotografie ist leider vollkommen ins Wasser gefallen, da mir im Laufe des Wochenendes bis zum Startzeitpunkt alle Teilnehmer abgesagt haben, was wohl dem sehr ungemütlichen Wetter geschuldet war. Leider war daher eine Absage das beste, weil halt auch sehr wenig Licht gewesen wäre, was die Lochkamerafotografie auch noch erschwert hätte. In den letzten Wochen vorher bin ich allerdings auch noch auf 2 recht interessante Artikel dazu gestoßen, die ich hier noch anführen möchte:

1. Fotomagazin

2. Prophoto

 

 

 

Mrz 252015
 
_1200233

Vor einiger Zeit bin ich über die Webseite des belgischen Fotografen François van Bastelaer gestolpert, der sich auf Wasserspiegelungen spezialisiert hat und die Bildergebnisse teilweise umdreht, was ihnen einen ganz besonderen Eindruck verleiht. Dies habe ich dann in den ersten Wochen des Jahres auch immer wieder ausprobiert, wenn ich mal mit der Kamera unterwegs war, wobei ich gemerkt habe, daß sich mit Spiegelungen wirklich schöne Dinge machen und tolle Effekte erreichen lassen.

Nach der Vorstellung verschiedener kreativer Fotografietechniken mit einfachen Mitteln durch Frank Müller beim letzten Fotostammtisch musste ich feststellen, daß sich hier unsere Interesse auch etwas decken. Daher werde ich Frank auch bei dem Plan einer Fototour durch die Speicherstadt mit dem Ziel Spiegelungen bei der Umsetzung etwas unterstützen, da nach dem Stammtisch der Anklang sehr hoch war und sich sehr schnell sehr viele angesprochen fühlten und das ausprobieren wollen.

Im folgenden zeige ich ein paar Bildergebnisse, die natürlich nur beispielhaft sein können, da das Thema so vielseitig ist.