Mai 112016
 

nachdem der World Pinhole Day 2015 schon völlig ins Wasser gefallen war, machte ich in diesem jahr einen erneuten Anlauf etwas zu organisieren, womit ich auch früher als letztes Jahr anfing und wofür ich auch meinen Fotostammtisch so wie verschiedene Gruppen nutzte, um Interesse für dieses  Thema zu wecken, was mir auch einigermaßen gelungen ist.

Leider machte mir das Wetter wieder einen Strich durch die Rechnung und es war genau der Tag Ende April, wo es nochmals schneite. Trotzdem machten sich 8 hart gesottene auf mit mir in der Hafencity in Hamburg ein Paar Lochplatten-Aufnahmen zu machen. Wir trafen uns während es noch schneite, und fingen an den Magellan-Terrassen an in Richtung Elbphilharmonie zu laufen und setzten dann unseren Rückweg an der Elbe entlang fort, um einige Stunden später wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Im Laufe der Tour wurde das Wetter immer schöner und es gab am Ende auch noch schöne Lichtreflexe durch die Sonne, die dann heraus kam. Am Ende benötigten wir dann noch etwas zum Aufwärmen, wo wir dann auf 3 Leute reduziert waren.

Egal wie die Verhältnisse waren hat der Nachmittag Spaß gemacht und ich werde nächstes Jahr wieder probieren etwas Ähnliches zu organisieren. Anbei möchte ich noch ein paar Bilder zeigen, die an dem Tag entstanden sind, auch wenn ich selber nicht so viel zum Fotografieren kam.

 

 

 

 

Apr 252016
 

Das Jahr 2016 scheint das Jahr der Nachtfotografie und Lichtkunst zu werden, da dieses Jahr so viele herausragende Wettbewerbe und Veranstaltungen stattfinden wie bisher in der Form noch nicht.

Es beginnt Ende April mit der Gründung der German Light Painting Union (GLPU), wofür es die Gründungsveranstaltung in Görlitz geben wird, was ich mir natürlich nicht entgehen lasse.

In den kommenden Monaten wird es dann einige ganz herausragende Kongresse geben. Den Start macht Mario Rubio Anfang Juli mit seiner iNight in Fuenlabrada, die es bereits im 5. Jahr geben wird und die sicher, wie die ganzen Jahre schon stetig, wieder eine Steigerung zum letzten Jahr sein wird.

2 Wochen danach geht es in Oviedo mit dem 2. internationalen Lichtkunstkongress  weiter. Nachdem der Kongress vor 2 Jahren toll war und letztes Jahr leider nicht stattfinden konnte, gehe ich davon aus, daß es auch dieses Jahr eine Steigerung geben wird, da auch viele internationale Mitwirkende mit entsprechenden Namen dabei sein werden und sich die Veranstaltung nicht nur auf den spanischen Raum beschränkt, der durch die günstigen Rahmenbedingungen dort auch eine sehr große Lichtkunst-Szene besitzt.

Den krönenen Abschluss wird ohne Zweifel der photokina Light Art Congress sein, der wie der Name schon erahnen lässt während der Zeit der Photokina in Köln stattfinden wird. Er wird als erste Aktion der neu gegründeten GLPU organisiert und wurde vom „Meister der Lichtkunst“ JanLeonardo ins leben gerufen.

Zusätzlich zu den Veranstaltungen gibt es auch 2 besondere Wettbewerbe. Bereits am 15. April startete die Einreichphase für den international Light Painting Award, der schon das dritte mal von JanLeonardo ausgeschrieben ist und viele namhafte Sponsoren besitzt. Die Gewinner dieses Wettbewerbs werden auch während der phoLAC in Köln bekannt gegeben, wo es auch eine entsprechende Ausstellung geben wird. Ähnlich wurde dazu von der Light Painting World Alliance, ein Wettbewerb ausgeschrieben, wo die Ergebnisse im Juli in Oviedo zu sehen sein werden.

 

 

 

Dez 162015
 

Am ersten Wochenende im Dezember habe ich seit längerer Zeit und dieses Jahr das zweite mal wieder einen Lightpainting Workshop gegeben, der diesmal wirklich umfassend mit genug Zeit war, was man bei der Langen Nacht der Fotoworkshops in Köln nicht sagen konnte, wo man alles nur Mögliche in 2 Stunden schaffen musste, selbst wenn auch das ein voller Erfolg war.

Diesmal hatte ich den Donnerstag Abend Zeit für eine ausführliche Theorie, wo ich der Gruppe einige Grundlagen nahe brachte, alle möglichen Lichtwerkzeuge vorstellte und die daraus resultierenden Effekte erklärte. Am Freitag ging es dann nach draußen, auch wenn mir meine eigentliche Location kurzfristig wegbrach, da sich Besitzverhältnisse geändert hatten, war es sehr gelungen. Wir hatten bestes Glück mit dem Wetter und so machte es auch gar nichts aus, daß wir von oben ganz ungeschützt waren.

Während des Abends zeigte ich weitere Details verschiedener Lightpainting-Techniken und ließ Teilnehmer mit Interesse selber bestimmte Dinge ausprobieren. Im Laufe des Abends sind dabei einige wunderbare Bildergebnisse entstanden, die mir freundlicher Weise von einigen Teilnehmern auch zur Verfügung gestellt wurden. Am Ende des Abends waren alle begeistert von den Möglichkeiten, die sich durch diese Art von Fotografie ergeben und haben angeregt, daß ich auch an einen weiterführenden Kurs denken sollte. Weitere vergleichbare Kurse habe ich momentan für den 17. und 18. März 2016 wieder an der VHS in Neumünster und am 28. Juni 2016 im Rahmen des World Bodypainting Festivals 2016 in Pörtschach am Wörthersee geplant.

Von den Bildergebnissen, die die Teilnehmer gemacht haben möchte ich im Folgenden einige zeigen und bedanke mich bei Bianka Kapischke, Ilona Burns, Sascha Timpe, Marco de Jong, Nicole Kalweit und Rüdiger Lettau, daß Sie mir dafür Ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben.

 

 

Nov 202015
 

Am kommenden Wochenende wird es eine Wiederholung der Reihe „PHOTO“ bei Arte geben. Leider zu einer für sonntags nicht so schönen Uhrzeit, aber vielleicht interessiert es ja doch den Einen oder Anderen. Ich selber muss mal sehen wie lange es am Samstag Abend wird, vielleicht klappt es ja noch. Es handelt sich um 3 Folgen zur Geschichte der Fotografie:

6:35 Uhr : die inszenierte Fotografie

7:05 Uhr : die experimentelle Fotografie der 20er-Jahre

7:30 Uhr . Fundstücke 

 

 

 

 

Aug 022015
 

Im Rahmen des Bodylightpaintings, was Erasmo und ich zusammen als Workshop auf dem World Bodypainting Festival in Pörtschach gegeben haben (siehe auch http://blog.jows-fotografie.de/bodylightpainting-workshop-auf-dem-wbf2015), entstand auch die Idee sich auf dem Fest mit dem Thema Lightpainting an sich zu beteiligen.

Hier kam uns die Methode eines Photocalls, wie wir es schon mehrfach gesehen haben und wie es besonders in Spanien verbreitet ist, als besonders passend vor. Um nicht direkt ins kalte Wasser springen zu müssen, nahmen wir an einem der Hauptabende des Festivals in Kauf diesen nicht miterleben zu können und einen Test zu machen wie wir in dieser Form zusammen arbeiten können.

Es war recht schwierig auf dem Festivalgelände eine geeignete Lokation zu finden, da es überall sehr helle Lichtquellen gab, die natürllich bei diesen Plänen störend wirkten. Letztendlich fanden wir doch einen Platz, wo wir allerdings einige male auch die Aufnahme abbrechen und neu beginnen mussten, da immer mal ein Auto vorbeikam, welches mit den Scheinwerfern natürlich genau in die Kamera leuchtete.

Auch wenn der Abend so ganz anders verlief als die „normalen“ Festabende hatten wir viel Spaß dabei und den Eindruck, daß der Test mehr als erfolgreich war, da wir Leute mit dem Thema Lightpainting konfrontierten, die sich aus den reinen Worten keinen Reim machen konnten und von den Ergebnissen umso begeisterter waren.

Wir hoffen in diesem Rahmen auch den Einen oder Anderen interessiert gemacht zu haben und das ganze Vorhaben bei nächster Gelegenheit in ganz anderem Umfang durchführen zu können. Einen kleinen Eindruck davon möchte ich noch mit den Bildern im Folgenden geben.

 

 

Die Fotos sind entstanden unter der Mithilfe von:

Erasmo Daaz, Ivette Palacios, Daniela Casuneanu, Lara Lee, Chan Hee Park, Kai Yiu, Hayane Jang, Mike J. Shane, Wolfgang Reicherter, ….

Ich möchte allen danken, die trotz des parallelen Festivals so schön geduldig waren und  Model standen oder mich bei der Umsetzung der Fotos unterstützten, die alleine so nicht möglich gewesen wären.

 

Jul 272015
 

Da ja leider der Lightpainting Kongress in Oviedo im Jahr 2015 nicht stattfinden konnte hatte ich die Chance auf das World Bodypainting Festival nach Pörtschach zu fahren (siehe auch http://blog.jows-fotografie.de/world-bodypainting-festival-2015, was wegen Überschneidungen nicht so einfach gewesen wäre.

Durch diesen glücklichen Zustand ergab sich auch noch die Chance gemeinsam mit Erasmo Daaz dort den Workshop Bodylightpainting durchzuführen, wobei Erasmo den Überblick über das Thema und den Schwerpunkt Bodypainting machte und ich dies um die fotografischen Teile, besonders das Thema Lightpainting erweiterte und das abschließende Shooting jedes Models durchführte. Dem zuvor gab es natürlich ein Treffen von uns beiden in Madrid, wo wir gemeinsame Möglichkeiten ausloteten.

Auch wenn dieser Workshop ein erster Versuch in dieser Konstellation war, war es ein voller Erfolg und hoffentlich auch ein Start einer neuen geschäftlichen Partnerschaft, da wir uns ganz wunderbar ergänzen und gemeinsam dieses Thema noch ganz anders umsetzen können als jeder einzeln.  Bei Interesse freuen wir uns auch über Anfragen und erarbeiten auch gerne ein Konzept für einen genau auf Bedürfnisse angepassten Workshop in der Art, der sowohl mehr in Richtung Bodypainting als auch mehr in Richtung Fotografie ausgelegt sein kann, da wir gemeinsam beide Themenbereiche komplett bedienen können.

Anbei möchte ich noch einige in diesem Rahmen entstandene Bilder zeigen und damit vielleicht auch noch weiteres Interesse wecken, um zu zeigen was sich in „nur“ einem Tag alles umsetzen lässt. Bei diesem Thema ließe sich aber auch leicht viel mehr Zeit investieren um noch vollständigere und beeindruckendere Ergebnisse zu bekommen.

 

 

Die Fotos sind entstanden unter der Mithilfe von:

Erasmo Daaz, Ivette Palacios, Diana Willenig,  Hanno Siller, Rebekka Naberleitner, Fatima Ferrini, Daniela Casuneanu, Timea Ban, Vanessa Zimmermann, Stephanie Künzli, Andrea Meschik, Haris Huseincehajic,….

Ich möchte alle Teilnehmern und Models danken, die an diesem Tag so schöne Arbeiten möglich gemacht haben, weil sie die Basis für die abschließende Fotografie waren.

 

Jul 202015
 

Ich hatte zwar letztes Jahr schon einmal während einer Veranstaltung Fotos eines anderen Fotografen gesehen, die er beim World Bodypainting Festival gemacht hatte, allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch kein Auge dafür und nahm sie nur als interessant wahr.

Diese Einstellung änderte sich als sich die Wege von Erasmo Daaz, der sich dem Bodylightpainting verschrieben hat und mir kreuzten, da ich von seinen Ideen so begeistert war. Durch ihn bedingt bekam ich auch einen ersten Kontakt zur globalen Familie der Bodypainter. Aus diesem Grunde fand ich es sehr schade, daß dieses Jahr diese Veranstaltung auf die gleichen Tage fallen sollte wie der Lightpainting Kongress in Oviedo. Als ich nun hörte, daß dieser im Jahr 2015 doch nicht stattfinden konnte wusste ich nicht ob es eine gute oder schlechte Nachricht war.

Ich nahm die gute Seite der Absage und entschied mich direkt die Chance zu nutzen um zum World Bodypainting Festival nach Pörtschach zu fahren, von dem mir sehr viel Gutes erzählt worden war und nutzte die Chance dies noch mit ein paar Tagen Urlaub in Kärnten zu verbinden. Außerdem unterstützte ich Erasmo noch aus fotografischer Sicht bei seinem Workshop Bodylightpainting, was wir so in Zukunft auch durch die gute Ergänzung bei Workshops zu diesem Thema fortführen möchten. Dazu wird es noch einen getrennten Artikel mit Bildergebnissen geben.

Auf dem Bodypainting Festival hat man als Fotograf gute Chancen interessante Bodypaintings abzulichten, auch wenn man natürlich am Besten dran ist, wenn man eine direkte Kooperation mit einem Bodypainter und entsprechenden Models eingeht. Zumindest kann man auch anders an allen möglichen Stellen beobachten, wo teilweise unglaubliche Bemalungen entstehen und diese direkt bei der Entstehung ablichten oder warten, bis die Kunstwerke fertig gestellt sind und die Models sich gezielt Fotografen zur Schau stellen.

Der Höhepunkt eines jeden Tages ist natürlich die Bühnenshow abends, wo die Ergebnisse des Tages nochmals präsentiert werden, um anschließend oder bis zur Abschlussveranstaltung beurteilt und die Besten prämiert zu werden. Hier gab es die Tage auch ganz tolle Shows!

Im Folgenden möchte ich eine Serie von Bildbeispielen zeigen, die alle im Rahmen des World Bodypainting Festivals 2015 (#WBF2015) in Pörtschach mit ganz unterschiedlichen tollen Modellen entstanden sind, die an diesem wunderbaren Event teilgenommen und sich bewusst präsentiert haben.

 

 

 

Mai 152015
 

Dieses Jahr wird es das erste mal die Lange Nacht der Fotoworkshops nicht nur in Hamburg, sondern auch in Köln und Berlin geben.

Natürlich möchte ich es mir nicht entgehen lassen zumindest beim Termin in Köln auch als Dozent dabei zu sein und so plante ich schon einige Zeit im Voraus was ich dort machen könnte, was ich in der Form bisher in Hamburg noch nicht gemacht gemacht hatte. Dazu besuchte ich auch mal Köln um geeignete Locations zu finden und Bilder zu machen, die spezifisch für Köln sind. Außerdem verkroch ich mich einen Nachmittag ins Studio um einige neue Lightpainting-Techniken auszuprobieren und nutzte einen schönen Abend der letzten Zeit um das Nützliche mit dem Guten zu verbinden und meinen schon länger gehegten Plan Lightpaintings in einem Rapsfeld umzusetzen.

Der Termin für die Veranstaltung, die sicher wieder etwas ganz Besonderes wird, steht schon direkt bevor, aber nichts desto trotz wollte ich ein paar der Bilder, die im Rahmen der Vorbereitungen entstanden sind zeigen. Teilweise sind sie auch nach Anregung von Petra Hoppe entstanden, die auch noch Locations für Köln brauchte und nicht die Chance hatte wie ich noch einmal vorher hinzukommen und das so schön mit Familienbesuchen zu verbinden.

 

 

 

Apr 142015
 

Am 27.6.2015 wird in Madrid (Fuenlabrada) die iNight 2015 von Mario Rubio ausgerichtet. Die Veranstaltung ist wieder gratis und wird von Mario Rubio auf ehrenamlitlicher Basis organisiert. Diesmal gibt es wieder einige interessante Vorträge, allerdings sollte man zum Verstehen dem Spanischen mächtig sein, da es erfahrungsgemäß keine Übersetzungen geben wird. Aktuell scheint die Veranstaltung schon ausgebucht zu sein, aber es wird sicher auch wieder Restplätze geben, da sich erfahrungsgemäß bei allen kostenlosen Veranstaltungen Leute anmelden, die dann aber nicht erscheinen. Hier noch die Ankündigung:

iNight2015

 

Apr 092015
 

Am 26. April 2015 findet der „Fifteenth Worldwide Pinhole Photography Day“ statt. In diesem Rahmen möchte ich auch anregen die Lochkamera-Fotografie einmal auszuprobieren und biete deshalb eine kleine Fototour  an, um dies gemeinsam auszuprobieren.

Voraussetzung ist natürlich eine Lochkamera oder eine Digitalkamera, die als Lochkamera verwendet werden kann und das ist eigentlich jede Digitalkamera (siehe unten). Man muss sie sich nur mit einem kleinen Trick entsprechend herrichten. Es gibt natürlich auch schon fertige Lochblenden für Spiegelreflex oder Systemkameras, wie beispielsweise ein Pinhole-Einsatz für das Lensbaby oder das Subjektiv oder bei Enjoyyorcamera die Lochblende Rising Pinhole, was fertig umgebaute Objektivdeckel für die gebräuchlichsten Bayonett-Anschlüsse und mit Blenden zwischen 91 und 223 je nach Anschluss sind. Außerdem gibt es von Loreo „lens in a cap“, wobei ein Aufsatz mit kleiner Linse und Blende 64 geliefert wird, was aber halt keine 100%ige Lochkamera ist, da das Prinzip der Lochkamera eigentlich ist linsenlos zu fotografieren. Sicher gibt es auf dem Markt auch noch einige weitere Produkte, worüber ich aber nichts sagen kann.

Lochkameras (siehe auch bei Wikipedia) waren ganz einfache Kameras, wo nur durch ein Loch in einem lichtdichten Hohlkörper eine spiegelverdrehte Abbildung einer Szene abgelichtet werden konnte. Dies lässt sich heute auf eine der beschriebenen Arten auch mit Digitalkameras erreichen. Das Merkmal der Lochkamerafotografie ist, daß man mit einem möglichst kleinen Loch arbeitet, welches im Normalfall viel kleiner als die kleinste Blendenöffnung einer Kamera ist. Lochblenden-Fotos zeichnen sich durch eine leichte Unschärfe im gesamten Bild aus, die Schärfentiefe dagegen ist nahezu unendlich. Durch die Größe des Lochs lässt sich der Grad der Bildschärfe steuern. Je kleiner das Loch ist, desto höher wird die Bildschärfe, was beim Basteln von Pinhole-Objektiven oder Pinhole-Vorsätzen zu beachten ist.

Dadurch bedingt, daß man durch eine sehr kleine Blende fotografiert, braucht man relativ lange Belichtungszeiten, was ggf. die Einschränkung ist, wenn man mit Kompakt- oder Bridgekameras fotografieren möchte. Dadurch werden Bewegungen im Bild, wie bei Langzeitbelichtungen üblich unscharf dargestellt. Dazu ist man im Normalfall gezwungen wegen der recht langen Belichtungszeit ein Stativ zu verwenden. Wenn man aus der Hand fotografieren möchte bleibt einem nichts Anderes übrig als  extrem hohe ISO-Werte zu verwenden, was durch das dadurch bedingte starke Rauschen ggf. sogar den Charakter der Pinhole-Fotografie verstärkt. Im Normalfall lässt sich noch die Belichtungsautomatik der Kamera verwenden, trotzdem ist es sinnvoll auf den voll manuellen Modus umzustellen, wenn die Kamera es erlaubt, um gezielt die Bildwirkkung zu bestimmen und nicht dauern messen zu müssen und Fehlmessungen in Kauf nehmen zu müssen, die bei Lochblenden relativ häufig auftreten.

Beim Fotografieren mit einem Pinhole-Objektiv- oder Vorsatz wird man sehr schnell sehen, ob es bei der verwendeten Kamera Sensordreck gibt, der entfernt werden muss, da er sehr viel besser als bei der Verwendung der kleinsten Blende eines „normalen“ Objektivs abgebildet wird. Bei Spiegelreflex- oder Systemkameras bietet sich daher eine Sensorreinigung vor der Verwendung an, wenn man nicht in der Nachbearbeitung mühsam jede Verunreinigung entfernen möchte.

Es gibt verschiedene Varianten eine Digitalkamera in eine Lochkamera zu verwandeln, wobei Spiegelreflex- oder Systemkameras am Besten dafür verwendet werden können, da das eigentliche Prinzip einer Lochkamera ist ohne Linse zu fotografieren, was sich bei Bridge- oder Kompaktkameras ja nicht einfach umsetzen lässt.

Für Wechselobjektivkameras kann ein Kameradeckel verwendet werden, der eigentlich dazu dient den Sensor zu schützen solange kein Objektiv montiert ist. Wenn man in den Kameradeckel mittig ein Loch bohrt lässt er sich direkt als „Pinhole-Objektiv“ verwenden. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, daß das Loch so klein wie möglich ist, da das Bild mit größerem Loch immer mehr verschwimmt. Ein Trick ist hier ein ggf. größeres Loch zu Bohren und dieses mit Klebeband oder Folie abzudecken, worein man mit einer feinen Nadel ein kleineres Loch sticht. Auf diese Weise lässt sich sogar ein Lochsieb herstellen, indem man mehrere Löcher sticht. Bei der Herstellung muss unbedingt darauf geachtet werden, daß vor der Verwendung die bearbeitete Objektivkappe gereinigt wird und nicht noch Bohrstaub besitzt, der dann auf den Sensor fällt. Außerdem ist es sinnvoll die Kappe nicht auf der Kamera aufgesetzt zu bearbeiten, da man sonst ggf. sogar den Sensor beschädigen kann.

Eine andere Möglichkeit, die mit Wechselobjektivkameras so wie Kameras mit festen Objektiven verwendet werden kann, lässt sich mit Hilfe eines kleines Kastens oder Objektivaufsatzes basteln. Hier entspricht man halt nicht dem Prinzip der linsenlosen Fotografie, wenn man ein an die Kamera angesetztes Objektiv darun verwendet. In diesem Fall geht man folgendermaßen vor: Entweder man Bastelt sich einen Pappvorsatz vor dem Objektiv oder man verwendet dazu eine Konservendose oder einen Joghurtbecher. In den am Objektiv angebrachten Vorsatz wird dann mittig ein feines Loch gestochen. Diese Methode ist nur eingeschränkt nutzbar, da es etwas auf die Brennweite des verwendeten Objektivs ankommt, wenn die Lochblende auf ein Objektiv aufgesetzt wird. Bei zu geringen Brennweiten wird man hier nämlich noch den kreisförmigen Bildausschnitt bekommen. Zusätzlich ist eine 100%-ig Abschirmung gegen Seitenlicht nicht so einfach.

So leicht kann eine Pinhole-Kamera gebastelt werden und so kann fast jeder am Lochkameratag teilnehmen. Ich hoffe daher auf viele Teilnehmer bei meiner Fototour in Hamburg  und interessante Versuche in der Pinhole-Fotografie.

Außer ein paar Bildern von Umbauten möchte ich hier auch noch gleich ein paar kleine Beispiele aus meinen  Versuchen der letzten Tage zeigen.

Mein Vorsatz für den 26. April eine eigene Veranstaltung zur Lochkamerafotografie ist leider vollkommen ins Wasser gefallen, da mir im Laufe des Wochenendes bis zum Startzeitpunkt alle Teilnehmer abgesagt haben, was wohl dem sehr ungemütlichen Wetter geschuldet war. Leider war daher eine Absage das beste, weil halt auch sehr wenig Licht gewesen wäre, was die Lochkamerafotografie auch noch erschwert hätte. In den letzten Wochen vorher bin ich allerdings auch noch auf 2 recht interessante Artikel dazu gestoßen, die ich hier noch anführen möchte:

1. Fotomagazin

2. Prophoto