Apr 162013
 

Ein weiteres Natur-Schauspiel im Frühjahr ist die Großtrappenbalz. Die Großtrappe ist der größte flugfähige Vogel der Welt. Ausgewachsene Männchen haben ein Körpergewicht von ca. 12kg, im Vergleich dazu kommt ein ausgewachsener Andenkondor lediglich auf 8kg. Die Großtrappe wird auch als der europäische Straße bezeichnet und lebt in steppenartigen Landschaften. Hier zu Lande war sie schon so gut wie ausgestorben. Von 11 Vögeln Anfang der 90er-Jahre hat sich der Bestand dank der Arbeit von Dr. Litbarski als Initiator des Vereins Großtrappe e.V. wieder auf einen Bestand von ca. 150 Vögeln in Brandenburg erholt, was allerdings im Vergleich zu ca. 3400 Exemplaren im Jahr 1930 immer noch verschwindend gering ist, aber doch Hoffnung auf ein Weiterbestehen der Art macht.

Wie bei vielen Vögeln ist das Männchen das auffallendere Tier, da es größer ist und ein viel auffallenderes Federkleid besitzt wie das Weibchen, was besonders zum Brüten der Eier auch eher getarnt ist um nicht unnötig Feinde auf sich aufmerksam zu machen. Natürliche Feinde, besonders für Jungtiere sind beispielsweise Füchse. Trotz der Schutzbemühungen fallen daher auch immer mal wieder Tieren, wie es halt in der Natur so ist, ihren Feinden zum Opfer.

Besonders gut ist die Großtrappe ab Anfang des Winters (ab November) und während der Paarungszeit (März bis Mai) zu beobachten. Dies kann man wunderbar von den Beobachtungstürmen der Staatlichen Vogelschutzwarte in Buckow machen, wo die Vögel in einem Schutzgebiet einen natürlichen Lebensraum besitzen und (zumindest in einiger Entfernung) gut zu beobachten sind. An den Wochenenden dieser Jahreszeit werden auch Touren zur Besichtigung angeboten, die an der Vogelschutzwarte beginnen und sehr informativ sind. Trotzdem ist zur Beobachtung keine solche Führung notwendig. Im Normalfall ist  aber ein gutes Fernglas oder ein Spektiv notwendig. Besonders beeindruckend ist die Balzzeit, wo die Männchen Ihr Federkleid über den Körper „stülpen“ um den Weibchen zu imponieren und diese anzulocken. Während dieser Zeit sind die Männchen auch über weite Entfernungen hinweg als weiße Punkte in der Landschaft mit bloßem Auge erkennbar, was das anvisieren stark vereinfacht.

Um diese Vögel vor die Linse zu bekommen benötigt man in der Regel ein Tele mit einer großen Brennweite. Im Folgenden finden sich einige Bilder, die mit einer APS-C-Kamera und 200-500mm Zoom entstanden sind. Die Ergebnisse sind überwiegend bei hoher Isozahl fotografiert und Ausschnittsvergrößerungen. Wer schon lange einmal Teleskoping ausprobieren wollte, kann hiermit bei entsprechend Lichtstarken Spektiv auch erfolgreich sein, allerdings ist zu beachten, daß die Plattformen sehr viel Eigenbewegung besitzen und daher ein Verwackeln sehr wahrscheinlich ist. Aus dem Grunde habe ich mit einem „normalen“ Tele-Objektiv und Vergrößerungen viel bessere Bildergebnisse erreicht, selbst wenn mich diese nicht wirklichzufrieden stellen.

 

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