Okt 162017
 

Die Föhrer Tage der Fotografie im August sind ja schon wieder ein paar Tage, haben aber in den vergangenen Wochen etwas neue Planung hinter sich hergezogen. Da wir ja im Anschluß an die eigentliche Veranstaltung noch zwei Abende in der Klinik der Deutschen Rentenversicherung in Utersum  verpflichtet wurden. Daraus entstand auch ein Kontakt mit der Volkshochschule auf Föhr, was dazu führt, daß Petra Hoppe und ich abwechselnd den Winter über Kurse bei der VHS geben werden, die inzwischen auch online zu sehen sind.

Dazu ist von dieser Veranstaltung ausgehend die Idee entstanden nicht nur eine Bilderschau mit meditativen Bildern der Insel vorzuführen, sondern auch ein entsprechendes Fotobuch gemeinsam mit einer Losenblatt-Sammlung von Fotografien. Dies gemeinsam bildet nun auch noch die Basis für eine Ausstellung mit entsprechenden Bildern, die wir zusammen bestreiten werden. Zuerst wird diese Ausstellung im November 2017 in der Lola in Bergedorf zu sehen sein und danach 2018 ab Pfingsten auch auf der Insel selber, nämlich im Veranstaltungs- und Ausstellungsraum der WDR in Wyk auf Föhr.

Um auch in den Ausstellungen, so wie in den kommenden Bilderfluten neue Bilder zeigen zu können haben wir auch die gesamte Woche im August genutzt andere Bilder neuer Ecken der Inseln Amrum und Föhr zu machen. Wie dieses Jahr so viel habe ich mich eher um abstrakte, malerische Fotografie gekümmert, allerdings habe ich auch einige Male, wo es die Situation ergeben hat Langzeitbelichtungen, besonders am Strand von Utersum und sonstige gegenständliche Bilder gemacht. Einen kleinen Eindruck davon was dabei entstanden ist möchte ich im Folgenden  noch geben, selbst wenn es nur ein kleiner Ausschnitt sein kann.

 

 

 

 

Jul 142017
 

Gemeinsam mit meiner Kollegin Petra Hoppe habe ich im Juni 2017 das zweite mal die Föhrer Tage der Fotografie veranstaltet, nachdem der erste Versuch im August 2016 ein großer Erfolg war. Für das Jahr 2017 haben wir etwas unser Konzept angepasst und haben dadurch auch noch eine Tagesexkursion auf die Nachbarinsel Amrum mit aufgenommen. Der Nächste Termin findet auch 2017 wieder im August statt und zwar am 13. und 14. August 2017 und direkt im Anschluß an „Föhr on Fire“, was uns unsere Ursprüngliche Planung etwas durcheinander geworfen hat, da wir sonst parallel zum Feuerwerk unseren Workshop zur Nachtfotografie angeboten hätten, was sich gegenseitig Interessenten genommen hätte.

Vor der kommenden Veranstaltung im August wird Petra noch mit einer anderen Kollegin am 27. Juli eine Fusion von Fotografie und Malerei anbieten, die wir als Special in unsere Veranstaltungsreihe integriert haben. Zu dieser Veranstaltung wie zu allen Workshops und der Exkursion, die wir im August an bieten kann man sich auch bereits per E-Mail unter info@fohrer-tage-der-fotografie.de anmelden. Den aktuellen Flyer mit allen Veranstaltungen findet man auch auf der Webseite der Veranstaltung zum Download: http://foehrer-tage-der-fotografie.de/

Im Rahmen der Vorbereitung der Exkursion nach Amrum und der ersten Veranstaltung im Juni 2017 habe ich bereits auch einiges fotografiert, was überwiegend abstrakte Bilder sind. Diese möchte ich natürlich als kleinen Vorgeschmack zeigen, was einen bei der Veranstaltung im August erwarten kann. Ich hoffe auch, daß ich dadurch noch etwas Interesse an unserer Veranstaltung erwecken kann.

 

 

Mrz 202016
 

Wie ich ja schon im letzten Beitrag erzählt habe, war ich eine Woche mit relativ viel Zeit im Norden Chiles unterwegs. Außer den Nachtbildern, die in Iquique und Arica entstanden sind, habe ich auch eine wunderbare Tour durch die chilenischen Anden gemacht, wo ich mehrfach nicht weit von der bolivianischen Grenze entfernt war.

Bei dieser Tour war ich vielfach in ganz einsamen und beeindruckenden Landschaften mit viel fast unberührter Natur. Auch vom Klima hatte ich richtig Glück, was in der Jahreszeit nicht ganz selbstverständlich ist, da manchmal Straßen wegen Sturzbächen nicht befahrbar sind. Ich hatte nur eine Situation, wonach ich mir vorstellen kann wie es passieren kann, da ich an einem Rinnsal vorbei kam, welches ein paar Minuten vorher noch nicht existiert hatte und welches während ich es passierte von der Wassermenge stieg und stieg und sicher ein paar Minuten später nicht mehr zu passieren war. Den Grund erkannt ich dann auch: nämlich ein Gewitter, was am Berg hinter mir hing.  Aus was ich befürchtet hatte trat nicht ein, ich konnte nämlich nicht einmal negative Auswirkungen des Phänomens „El Nino“ feststellen.

So gab es immer wieder sehr beeindruckende Stimmungen und Wolkenzüge, die mir aber leider häufig viel zu langsam waren, sodaß man sie gut in Bildern hätte festhalten können. Trotzdem hatte ich in dieser  Zeit auch immer mal wieder die Muße mich Langzeitbelichtungen zu widmen, zumal ich hierfür einige Dinge ausprobieren wollte, da ich im Frühsommer 2016 dazu auch Workshops geben werde. Leider hatte ich aber wenig Glück was die Nachtfotografie anging, wovon ich mir eigentlich gerade in der Gegend viel erhofft hatte, aber leider zog es meistens abends zu, sodaß man keine Chance hatte den tollen Sternenhimmel zu sehen, Trotzdem hatte ich einmal das Glück, selbst wenn ich an diesem Abend so kurzfristig keinen schönen Ort mehr ausmachen konnte um entsprechende Bilder zu machen  und einfach einen Parkplatz an der Hauptverbindungsstraße nutzen musste.

Im Folgenden möchte ich nun einige schöne Abendstimmungen, genauso wie ein paar wenige Nachtbilder als Beispiel für den faszinierenden Sternenhimmel, aber auch ein Lightpainting an einem normalen Abend zeigen. Natürlich dürfen auch die Langzeitbelichtungen am Tage nicht fehlen, die ich überwiegend an Felsstränden machte, auch wenn es im Norden Chiles ganz beeindruckende und ewig lange Sandstrände gibt.

 

 

 

 

Mai 122015
 

Um den ersten Mai herum war schon längere Zeit ein Familientreffen in Holland geplant. Da ich schon im Vorfeld davon ausgegangen bin, daß ich nicht in dem Maße die Ruhe haben würde, wie es mir gefallen würde hatte ich auch eine relativ eingeschränkte Ausrüstung dabei. Trotzdem ergaben sich ein paar Möglichkeiten Dinge der letzten Zeit etwas weiter zu treiben und bestimmte Techniken weiter kennen zu lernen.

Auch wenn Anfang Mai schon relativ spät dafür ist, standen an manchen Stellen auch noch die Frühjahrsblumen in voller Blüte und zumindest bei einem Besuch im Keukenhof wurde einme noch einmal alles geboten. Schade war es, daß wir gerade dafür einen richtigen Regentag erwischten, der aber auch sein Gutes hatte, da so selbst an einem Sonntag das Gelände nicht überlaufen war und außerdem ganz andere Bilder möglich waren als bei schönem Wetter.

Für einige Bilder kam auch endlich mein Pentacon 100 auf der Panasonic G6 zum Einsatz und machte sich zumindest in dieser Kombination recht gut, selbst wenn ich mal wieder mit meinem MfT-M42-Adapter Probleme hatte, die anscheinend allgemein sehr anfällig dafür sind, daß sich die Innenringe vom Adapter lösen, wodurch dann das Objektiv ohne Werkzeuguntersützung nicht mehr vom Adapter genommen werden kann.

Zusätzlich dazu habe ich mich auch an anderen Tagen mit schönem Wetter wieder an die Lochkamera-Fotografie gemacht, die ich seit dem Welttag der Lochkamerafotografie immer wieder bei bestimmten Motiven und Licht gerne einsetze.

 

 

Jun 032014
 

Schon länger verfolge ich mit Interesse die schwarz-weißen Langzeitbelichtungen am Tage, die einige Fotografen immer wieder veröffentlichen und interessante, so wie fast surreal wirkende Effekte beinhalten. Hier sind mir in letzter Zeit besonders folgende 2 Spanier aufgefallen:

Eduardo Martin          :           mit dem ich auch schon einen e-Mail-Kontakt hatte

Jesus Manuel Garcia   :           der auf dem Nachtfotografiekongress 2014 in Madrid einen                                               Vortrag halten wird, auf den ich besonders gespannt bin

Da es natürlich mit dem Verfolgen von Bildern anderer Fotografen nicht getan ist, wollte ich natürlich das gesamte auch einmal ausprobieren. Ein Satz von ND-Filtern hatte sich schon im Laufe der Jahre für andere Dinge angesammelt, die ich dazu nutzte.

Zum Ausprobieren nutzte ich ein paar Stunden während eines Urlaubs, wo ich alleine und ohne Zeitdruck in Dubai unterwegs war. Hier fotografierte ich nur mit einem 24mm Weitwinkel wegen der Dimension der Gebäude und probierte auch Lichtspuren in der einsetzenden Dunkelheit einzufangen, war aber an sich von den Ergebnissen nicht so begeistert, selbst wenn die Schwarz-Weiß-Umwandlungen im Unterschied zu den Farbbildern schon sehr viel besser wirkten. Da ich eine Korrektur des Blaustiches, den die nicht so hochwertigen Filter erzeugen, nicht wirklich schön ausgleichen konnte.

Nach diesen ersten Versuchen und mehreren Schriftwechseln mit Eduardo Martin nutzte ich letztendlich die letzte Woche, wo ich auf der Luminale in Frankfurt war und einen Nachmittag ohne Termine hatte und machte mich ins Europaviertel auf. Hierbei fotografierte ich überwiegend mit Festbrennweiten von 28, 50 und 100 mm, was schon sehr viel geeigneter dafür erschien und suchte auch extremere Perspektiven, um die Bilder spannender zu gestalten.

Die Umwandlung der Bilder nahm ich nach der Lightroom-Entwicklung wie immer mit dem NIK-Plugin SilverEfex2 vor, wo man schon tolle Vorgaben hat, die nur noch punktuell und geringfügig angepasst werden müssen.

So sind einige recht ansehnliche Endergebnisse entstanden, die Lust machen diese Art der Fotografie weiter zu betreiben. Im Folgenden sind einige der so entstandenen Bildergebnisse zu sehen, die mit ND-Filtern bis zum Faktor 16 aufgenommen wurden, um aus normalen Belichtungszeiten „echte“ Langzeitbelichtungen zu machen.

 

 

Mai 012014
 

Es ist zwar schon wieder eine Zeit her, aber wie so üblich bei Urlauben tue ich mir mit dem Sichten und der Nacharbeit relativ schwer, da ich besonders gerade nach Urlauben viele Dinge zu erledigen habe, die vorher und während dessen liegen geblieben sind.

So ähnlich ging es mir auch diesmal wieder, aber wenigstens nicht so verstärkt wie im letzten Sommer, wo es fast ein halbes Jahr gedauert hat. Diesmal kam auch dazu, dass ich einen Termin mit Freunden ausgemacht hatte, wo ich Bilder zeigen wollte, was einen gewissen Druck erzeugt. Dazu hatte ich dann am darauffolgenden Wochenende noch „das Glück“, dass das Wetter richtig unschön und ich auch noch teilweise alleine war, so daß ich die Vorauswahl nochmals unter die Lupe nehmen konnte.

Da in den Arabischen Emiraten in Wüstengegenden viel Staub zu erwarten war, hatte ich seit langem mal wieder meine alte A350 dabei, die mir dabei aber wieder mal gute Dienste leistete. Dazu musste ich natürlich die A7 noch ins Detail austesten, was ich dann bei Stadtbesuchen auch intensiv tat und so die Fähigkeiten bei Langzeitbelichtungen in Dämmerung und Dunkelheit, sowie bei allgemeinen Architekturaufnahmen austesten konnte

Viele Bilder machte ich dabei direkt über Belichtungsreihen, weil ich dachte es wäre nötig HDRs zu machen, was sich aber im Normalfall als Fehlschluss herausstellte, da die Kamera durch den verbesserten Vollformatsensor einen sehr schönen Dynamikbereich besitzt. Viele der Belichtungsreihen wandelte ich dann auch in natürliche HDRs um, aber im Vergleich zum optimal belichteten Bild konnte ich nur sehr marginale Unterschiede feststellen, was für mich die Schlussfolgerung ergibt, dass sich Belichtungsreihen wirklich nur bei sehr extremen Helligkeitsunterschieden lohnen. Ebenso positiv war ich vom Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten überrascht, was einem die Möglichkeit gibt viele Bilder noch aus der Hand machen zu können für die man sonst ein Stativ benötigt, wenn keine Effekte der Langzeitbelichtung gewünscht sind. Sehr gespannt bin ich was Sony bei der neuen A7s noch verbessert hat, die mit einem sehr extremen ISO-Bereich und nur noch 12MPix bei Vollformat von sich Reden macht.

Im Folgenden gibt es einige Eindrücke aus den gut 2 Wochen in dem Land, wo ich einige schöne Eindrücke mitnehmen konnte, da wir das Land auch nicht nur als reine Touristen mitbekamen, weil der  eigentliche Anlass ein Besuch von Freunden dort war, die dort beruflich seit einigen Jahren sind. Highlights des Aufenthaltes waren der Besuch eines Beduinencamps, Touren durch abgelegenere Bergregionen, riesige Moscheen und natürlich die Städte Abu Dhabi und Dubai mit der rasant in die Höhe gezogenen Architektur.

 

Dez 262013
 

Den Sommer 2013 kam ich nicht zu so vielen Aktivitäten wie ich mir vorgestellt hatte und wie mir lieb gewesen wäre. Ein Grund dafür ist, dass ich wieder einmal fast einen Monat in Peru verbracht habe, wo ich immer elegant den Klimmzug schaffen muss Zeit für die Familie dort zu haben, persönliche Kontakte zu pflegen und mich auch auf Reisen zu erholen, wo ich dann auch mehr vom Land kennenlernen und natürlich Fotografieren möchte. Die Zeit danach war so mit Terminen und Verpflichtungen vollgepackt, dass ich erst jetzt Ende des Jahres die Ruhe finde die Bilder etwas mehr zu sichten und meine Bildserie über das Land zu komplettieren.

So lange die Zeit im Sommer auch gewirkt haben mag, so kurz war sie dann mal wieder und leider gerade auch noch während der schönsten Wochen des dieses Jahr doch so kurzen deutschen Sommers. Zumindest konnte ich wieder auch einige Reisepläne umsetzen, die mich schon lange interessieren und teilweise nur im dortigen Winter also während unseres Sommers gut realisieren lassen.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ging es nach Cusco, was als Ausgangspunkt für das heilige Tal der Inca und Macchu Picchu seinen Namen hat, auch wenn man in Cusco selber einiges unternehmen kann. Für mich war es das vierte Mal, dass ich in dieser außergewöhnlichen Stadt in gut 3000m Höhe in den Anden war. Diesmal waren meine Pläne die (relativ unbekannten) Ruinen von Choquequirao zu besuchen, die mindestens so groß sein sollen wie die als Weltkulturerbe bekannten Ruinen Macchu Picchu, aber längst nicht so überlaufen sind, da man dort nur in einem mehrtägigen Fuß-Marsch hingelangt und nicht unerhebliche Höhen zu überwinden hat. Ich hoffe die Pläne der peruanischen Regierung werden nicht umgesetzt dort ab 2014 eine Seilbahn hinzubauen (siehe http://diariocorreo.pe/ultimas/noticias/6193436/teleferico-a-choquequirao-sera-construido-en), womit man ein 1500m tiefes Tal überqueren könnte und somit die Ruinen auch ohne mindestens 2 Tagesmärsche erreichbar wären. Wenn das wirklich wahr würde, dann hätte ich sicher die letzte schöne Chance genutzt die Ruinen ohne einen Ansturm von Touristen wie bei Macchu Picchu zu besuchen.

Weil es mir so geraten wurde, plante ich die Tour in 5 Tagen zu machen, jeweils 2 Marschtage und einen Tag bei den Ruinen plante ich es auch so und suchte mir einen Veranstalter, der mir das so zu meinem Wunschtermin anbieten konnte. Weil mein vorgesehener Reisepartner aber kurz vorher krank wurde schloß ich mich für’s Erste einer kleinen Gruppe an, die es in nur 4 Tagen machen sollte, um nicht ganz alleine unterwegs zu sein.

Da ich im Sommer durch sportliche Aktivitäten bedingt aber körperlich recht fit war und nach kurzer Gewöhnung an die Höhe auch damit gut zurecht kam, war ich bereits am 2. Tag morgens am Lager, was nur noch 1,5 Stunden von den Ruinen entfernt gelegen ist. Nach kurzem Ausruhen konnten wir dann nachmittags die Ruinen besuchen und ausgiebig kennen lernen, was schon mehr als bei einer normalen 4-Tages-Tour war. Da ich aber auch die Morgenstimmung dort miterleben wollte, stand ich am nächsten Morgen früh auf um schon kurz nach Sonnenaufgang wieder bei den Ruinen zu sein. Dieser Besuch den ich letztendlich alleine machte hat sich aber auch richtig gelohnt und ich war mittags wieder am Lager zurück, was aber auch auf einen noch schnelleren Marsch zurück zu führen war.

Der Rest der Gruppe war schon am späten Morgen aufgebrochen um sich auf den relativ anstrengenden Rückweg zu machen und nicht die pralle Sonne abzubekommen, die trotz dortigem Winter gewaltig stark war (ich nutze nie Lichtschutzfaktor 35, dort war es aber nötig). Ich hatte halt mit dem Nachteil zu leben nach dem erträglichen, aber steilen Abstieg den schlimmen Aufstieg in der prallen Sonne zu machen, aber letztendlich holte ich gemeinsam mit meinem privaten Führer Luis bis zur Dämmerung den Rest der Gruppe wieder ein. Für ihn war es anscheinend noch mehr als für mich selber eine gewaltige Schinderei. Der letzte Tag war dann wieder richtig entspannt und zog sich nur, da auf dem Rückweg mit dem Bus eine Hauptverbindung voll gesperrt war und wir immer wieder warten mussten.

Den kommenden Tag verbrachte ich ruhig in Cusco und besuchte dort die Ruinen von Sacsayhuaman, die ich bisher (nicht wirklich gerechtfertigt) ignoriert und als nicht wirklich sehenswürdig abgetan hatte. Dort sah ich mich auch für den Abend schon um, da ich da eine Sondergenehmigung zum Fotografieren bei Nacht, einschließlich Lichtmalerei, hatte und schon einmal sehen wollte was man machen könnte.  Der Abendbesuch lohnte sich dann richtig, weil ich einfach Eindrücke bekam, wozu man normalerweise nicht in der Lage ist.

Den nächsten Tag besuchte ich dann noch einige mir noch nicht bekannte und selten besuchte antike Stätten verschiedenster Epochen im Heiligen Tal der Inka, was letztendlich eine Rekompensation für den 5. Tag der Tour nach Choquequirao war.

Nach einem kurzen Stop in Lima fuhr ich am nächsten Abend mit dem Luxusbus nach Chiclayo weiter, wo ich am nächsten Morgen ankam und dann den Tag nutzen konnte das Tal der Pyramiden von Tucume zu besichtigen, was allerdings im Vergleich zu vielen anderen antiken Stätten Perus sehr ernüchternd war. Den nächsten Tag stand ich recht früh auf, um direkt früh auf den Markt zu gehen, der als einer der ursprünglichsten des Landes gilt und alleine schon den Stopp in Chiclayo wert war. Zusätzlich zum normalen Markttreiben, was fotografisch schon seinen Reiz hat, ist besonders der Schamanen-Markt einen Besuch Wert, wo man Schlangenköpfe besondere Heilkräuter und Ähnliches findet.

Am gleichen Tag mittags machte ich mich dann zu den Stränden im Norden des Landes auf, wo ich abends ankam. Den Abstecher machte ich besonders, da dort in den Monaten Juli-September Buckelwale zu sehen sein sollen, die dort zur Geburt und Aufzucht der Jungen hinkommen, bevor sie dann wieder in kältere Gewässer schwimmen, sobald die jungen kräftig genug sind.

Ein paar mal hatte man dort schon vom Strand aus die Chance eine Mutter mit ihrem Jungen „spielen“ zu sehen, daher unternahm ich noch eine Walsafari mit Biologen, die das von Mancora aus anbieten. Leider gab es genau an dem Tag einen Wetterumschwung und so sahen wir 3 Stunden lang so gut wie gar nichts, bis wir ganz am Ende noch einmal kurz Glück hatten einen Wal zu sehen, auch wenn er gewaltig weit entfernt war.

Aus dem Grunde buchten wir gleich noch eine Tour 2 Tage später, wo wir dann einen ganz tollen Tag erwischten und schon in der ersten Stunde einige Wale und relativ nah beobachten konnten. Dazu sahen wir dann noch Delfine, Seelöwen und Meeresschildkröten also das vollständige Programm, was man dort beobachten kann. Trotzdem war ich ein kleines bisschen enttäuscht, da wir keinen Wal beobachten konnten, der sprang, was ich in weiter Entfernung ein paar Tage vorher vom Strand aus gesehen hatte.

Nach ein paar Tagen Erholung an den wunderbar langen und fast menschenleeren Stränden flogen wir nach Lima zurück, wo wir noch eine Tanzshow besuchten, bevor es für mich nach ein paar Besuchen bei Freunden und Verwandten auch wieder nach Deutschland zurück ging.

Insgesamt gibt es inzwischen nicht mehr viele Flecken in dem Land, die ich gar nicht kenne und die letzten möchte ich, wenn möglich, auch noch irgendwann kennenlernen, um auch gezielt wirkliche Fototouren in dieses tolle Land anbieten zu können.

Hier nun noch einige Impressionen dieser tollen, aber auch schon wieder viel zu lange her liegenden Reise im Juli/August 2013.

 

 

 

 

Mrz 282013
 

Da ich die längste Zeit meines Lebens die Kamera nur bei Reisen verwendte war das Thema Landschaftsfotografie natürlich schon immer sehr interessant und mich faszinierten, wie wahrschienlich die meisten besonders Sonnenauf und -untergänge, wobei man dabei leider das Problem hat teilweise zu sehr unschönen Zeiten unterwegs sein zu müssen.

Ich hätte allerdings früher nie gedacht, daß es einen Grund geben könnte für die Landschaftsfotografie ein Stativ zu verwenden, welche Einstellung ich in den letzten Jahre revidieren muss und wo mich auch Michael Herrmann während einer Workshopwoche bei ihm in Irland sehr entscheidend beeinlusste. Der Vorteil der Landschaftsfotografie ist, daß einem hier bei keine Motiv davon laufen kann und man teilweise noch viel schönere Möglichkeiten hat, wenn man mit Langzeitbelichtungen (auch am Tage) arbeitet. Dafür ist natürlich ein Stativ unabdingbar, aber auch ansonsten bekommt man eine viel bessere Schärfe, als wenn man nur aus der Hand fotografiert.

Die Landschaftsfotografie fasziniert mich nach wie vor und ich finde auch, daß es die Art der Fotografie ist, wo man während Reisen am allerbesten die Eindrücke und Stimmungen dieser besonderen Tage des Jahres festhalen kann.

Kollage von Landschaftsfotografien

Kollage von Landschaftsfotografien