Jun 102014
 

In den letzten Wochen war ich auf einigen sportlichen Veranstaltungen, wo ich teilweise selbst teilnahm und teilweise „nur“ als Zuschauer dabei war.

Es begann mit dem Hamburg Marathon, wo ich die Ehre hatte in einer Staffel mitzulaufen. Dies passierte mehr durch einen Zufall, da ich gar nicht daran dachte, aber nach einer Frage ob ich Lust hätte, nicht nein sagen konnte. Es war auf jeden Fall eine schöne Möglichkeit mal wieder das Ambiente einer so großen Veranstaltung mit internationalen Teilnehmern zu schnuppern und wirklich Spaß machte. Dazu kam, dass ich als Läufer der zweiten Position auch noch die Spitzenläufer beobachten konnte bevor ich selber dran war. Leider war das Wetter an dem Tag nicht so toll wie die Tage davor und danach, aber das tat der Veranstaltung und dem Spaß dort keinen Abbruch.

Darauf folgte die 1. Bladenight 2014 in Kiel, was für mich schon die zweite Saisoneröffnung eines Nachtskatens 2014 war, nachdem ich zur Luminale Anfang April in Frankfurt gewesen war und dort teilnehmen konnte. Wie üblich in Kiel nahm ich wieder als Ordner teil und hatte so auch immer wieder die Möglichkeit Bilder zu machen, während ich Straßen für die Gruppe Skater und Longboarder, die 2014 wieder dabei sein dürfen, absperrte. Die Auftaktveranstaltung war wirklich ganz toll und auch der Wettergott hatte erbarmen, was in den letzten Jahren nicht immer so gewesen ist. Leider werde ich bei den nächsten Veranstaltungen nicht dabei sein können, die am 04.06., 18.06. und 02.07.2014 stattfinden werden. Danach hoffe ich, dass ich noch ein paar male mittwochs nach Kiel fahren kann.

Als letztes sportliche Veranstaltung ging ich zum einzigen Rennen 2014, welches auf der Trabrennbahn in Bahrenfeld unter der Woche stattfand. Dies machte ich auch wieder zu einem Event des Fotostammtisch Hamburg, leider war da das Interesse nicht wirklich groß. Nachdem im Fotoscout Hamburg einige Bilder von mir abgedruckt sind, die bei Sportevents in Hamburg gemacht sind, wo das Trabrennen eines davon war, wollte ich einmal wieder auf die Bahn, dies war auch der Anlass, dass ich einen Termin unter der Woche suchte, um nicht einen ganzen Sonntag zu „opfern“. Letztendlich verbrachte ich ein paar Stunden dort und machte auch die Bilder wie ich sie mir vorgestellt hatte.

Eine Sammlung der Bilder aus den vorgestellten Sportveranstaltungen finden sich im Folgenden.

 

Nov 232013
 

Durch das Interesse an Nachtfotografie gehört die „Langzeitbelichtung“ für mich auch zu den interessanten Techniken, die auch am Tage nichts wirklich Anderes sind, aber Bewegungen einfach dynamischer erscheinen lassen anstatt sie „einfach nur“ einzufrieren. Die Bezeichnung Langzeitbelichtung ist dabei aber relativ, da sich solche Fotos mit Belichtungszeiten von normalerweise ¼  bis 1/60 Sekunde häufig aus der Hand machen lassen und teilweise ein Stativ sogar hinderlich ist. Zur Aufnahme bietet sich in diesem Fall entweder die die manuelle Einstellung oder die Blendenautomatik an, wo eine Belichtungszeit vorgewählt wird und die entsprechende Blende von der Kamera bestimmt wird. Wenn keine entsprechend langen Belichtungszeiten erreicht werden können, dann kann man auch einen ND-Filter (Graufilter) zu Hilfe nehmen, mit dem (wenn er eine gute Qualität besitzt) nur die Belichtungszeit verlängert wird.

Die Belichtungszeit von Bewegungsbildern muss an Hand der Geschwindigkeit gewählt werden. Als Faustformel zur Ermittlung der Belichtungszeit um eine Bewegungsunschärfe zu erreichen gilt: Belichtungszeit = Kehrwert der Geschwindigkeit. Wenn man also ein Objekt aufnehmen möchte, was sich mit einer Geschwindigkeit von 50km/h bewegt sollte man maximal mit einer Belichtungszeit von 1/50 arbeiten. Bei sehr schnellen Bewegungen können daher auch bei Belichtungszeiten von 1/500 schon für Bewegungsunschärfe ausreichen.

Außerdem hat auch die Bewegungsrichtung eine Auswirkung auf die Belichtungszeit für Bewegungsbilder. Die Belichtungszeit nach der obigen Faustformel gilt allgemein für horizontale Bewegungen, bei diagonalen Bewegungen ist sie ungefähr doppelt so lange und bei vertikalen Bewegungen nochmals doppelt so lange wie bei Diagonalen.

Bei Bewegungsbildern mit Unschärfe denke ich im Normalfall besonders an Mitzieher,  einfach verwischte Bilder oder Bilder mit Zoom-Effekt, die ich im Folgenden etwas beschreiben möchte:

Mitzieher:  Mitzieher zeichnen sich dadurch aus, dass das sich bewegende Objekt scharf dargestellt wird und der Hintergrund unscharf. Sie entstehen durch Folgen einer Bewegung mit der Kamera, wobei es sehr stark von der Art und Geschwindigkeit der Bewegung abhängt. Häufig sind sehr viele Bilder notwendig, um ein richtig tolles zu machen, wo alles passt, daher bieten sich ggf. auch Bildserien während einer Bewegung an. Optimale Mitzieher entstehen bei horizontalen Bewegungen im Bild, bei diagonalen oder vertikalen Bewegungen ist ein Mitziehen nicht möglich. Ich persönlich bevorzuge Belichtungszeiten, die etwas länger sind als die an Hand der obigen Formel ermittelten, da sich dann Mitzieher sehr schön darstellen lassen. Zur Ausführung von Mitziehern ist es hilfreich fest stehen zu bleiben und die Nachführbewegung lediglich aus den Armen oder ggf. der Hüfte durchzuführen, da in diesem Fall die Bewegungen auch runder und flüssiger wirken. Kameras wie die G-Serie von Panasonic, die einen Stabilisator besitzen, der je nach Einstellung nur in eine Bewegungsrichtung arbeitet sind hier klar im Vorteil.

Verwischte Bilder: Das andere Extrem zu Mitziehern sind verwischte Bilder, d.h. Bilder, wo normalerweise der Hintergrund scharf ist und die Bewegung verwischt. Diese Art von Bildern ist am besten von einem Stativ aus umzusetzen. Als Alternative lässt sich auch ein Blitz zum Einfrieren von Bewegungen einsetzen, wo ggf. das gesamt Bild unscharf ist und nur der Zustand zum Blitzzeitpunkt „eingefroren“ wird.

Zoom-Effekt: Beim Zoom-Effekt nutzt man, wie der Name schon sagt, die Funktionalität eines Zoom-Objektives um dynamische Bewegungen zu erzeugen. Er dient allerdings auch nicht nur dafür, sondern kann auch sehr schön bei statischen Motiven eingesetzt werden. Das Wichtige beim Zoom-Effekt ist, dass sich das Hauptmotiv in der Bildmitte befindet und bei Bewegungsbilder sich am besten auf einen zu bewegt, da so die Möglichkeit besteht, dass es auch scharf dargestellt wird, während die Umgebung „förmlich explodiert“. Hier macht es auch einen Unterschied, ob man einzoomt (Beginn mit kleinster Brennweite) oder auszoomt (Beginn mit größter Brennweite). Beim Zoomen wird während der Belichtung langsam und gleichmäßig der Kamerazoom verändert. Dies ist allerdings nur bei Objektiven mit manuellem Zoom möglich, beispielsweise bei Bridgekameras oder auch bei elektrisch gesteuerten Objektiven kann kein Zoom-Effekt erreicht werden, da der Zoomfaktor nicht während der Belichtung verändert werden kann. Es ist Geschmacksache, ob man mit kleinerer oder größerer Brennweite startet. Ich persönlich bevorzuge das Einzoomen, also zu Beginn die kürzere Brennweite. Hierbei sind auch häufig viele Bilder notwendig um ein gutes Bild zu bekommen. Daher benutze ich hier häufig auch die Serienbildfunktion und zoome immer ein, bzw. aus solange ich den Auslöser gedrückt halte. Durch solche Serien ist die Wahrscheinlichkeit sehr gut, dass ein gutes Bild entsteht.

 

 

 

Apr 252013
 

Wie auch die bisher beschriebenen Fotografiesparten beschäftigt mich die Sportfotografie schon sehr lange. Die besten Beispiele stammen dabei allerdings aus der analogen Zeit, da ich meine ganze Jugend mit Leichtathletik als Leistungssport verbracht habe. Aus dem Grunde kannte ich auch alle möglichen Disziplinen dieser Sportart sehr gut und konnte mich gut in die Sportler hinein versetzen. Häufig habe ich auch meine freie Zeit oder wenn ich auf Wettkämpfen nur als Begleitung dabei war mit der Sportfotografie beschäftigt.

Mit Ende meiner Wettkampfaktivitäten in der Leichtathletik hörten auch meine entsprechenden Aktivitäten in der Fotografie auf. Auch als ich Jahre später noch einmal mit Inlineskating als fast so intensivem Sport begann hat sich das nicht geändert, da das genau die Zeit getroffen hat, wo ich keine Lust hatte immer große und schwere Kameras mitzuschleppen und mir daher auch irgendwie die Möglichkeiten gefehlt haben entsprechende Bilder zu machen. Die letzten Jahre war ich regelmäßig als Betreuer bei Veranstaltungen dabei und hatte dabei (auch wegen der Gefahr von Beschädigungen) nur einfache Digitalkameras dabei, wo ich allerdings auch immer mal etwas der Veranstaltungen festgehalten habe.

Als ich vor 3 Jahren wieder mal an einer Laufveranstaltung teilnahm entdeckte ich wieder mein Interesse für diese Art der Fotografie. Hinzu kam, dass ich zu diesem Zeitpunkt mir auch schon einiges mehr an Wissen bezüglich Fotografietechniken angeeignet hatte. So besuchte ich immer mal sportliche oder andere Veranstaltungen, wo es u.a. um das Festhalten von Bewegungen ging. So war ich bei einem Trabrennen, bei einem Derby, beim Polo oder auch Autorennen und als letztes sogar bei einer Hundeveranstaltung.

Durch alle diese Veranstaltungen und nach wie vor natürlich die Laufveranstaltungen habe ich das Interesse wieder gefunden und einige dieser Bilder wurden sogar auch für die Veröffentlichung in einem Fotoführer herangezogen. Einzig und alleine gute Fotos vom Inlineskaten habe ich noch nicht zu Stande bekommen, da ich dabei normalerweise keine geeignete Kamera dabei habe und meistens als Organisator auch andere Prioritäten setzen muss. Ich hoffe, dass ich dies in dem Jahr etwas ändern kann und auch einmal in Ruhe und mit entsprechender Ausrüstung fotografieren kann, wobei ich dann sicher bin Ergebnisse zu Stande zu bringen, die Andere wie auch mich selber zufrieden stellen.

Sportcollage