Feb 292016
 

Während meines Familienurlaubs über den Jahreswechsel hinweg habe ich mal wieder die Chance genutzt mich ein paar Tage abzusetzen und eine Gegend zu besuchen, wo ich nur vor langer Zeit und damals recht flüchtig war.

Ich flog in die südlichste peruanische Stadt, namens Tacna, und fuhr von dort aus über die Grenze nach Arica, die nördlichste chilenische Stadt. Auch wenn es dort selber einen Flughafen gibt wäre der Aufwand viel größer und der Flug viel teuerer gewesen direkt dorthin zu fliegen, da das nur wie bei den meisten chilenischen Zielen mit einem großen Umweg über die Hauptstadt Santiago möglich gewesen wäre.

Diesmal beschränkte ich mich auf die beiden nördlichsten Städte Arica und Iquique und die Gegend dazwischen,  bzw. die Berge in Richtung bolivianische Grenze.

In den beiden Städten haben mich besonders die farbigen Fasaden und die Straßenkunst fasziniert, weshalb ich mir genau das als fotografisches Thema ausgesucht habe. Dabei war ich in Iquique überwiegend abends und nachts unterwegs um entsprechende Bilder zu machen und in Arica mehr tagsüber. Ansonsten habe ich natürlich, wie nicht anders zu erwarten, in beiden Städten auch einige andere Nachtbilder gemacht.

Der eigentliche Grund bis nach Iquique zu fahren, waren aber die ehemaligen Salperminen Humberstone und Santa Lara, die inzwischen Unesco Weltkulturerbe sind und die ich bereits einmal vor ca. 15 Jahren besucht hatte, aber heute noch einmal mit dem Hintergedanken sehen wollte dort einmal nachts hingehen zu können, wofür ich mir bei dem Besuch auch die Weichen gestellt habe. Wenn ich meine lange angedachten Pläne einer Fotoreise nach Südamerika und besonders Peru einmal in die Tat umsetze, dann wird das sicher ein Programmpunkt werden.

Im Folgenden möchte ich auch einige Bilder zeigen, die an den genannten Orten enstanden sind.

 

 

 

Jul 102013
 

Ich wollte schon lange einen geschäftlichen Termin zur Kontaktpflege in Madrid wahrnehmen, um mir prinzipiell auch in der schweren Zeit des spanischen Arbeitsmarktes Türen dort offen zu halten und alte Kontakte wieder aufleben zu lassen. Als ich dann vom Nachfotografenkongress in Madrid laß, was ja mein Schwerpunkt und auch etwas Alleinstellungsmerkmal in der Fotografie ist, war für mich klar, daß ich diese Chance nutzen sollte und beide geschäftlichen Dinge verbinden.

Ich meldete mich dann schließlich über die Organisatiosseite bei diesem Kongress an und bekam prompt eine Rückmeldung vom Organisator Mario Rubio, da noch jemand gesucht wurde der den Vortrag von JanLeonardo Wöllert bei diesem Kongress übersetzen könnte. Da ich nunmal als Deutscher bei einem Kongress in spanischer Sprache teilnehmen wollte, war klar, daß ich beide Sprachen beherrschen musste und ich ohne Probleme so eine Übersetzung machen könnte. Ich sah das nicht so, da das für mich absolutes Neuland war, mein Spanisch in den letzten Jahren stark gelitten hatte und ich auch die fotografische Fachsprache nicht wirklich beherrsche. Letztendlich wurde ich von Mario überredet es doch zu probieren, wobei er mich dann auch unterstützen wollte und darauf ließ ich mich letztendlich ein, da auch niemand gefunden wurde, der es hätte besser machen können.

Am Abend vor dem Kongress gab es schon die Möglichkeit mit bekannten am Kongress beteiligten  Nachtfotografen ein Bier trinken zu gehen, wodurch man mit fast jedem mit bekannten Namen schon einmal ins Gespräch kam. Letzendlich kam der Kongress und war von den Vorträgen auch sehr informativ und ich konnte mich ganz darauf konzentrieren, da der Vortrag von JanLeonardo als letzter dran war. Auch wenn ich persönlich nicht wirklich zufrieden war kam die Übersetzung anscheinend gut an und es gab lauter sehr positive Kommentare per Twitter, die direkt im Saal an seitlichen Monitoren zu lesen waren. Auf jeden Fall war es eine interessante Erfahrung vor einem Publikum von ca. 300 Teilnehmern einen Vortrag zu übersetzen. Die Folge daraus wird wahrscheinlich eine Buchübersetzung aus dem Spanischen ins Deutsche werden.

Nach dem Kongress ging es dann noch gemeinsam nach Torrijos bei Toledo auf die Festung von Barcience. Dort probierte Fusky (Ivan Sanchez), der mir schon während dem Kongress sehr gefallen hat, auch wenn sein Spanisch schwer zu verstehen war,  mit der Gruppe gemeinsam eine seiner tollen Schattenideen aus. Außerdem wies er auch die Gruppe etwas an wie man wirkungsvoll eine Festung nachts ausleuchten kann. Leider war es durch die Vielzahl an Fotografen nicht ganz leicht eigene (gelungene) Bilder zu machen. Trotzdem brachte ich ein paar wenige davon mit.

Den nächsten Tag bis zu meinem Termin überbrückte ich ganz schön im tollen Städtchen Avila, was von einer wunderbaren Stadtmauer umgeben ist, auf der man sogar Teile ablaufen kann von wo man teilweise eine ganz schöne Sicht in die Gassen des Städtchens und über das Land hat. Beeindruckt hat mich dort besonders auch die Menge an Störchen, die dort auf allen erdenklichen Dächern, besonders auf Kirchtürmen, ihre Nester haben. Immer wieder sieht man die grazilen Vögel auf Nahrungssuche in der Luft, um ihre Jungen versorgen zu können.

Ein paar Eindrücke, die ich aus Spanien mitgebracht habe, möchte ich im Folgenden auch teilen. Im Übrigen habe ich auch noch eine neue Facebookseite erstellt, wo auch einige der Bilder zu sehen ist und die sich alleine dem Thema Lichtmalerei in allen möglichen Varianten widmen soll. Sie findet sich hier: https://www.facebook.com/DerLichtmaler

Jun 162013
 

Auch wenn ich aktuell keine weiteren Workshops machen wollte, da ich die Notwendigkeit nicht mehr sehe und mir normalerweise zu viel erzählt wird, was zwar für die meisten interessant ist, für mich aber nicht mehr, entschloss ich mich meine Anmeldung vom letzten Jahr für einen Workshop bei Michael Sauerweier, der sehr schöne Workshops gibt doch durchzuziehen. Besonders interessierte mich das Thema „Hamburg“ von oben und ich sah es als eine tolle Möglichkeiten neue Anregungen zu finden, wo man in Hamburg von oben Bilder machen kann, was auch voll erfüllt war, da ich auf keinem der Gebäude vorher war und fotografiert habe.

Wir trafen uns bei strahlendem Sonnenschein, der mich eigentlich störte, da man so ja gar keine Wolken in seinen Bildern haben konnte, aber die Befürchtung war nicht gerechtfertgt, da sich zum Einen das Wetter im Laufe des Tages änderte und wir so toll gelant hatten, daß es einen fürchterlichen Schauer gab als wir gerade am Ende angelangt waren und zum Anderen machte ich überweigend Fotos, wo Wolken nicht unbedingt entscheidend für die Bildwirkung waren. Im Laufe des Tages fuhren wir mir s-Bahn und Fähre 4 Gebäude an, konnten überall nach oben und auch immer Fenster öffnen, um Reflexionen zu vermeiden. Es war auf jeden Fall ein gelungener Tag und meine Hoffnung neue Locations in Hamburg empfohlen zu bekommen wurde voll erfüllt.