Okt 082015
 

Beim Hamburger Fotostammtisch im Oktober 2015 habe ich die Verwendung von Altoptiken und Tricklinsen auf modernen Spiegelreflex- und Systemkameras vorgestellt und einige Tipps und Anregungen zur Verwendung, sowie Hinweise gegeben worauf man achten sollte.

Bei der Verwendung von Altoptiken ist zu beachten, daß sowohl die Blende als auch der Fokus manuell am Objektiv eingestellt werden müssen. Das bedeutet für die Belichtungssteuerung, daß man die Zeitautomatik oder den voll manuellen Modus verwenden muss. Ich persönlich bevorzuge zur Verwendung von Altoptiken Spiegellose Kameras (Sony E-Mount und MfT), da man hier bessere Kontrollmöglichkeiten hat um den Fokus festzulegen (Fokuslupe, Kantenanhebung) als mit herkömmlichen Spiegelreflexkameras.

Auch wenn ich über Nachfotografie und Lichtmalerei zu Altoptiken gekommen bin, verwende ich diese inzwischen überwiegen für etwas spezielle Bilder, wo ich keinen größeren Wert auf exakte Schärfe lege, sondern eher den Stil dieser Optiken mit dem etwas eigenen Bokeh bevorzuge, was sich besonders bei Naturbildern – gerade im Herbst wenn sich die Blätter färben – und bei Personenaufnahmen mit entsprechendem Hintergrund anbietet.

Für den Vortrag habe ich einige Beispielbilder für verschiedene Objektive zusammen gestellt. Diese möchte ich im Folgenden auch nochmals zeigen.

Helios 44:

 

Jupiter 9 +12:

 

Pentacon 100+135:

 

Pentax 50+100+300:

 

Zeiss Tessar 50:

 

Meyer-Görlitz Trioplan 100:

 

Objektive mit gedrehter Frontlinse (Helios 44 + Varexon 35):

 

Lochblende:

 

Lensbaby:

 

Subjektiv:

 

 

 

Jun 162015
 

Da ich Pläne habe Fotoworkshops auf den Nordfriesischen Halligen ind Inseln anzubieten, die für solche Aktivitäten durch die gute Erreichbarkeit und ihre Größe, sowie der Vielfalt prädestiniert sind, wollte ich endlich einmal ein paar Tage nutzen und mir einen umfassenderen Eindruck machen als ich bisher hatte. Aus diesem Grunde blieb ich ein paar Nächte auf dem Nordfriesichen Festland und besuchte als Tagesausflüge einzelne Inseln um einen besseren Eindruck zu bekommen.

Diese Inseln bieten gerade für meine Spezialisierungen Nachtfotografie, Naturfotografie und kreative Fotografie unendliche Möglichkeiten und gerade das macht sie für mich sehr spannend und genau das habe ich auch bei meinen Aufenthalten dort probiert zu verbinden. Am Begeisterststen war ich im Endeffekt von der Hallig Langeness, wo man alles wunderbar und auf sehr kleinem Raum verbinden kann und trotzdem ein ganzes Wochenende gut zu verbringen ist.

Wie sich die ganze Sache als echtes Programm umsetzen lässt muss ich mir zwar noch durch den Kopf gehen lassen, aber ich bin fest entschlossen die sich dort ergebenden Möglichkeiten nutzen zu wollen.

Da ich während der Tage auch ein Pinhole und einige Altoptiken dabei hatte, darunter ein Jupiter 9 und ein Trioplan für Exacta, welche durch die Bokehs bestechen oder ein Helios 44 mit gedrehter Frontlinse nutzte ich diese natürlich auch immer wieder.

Natürlich möchte ich auch ein paar bei den Kurzbesuchen entstandene Bilder nicht vorenthalten, die  sowohl mit kreative Fotografietechniken als auch Multishot-Techniken, aber natürlich auch „ganz normale“ Aufnahmen enthalten.

 

 

 

Mai 122015
 

Um den ersten Mai herum war schon längere Zeit ein Familientreffen in Holland geplant. Da ich schon im Vorfeld davon ausgegangen bin, daß ich nicht in dem Maße die Ruhe haben würde, wie es mir gefallen würde hatte ich auch eine relativ eingeschränkte Ausrüstung dabei. Trotzdem ergaben sich ein paar Möglichkeiten Dinge der letzten Zeit etwas weiter zu treiben und bestimmte Techniken weiter kennen zu lernen.

Auch wenn Anfang Mai schon relativ spät dafür ist, standen an manchen Stellen auch noch die Frühjahrsblumen in voller Blüte und zumindest bei einem Besuch im Keukenhof wurde einme noch einmal alles geboten. Schade war es, daß wir gerade dafür einen richtigen Regentag erwischten, der aber auch sein Gutes hatte, da so selbst an einem Sonntag das Gelände nicht überlaufen war und außerdem ganz andere Bilder möglich waren als bei schönem Wetter.

Für einige Bilder kam auch endlich mein Pentacon 100 auf der Panasonic G6 zum Einsatz und machte sich zumindest in dieser Kombination recht gut, selbst wenn ich mal wieder mit meinem MfT-M42-Adapter Probleme hatte, die anscheinend allgemein sehr anfällig dafür sind, daß sich die Innenringe vom Adapter lösen, wodurch dann das Objektiv ohne Werkzeuguntersützung nicht mehr vom Adapter genommen werden kann.

Zusätzlich dazu habe ich mich auch an anderen Tagen mit schönem Wetter wieder an die Lochkamera-Fotografie gemacht, die ich seit dem Welttag der Lochkamerafotografie immer wieder bei bestimmten Motiven und Licht gerne einsetze.

 

 

Jan 162015
 

Im letzten Jahr war das Wetter im Norden Deutschlands sehr seltsam und nicht wie man es normalerweise zur entsprechenden Jahreszeit erwarten würde. Das macht einem häufig die Planung von Fotoausflügen und besonders Workshops nicht ganz einfach und setzt sich anscheinend identisch im Winter weiter fort, so dass es bisher ein paar ganz wenige etwas kalte Tage, aber keinesfalls wirklichen Winter gab. Den letzten Nachtfotografieworkshop musste ich auch wieder bei Schneeregen beginnen, der wenigstens im Laufe der Zeit aufhörte und nicht so schlimm war, da wir uns zur einführenden Theorie am Eingang zu den Deichtorhallen unterstellen konnten, wo es sogar Heizpilze gab.

Die einzigen klimatischen Höhenflüge waren ergiebige Regenfälle von Mitte Dezember bis Mitte Januar, die mich auch immer morgens in der Dunkelheit auf dem Weg zum Büro auf’s Neue beeindrucken, da sie so interessante Lichtreflexe ergeben. Dabei blieb es aber auch meistens, aber zumindest einmal konnte ich mich auf dem Weg nach Hamburg aufraffen schöne Lichtreflexe in abstrakten Bildern und mit Bewegung festzuhalten, wo ich ein paar hier ausgewählt habe.

Wenigstens zwischen den Jahren, wo ich zum Familienbesuch am Taunus war gab es ein paar richtig tolle Wintertage, die aber auch dort nur ein relativ kurzer Zauber waren. Trotzdem habe ich zwei davon besonders genießen können. Am ersten der beiden Tage schneite es den Tag lang ausgiebig und man hatte am Ende sicherlich 20cm Neuschnee auf dem Auto, diesen Tag nutzte ich für richtige Winterspaziergänge, einmal tagsüber und einmal nachts, wobei ein paar interessante Bilder entstanden sind.

Der folgende Tag war dann das krasse Gegenteil, er war schön kalt, aber richtig klar und so hatte man eine ganz tolle Winterlandschaft. Diesen Tag nutzte ich um endlich mal auf den Kellerskopf zu kommen, wo es einen wunderbaren Ausblick über das Rhein-Main-Gebiet, aber ebenso in den Taunus gibt. Gerade mit Schnee und blauem Himmel war dies einzigartig, wenn auch durch starken Wind bedingt nicht wirklich angenehm dort zu sein.

Den Abend nutzte ich dann noch eine schöne Stelle am Taunusrand mit Blick auf Frankfurt mit seiner Skyline, wo ich schon lange einmal Kameradrehungen ausprobieren wollte. Selbst wenn es gewaltig frisch war und man stark durchgefroren wieder zurück kam, sind dabei einige sehr interessante Gebilde entstanden, die ich im Folgenden zusätzlich zu den anderen schon beschriebenen Bildern auch zeigen möchte.

 

 

 

 

Nov 032013
 

Da ich während der 1. Langen Nacht der Fotoworkshops in Hamburg auch zwei Workshops gegeben sollte, wollte ich diese etwas vorbereiten. Zumal der Wetterbericht keine ganz klare Vorstellung zuließ wie es an dem Tag werden würde und ich nur Pläne für Outdoor-Veranstaltungen hatte.

Um schon einmal ein paar Dinge auszuprobieren machte ich mich in den Tagen vorher auf. Dabei war ich zweimal in der Gegend der Landungsbrücken um auch eine geeignete Tour von dort aus zu finden und einmal als das Wetter eigentlich nichts zuließ am Rathausmarkt.

Der Abend am Rathausmarkt war dann sogar der ganz besondere Abend, da es in Strömen regnete und teilweise die Regentropfen sprangen, wie es man es nur recht selten sieht. Fast hätte ich mir so etwas für einen Workshop wieder gewünscht, aber planbar ist so etwas halt nicht. Wahrscheinlich ist es dann so, dass man solche Bedingungen nur vorfindet, wenn man sie gar nicht gebrauchen kann. Letztendlich ist die Workshopnacht ohne nennenswerte Niederschläge, aber leider auch ohne nennenswerte Wolkenlücken zu Ende gegangen, was natürlich keine wirkliche Blaue Stunde bedeutete. Trotzdem war die Nacht erfolgreich und hat Spaß gemacht.

Die nächsten Aktivitäten in dieser Richtung folgen schon in der kommenden Woche (6.11.2013), wo ich beim Fotostammtisch in Hamburg einen Vortrag über Lightpainting halten werde. Bei Interesse bitte kurz melden.

Okt 252013
 

Nachdem die letzten Wochen etwas chaotisch waren, da hier einige Dinge parallel auf mich einwirkten brauchte ich zumindest noch einmal eine kurze Auszeit und nutzte sie geschäftliche Termine mit einem Ausflug an die Mosel und ins Fränkische zu verbinden.

Da die gesamte Tour nicht fotografisch ausgelegt war, machte ich mir auch keine Hoffnungen mit tollen Bildern zurück zu kommen, hoffte aber vielleicht ein paar Tage Goldenen Oktober zu erleben. Dies war leider mehr Hoffnung, aber trotzdem konnte ich etwas die Laubfärbung genießen, die weiter im Süden sehr viel stärker als hier festzustellen war.

Mein Plan einer tollen Nachtaufnahme einer Burg an der Mosel wurde zwar durch Beschwerden eines Besserwissers unterbunden, da er nur meine Lampe sah und gleich Gefahr für die Luftfahrt und Bösejungenstreiche vermutete. Da ich Ärgernissen aus dem Weg gehen wollte, beendete ich schweren Herzens meine Anfänge und kam so leider ohne ansehnliche Nachtaufnahmen zurück, auch wenn ich dabei schon etwas „mitgenommen“ hatte.

Trotz der ganzen Komplikationen sind letztendlich auch ein paar ganz ordentliche Bilder mit meinem neuen Spielzeug, dem Subjektiv so wie ein paar weitere Aufnahmen im Spiel mit Unschärfe entstanden, was sich besonders im Herbst ganz toll macht.

 

Okt 232013
 

Als ich an einem schönen Herbsttag den Plan fasste dachte ich vorher nicht unbedingt daran viel fotografisch umzusetzen, aber zumindest nahm ich meine Systemkamera mit, um nicht zu viel schleppen zu müssen.

Letztendlich war ich aber wegen großartigem Licht sehr froh, dass ich zumindest die Panasonic G6 dabei hatte, mit der ich ein paar Spielereien mit Unschärfe umsetzen konnte. Ich machte einige Fotos mit meinem schönen Spielzeug, dem Subjektiv und arbeitete mit absichtlicher Defokussierung, sowie Bewegungsunschärfe.

 

Jul 102013
 

Ich wollte schon lange einen geschäftlichen Termin zur Kontaktpflege in Madrid wahrnehmen, um mir prinzipiell auch in der schweren Zeit des spanischen Arbeitsmarktes Türen dort offen zu halten und alte Kontakte wieder aufleben zu lassen. Als ich dann vom Nachfotografenkongress in Madrid laß, was ja mein Schwerpunkt und auch etwas Alleinstellungsmerkmal in der Fotografie ist, war für mich klar, daß ich diese Chance nutzen sollte und beide geschäftlichen Dinge verbinden.

Ich meldete mich dann schließlich über die Organisatiosseite bei diesem Kongress an und bekam prompt eine Rückmeldung vom Organisator Mario Rubio, da noch jemand gesucht wurde der den Vortrag von JanLeonardo Wöllert bei diesem Kongress übersetzen könnte. Da ich nunmal als Deutscher bei einem Kongress in spanischer Sprache teilnehmen wollte, war klar, daß ich beide Sprachen beherrschen musste und ich ohne Probleme so eine Übersetzung machen könnte. Ich sah das nicht so, da das für mich absolutes Neuland war, mein Spanisch in den letzten Jahren stark gelitten hatte und ich auch die fotografische Fachsprache nicht wirklich beherrsche. Letztendlich wurde ich von Mario überredet es doch zu probieren, wobei er mich dann auch unterstützen wollte und darauf ließ ich mich letztendlich ein, da auch niemand gefunden wurde, der es hätte besser machen können.

Am Abend vor dem Kongress gab es schon die Möglichkeit mit bekannten am Kongress beteiligten  Nachtfotografen ein Bier trinken zu gehen, wodurch man mit fast jedem mit bekannten Namen schon einmal ins Gespräch kam. Letzendlich kam der Kongress und war von den Vorträgen auch sehr informativ und ich konnte mich ganz darauf konzentrieren, da der Vortrag von JanLeonardo als letzter dran war. Auch wenn ich persönlich nicht wirklich zufrieden war kam die Übersetzung anscheinend gut an und es gab lauter sehr positive Kommentare per Twitter, die direkt im Saal an seitlichen Monitoren zu lesen waren. Auf jeden Fall war es eine interessante Erfahrung vor einem Publikum von ca. 300 Teilnehmern einen Vortrag zu übersetzen. Die Folge daraus wird wahrscheinlich eine Buchübersetzung aus dem Spanischen ins Deutsche werden.

Nach dem Kongress ging es dann noch gemeinsam nach Torrijos bei Toledo auf die Festung von Barcience. Dort probierte Fusky (Ivan Sanchez), der mir schon während dem Kongress sehr gefallen hat, auch wenn sein Spanisch schwer zu verstehen war,  mit der Gruppe gemeinsam eine seiner tollen Schattenideen aus. Außerdem wies er auch die Gruppe etwas an wie man wirkungsvoll eine Festung nachts ausleuchten kann. Leider war es durch die Vielzahl an Fotografen nicht ganz leicht eigene (gelungene) Bilder zu machen. Trotzdem brachte ich ein paar wenige davon mit.

Den nächsten Tag bis zu meinem Termin überbrückte ich ganz schön im tollen Städtchen Avila, was von einer wunderbaren Stadtmauer umgeben ist, auf der man sogar Teile ablaufen kann von wo man teilweise eine ganz schöne Sicht in die Gassen des Städtchens und über das Land hat. Beeindruckt hat mich dort besonders auch die Menge an Störchen, die dort auf allen erdenklichen Dächern, besonders auf Kirchtürmen, ihre Nester haben. Immer wieder sieht man die grazilen Vögel auf Nahrungssuche in der Luft, um ihre Jungen versorgen zu können.

Ein paar Eindrücke, die ich aus Spanien mitgebracht habe, möchte ich im Folgenden auch teilen. Im Übrigen habe ich auch noch eine neue Facebookseite erstellt, wo auch einige der Bilder zu sehen ist und die sich alleine dem Thema Lichtmalerei in allen möglichen Varianten widmen soll. Sie findet sich hier: https://www.facebook.com/DerLichtmaler