Jun 112013
 

Seit Jahren schon wollte ich einmal auf das Naturfotofestival „Horizonte“ nach Zingst fahren und habe eigentlich auch bezweifelt, dass es dieses Jahr klappen könnte, da mein Kalender in dem Zeitraum mehr als voll war.

Wider Erwarten habe ich es dann doch kurzfristig geschafft hinzufahren indem ich mich am zweiten Freitag des Festivals kurzfristig früh um 5:00 Uhr ins Auto setzte und dorthin fuhr um wenigstens einen Tag und eine Nacht zu bleiben.

Die wenige Zeit habe ich dann auch so gut wie möglich genutzt. Da mich eine Veranstaltung zur Actionfotografie interessierte schloss ich mich den Vormittag/Mittag auch dort an, um Mountainbiker in Bewegung festzuhalten. Die Veranstaltung wurde von  Uwe Statz geleitet, der einiges (für mich zu viel) Allgemeines zur Action- und Blitzfotografie erzählte, aber auch ein paar gute Tipps gab. Danach kamen die beiden Mountainbiker, die sich an 2 verschiedenen Locations ablichten ließen.

Die erste Location war eher als Herausforderung zu sehen, da es rundherum recht hell war und daher natürlich die Blitzreichweite trotz eines Gerätes mit einer Leitzahl von 60 nicht mehr wirklich ausreichend war. Durch Hinzunahme eines zweiten starken Systemblitzes ließen sich aber einige ordentliche Bilder machen. Die zweite Location war von den Lichtverhältnissen einfacher, da es in einem Wald und entsprechend dunkel war, dazu war der Bodenbelag lockerer. Das Problem hier war der etwas beschränkte Platz.

Nach dieser Veranstaltung besuchte ich einige Fotoausstellungen, wo über den Ort Zingst verteilt viele zu besuchen waren. Dabei waren viele sehr schöne Bilder zu sehen, auch wenn mir persönlich die wirklichen Highlights (zumindest aus dem Aspekt der Kreativität) gefehlt haben.

Da mich die Bounce-Wall von California Sunbounce schon länger interessiert nutzte ich im Anschluß noch die Chance einen kleinen Workshop bei Martin Krolow zu besuchen, um etwas dazu erzählt zu bekommen und sie wirklich einmal ausprobieren zu können.

Nach einem kleinen Spaziergang und einigen Möglichkeiten zum Ausprobieren war ich von den Ergebnissen sehr begeistert und meine Entscheidung stand fest sie mir wirklich anschaffen zu wollen. Weiter bereute ich, dass ich sie nicht schon 2 Abende vorher hatte, wo ich ein Shooting bei etwas unglücklichen Lichtverhältnissen in Pinneberg machte. Es ist natürlich kein Ersatz für eine Studioanlage und man ist auch in der Reichweite des Blitzes sehr eingeschränkt, da ein Systemblitz durch die Ablenkung stark an Leistung verliert, aber sie stellt eine tolle Möglichkeit einer schönen Ausleuchtung mit einem Systemblitz dar und ist bis zu einer Entfernung von max. 3 Metern gut nutzbar.

Nachdem ich im Hotel zurück war und mich etwas gestärkt hatte nutzte ich den Abend am Meer um mich noch etwas am Strand dem Lightpainting anzunehmen. Ganz leer war es halt durch das Festival bedingt nicht, aber ich war wohl der einzige „doofe“ Fotograf, der auch noch nachts loszog. Für diese Bilder habe ich die Chance genutzt meine als Schnäppchen erstandene Systemkamera Panasonic G3 auszuprobieren und war mit den Ergebnissen relativ zufrieden, selbst wenn man den Unterschied des Sensors zu meinen Sony DSLR-Kameras stark merkt. Zumindest war das dann auch die Bestätigung, dass der Einsatzzweck als leichte und leistungsstarke Reisekamera besonders für Wanderungen, genau richtig ist und man selbst bei minutenlanger Belichtung noch brauchbare Ergebnisse bekommt.